Grönemeyer singt fürs Bochumer Konzerthaus
19.06.2008 | 19:07 Uhr 2008-06-19T19:07:00+0200Bochum. 10 000 Spender sollten innerhalb von zehn Wochen für das Projekt "Konzerthaus Bochum" gewonnen werden - es sind mehr als doppelt so viele geworden. "Ein großartiger Erfolg!", freute sich Bochums Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz.
Und dieser Erfolg musste gefeiert werden - fand zumindest Sänger und Ur-Bochumer Herbert Grönemeyer. Er hängt bekanntlich an seiner Heimatstadt. Und dass er sich ebenfalls für den Bau des Konzerthauses einsetzt, bewies er gestern mit einem kurzen Konzert auf dem geplanten Bauplatz an der Marienkirche. Über 4000 Menschen waren gekommen.
Herzlicher Jubel und viel Applaus brandete auf, als "Herbi" die Bühne betrat. "In das Herz des Ruhrgebiets gehört eine Konzerthalle. Man kann so ein wunderbares Orchester nicht auf einer Baustelle spielen lassen!", verkündete der Publikumsliebling bei seinem Heimspiel.
Generalmusikdirektor Steven Sloane freute sich, mit Grönemeyer einen ganz besonderen Ehrengast und Unterstützer begrüßen zu dürfen. Der Sänger und das Orchester ließen die Kampagne auf der Bühne am Marienplatz mit zwei gemeinsam präsentierten Stücken ausklingen - im wahrsten Sinne des Wortes. Neben "Land unter" durfte die Hymne des Ruhrgebiets "Bochum" natürlich nicht fehlen.
"Das ist nur eine Kostprobe", entschuldigte sich Grönemeyer, keine weiteren Stücke präsentieren zu können. Er versprach Besserung: Für Juni 2009 kündigte er ein großes gemeinsames Konzert mit den Symphonikern im Bochumer Stadion an.
"Die Kampagne ,10 000 Spender in 10 Wochen' hat unsere Erwartungen übertroffen. Und sie hat gezeigt, dass die Bochumer hinter dem Projekt stehen", sagte GMD Steven Sloane. Dank der Spendenbereitschaft von exakt 20 219 Bürgern konnten mehr als 170 000 Euro zusätzlich eingenommen werden. Mindestens einen Euro war jede Unterschrift wert.
Die Baukosten für das Großprojekt auf dem Marienplatz, das rechtzeitig im Jahr der Kulturhauptstadt 2010 fertig gestellt sein soll, sind mit 29,3 Millionen Euro veranschlagt. Dass das noch bestehende Finanzloch (über fünf Mio. Euro) nicht mit der am 1. April gestarteten Kampagne eingenommen wurde, sei klar gewesen.
"Es ging um ein ideelles Zeichen"
"Es ging vor allem um das ideelle Zeichen der Bochumer, die durch ihre Unterschrift ihr Ja zum Konzerthaus gegeben haben", erklärte Christiane Peters, Sprecherin der Symphoniker, "es soll ja schließlich ein Haus für die Bochumer werden."
Für die fehlenden Millionen Euro deutete Steven Sloane als Lösung ein Konsortium an Bürgen an. Großzügig gezeigt hatte sich schon Lotto-Unternehmer Norman Faber: Er lässt fünf Millionen Euro springen. Die Hälfte der Kosten trägt die Kommune.
20:39
Danke Herbert ! Zweimal den Steiger-Song und zweimal Bochum, Herz was willst Du mehr ! Und dann noch die Aussicht auf ein Konzert im nächsten Sommer ! Fantastisch ! Was haben wir für ein Glück, dass Herbert sich als Bochumer Junge fühlt, obgleich er ein Weltstar ist. Auch unsere Ottilie hat das event toll moderiert, auch dafür vielen Dank