Grass will seine Werke nicht fürs iPad freigeben
15.08.2010 | 12:21 Uhr 2010-08-15T12:21:00+0200
Hamburg.Der Schriftsteller Günter Grass will seine Bücher nicht für elektronische Lesegeräte freigeben. Laut einem Medienbericht fordert der 82-Jährige zuvor ein besseres Urheberrecht für Autoren. Das Zeitalter des Buches sieht er noch nicht am Ende.
Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass lehnt es bisher ab, dass seine Bücher auf Computern gelesen werden. Er habe mit seinem Verleger abgesprochen, das keines seiner Bücher für Lesegeräte wie das iPad freigegeben werde, „bevor ein die Autoren schützendes Gesetz wirksam wird“, sagte der 82-Jährige dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Er könne allen Autoren nur raten, in dieser Beziehung ebenso viel Selbstbewusstsein zu entwickeln.
Das Buch ist noch nicht erledigt
Ein Ende der Papierausgaben sieht Grass durch elektronische Bücher nicht. „Ich glaube nicht, dass damit das Buch erledigt ist.“ Es werde eine andere Wertigkeit bekommen. Die Massenproduktion werde sich reduzieren, und das Buch wieder das Ansehen eines „aufbewahrenswerten, vererbbaren Gegenstandes“ erlangen.
Seinen Nobelpreis, den er 1999 bekommen hatte, hält Grass für „weniger wegweisend“ für sein Leben als den Preis der Gruppe 47 im Jahr 1958. Der sei von Kollegen vergeben worden und habe daher ein ganz anderes Gewicht gehabt. Außerdem sei er damals „arm wie die Kirchenmaus“ gewesen.
Grass’ neues Buch, „Grimms Wörter“, wird am 3. September veröffentlicht. Darin erzählt er nach Angaben des Steidl Verlags, wie die Brüder Grimm 1838 den Auftrag erhielten, ein Wörterbuch der deutschen Sprache zu erstellen. (ddp)
01:56
Obwohl ich 25 bin, bin ich ein Fan vom guten alten Buch und auch von Schallplatten. Ich finde schon das Elektro-Bücher und Mp3s praktischer sind. Aber irgendwie haben Platten und Bücher mehr Charme.
09:57
ach ja, der Grass
21:04
Man sitzt den ganzen Arbeitstag und evtl. noch daheim am Rechner. Da lobe ich mir auf der Bahnfahrt ein gutes spannendes Buch aus Papier.
16:31
Herr Grass hat gerade ein neues Buch geschrieben und muss halt dran erinnern, dass es ihn noch gibt.
Oder was sonst will er mit seiner Aussage erreichen?
15:23
Der ***** mal wieder...
Altersstarrsinn gepaart mit ewiger Besserwisserei. Hauptsache man kommt mit so ner Aussage mal wieder in die Medien. Und nächste Woche läßt er dann noch offiziell verlauten, dass er seine Bleibe in Lübeck auch bei Gugel-Erde verpixeln läßt.
Überflüssig die Meldung, genau so überflüssig wie die literarischen Ergüsse des Herrn *****.
15:20
Ach Grass, der alte SS-Mann.
Jahrelang gab er seine Tätigkeit im Dritten Reich nicht zu.
Dieser Mensch hat in meinen Augen alles verloren.
Moral ist eben auch, wenn man den Preis der Verantwortung zu zahlen bereit ist.
Seine Bücher, diese SPD-Unterstützung, der Rotwein.
Gibt es da auch ein panini-Bildchen?
„Alter Schriftsteller mit Einrichtungswunsch im Spießertum“?
14:29
Wie, das Buch ist tot? Was macht ihr denn, wenn es keinen Strom gibt? Mit Solarenergie weiterlesen? Naja .. immerhin hat man den Computer auch als papierloses Büro gepriesen und heute wird erheblich mehr Papier verbraucht als vo 10 Jahren!
13:13
Der alte Mann hat gewaltig einen an der Waffel. Was ja auch schon die Vergangenheit, vor allen seine geradezu hündische Ergebenheit gegenüber der SPD, zu Genüge zeigte.
Vor allem aber ist es doch geradezu schizophren, selber davon überzeugt zu sein, daß das Buch noch nicht am Ende ist, und dann doch die Veröffentlichung seiner Publikationen in dem neuen, so sinnvollen Medium zu verbieten.
Gruß
12:45
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Grass hat Recht, wenn er sagt, dass das Buch noch nicht ausgedient hat, aber es wird eine Verlagerung durch das neue Medium geben.
Bücher wird es noch in 100 Jahren geben, doch das neue Computer-Internetzeitalter macht es möglich, Bücher auch unterwegs auf einem leichten Pad zu lesen. Das Printmedium hat in naher Zukunft einen gleichberechtigten Partner.
Und natürlich hat Herr Grass auch Recht damit, dass die Rechte der Auroren besser geschützt werden müssen.
Alles in allem ein wichtiges Thema, denn bevor der Buchsektor in das gleiche Loch fällt, wie die Musikbranche, müssen im Vorfeld das jurisitische Neuland gut gesichert werden.
donjon.
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12:43
Na, wenn alle diese Autoren, die Grass unterstützt, demnächst mit Buchverkäufen im Nanobereich glänzen wollen...
Das Buch ist tot, alter Mann.