Grabfeld in Gelsenkirchen entdeckt

Gelsenkirchen..  Archäologen haben am Heinrich-König-Platz in Gelsenkirchen eine historische Grabstätte entdeckt. Nach Ansicht von Experten wurde sie im 13. Jahrhundert angelegt. Eine Randscherbe mit Henkelansatz lasse diese Datierung zu.

Nach Sichtung des besonderen Steinzeugs war klar: „Damit sind wir auf jeden Fall im Mittelalter“, sagte Wolfram Essling-Wintzer, wissenschaftlicher Referent des LWL in Münster. Wahrscheinlich sei, dass sich im Umfeld der evangelischen Altstadtkirche einst an die 1000 Gräber befunden haben. 25 werden jetzt freigelegt und untersucht.

Im Zuge der Platzneugestaltung hat die Stadt „Unearth – Archäologie und Dokumentation“ aus Münster mit den Arbeiten beauftragt. Begleitet und weiter ausgewertet werden sie vom LWL, dem Landschaftsverband Westfalen Lippe. Dort laufen im Bereich Archäologie die Fäden zusammen. Essling-Wintzer geht von einem „hochrangigen Bodendenkmal aus. Die Unterschutzstellung ist beantragt und befindet sich im Prüfungsverfahren.“