Goethe-Institut unterstützt Flüchtlinge durch Bildung

Das Angebot des Goethe-Instituts richtet sich vor allem an Flüchtlinge ab 14 Jahren und erwachsene Flüchtlinge in der Türkei, im Irak und in Ägypten, die nach Deutschland einreisen werden.
Das Angebot des Goethe-Instituts richtet sich vor allem an Flüchtlinge ab 14 Jahren und erwachsene Flüchtlinge in der Türkei, im Irak und in Ägypten, die nach Deutschland einreisen werden.
Foto: imago
Was wir bereits wissen
Sprachkurse und "Die Sendung mit der Maus": Das Goethe-Institut engagiert sich mit Bildung für durch Krieg und Gewalt traumatisierte Flüchtlinge.

Berlin.. Mit Intensiv-Deutschkursen will das Goethe-Institut Flüchtlinge in der Türkei, im Irak und in Ägypten unterstützen. Das Angebot richtet sich speziell an Jugendliche ab 14 Jahren und erwachsene Flüchtlinge, die nach Deutschland einreisen werden. "Sei es als "Kontingentflüchtling", zur Familienzusammenführung, für ein Studium, eine berufliche Qualifizierung oder mittels "Blue Card" zur Arbeitsaufnahme", teilte das Goethe-Institut am Mittwoch mit. In diesem Jahr sollen rund 400 Flüchtlinge sprachlich auf das Leben in Deutschland vorbereitet werden.

Asylsuchende Millionen Menschen aus dem syrisch-irakischen Konfliktgebiet seien derzeit auf der Flucht, so die Organisation. Allein in der Türkei hätten mehr als 1,6 Millionen Menschen aus Syrien Schutz gesucht. In den syrischen Anrainerstaaten startet das Goethe-Institut deshalb eine ganze Reihe von Programmen. Mit Mitteln aus dem neuen Kulturproduktionsfonds werden syrische Filmregisseure, Schauspieler und Tänzer unterstützt, die im Libanon, in Jordanien, Ägypten, im Irak und in der Türkei leben. Auch der Austausch zwischen den Geflohenen und den Künstlern der jeweiligen Länder soll gestärkt werden.

"Sendung mit der Maus" auf Arabisch

Direkt in den Flüchtlingslagern arbeiten die Mitarbeiter des Goethe-Instituts vor allem mit Kindern und Jugendlichen. "Gerade in Flüchtlingslagern, wo gesamte Familien entwurzelt und Eltern mit existenziellen Problemen kämpfen müssen, gibt es kaum Anregungen für die Kinder", heißt es in der Ankündigung der Organisation. Unter dem Motto "No lost generation" beteiligt sich das Goethe-Institut deshalb mit 13 weiteren Organisationen an einer Initiative, die sich für die Bildung von Flüchtlingskindern einsetzt.

In Theater- und Filmworkshops, einer mobilen Musikschule, beim Malen und Tanzen sollen die Heranwachsenden ihre Flucht- und Kriegserfahrungen verarbeiten. Bildung und Unterhaltung für Kinder im Grundschulalter wird es außerdem mit der "Sendung mit der Maus" geben. "Mehrere Folgen wurden arabisch synchronisiert und werden in Kooperation mit dem WDR voraussichtlich ab September 2015 in Jordanien einsetzbar sein", kündigte das Goethe-Institut an. (dpa)