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Gitarrist Ritchie Blackmore spielt gerne in Deutschland

29.06.2012 | 18:20 Uhr
Gitarrist Ritchie Blackmore spielt gerne in Deutschland
Ein Meister an der Gitarre: Ritchie Blackmore. Foto: WAZFotoPool

Essen.  Eigentlich ist Ritchie Blackmore vor allem als Gitarrist von Deep Purple und Rainbow bekannt. Doch auch sein aktuelles Musik-Projekt „Blackmore’s Night“ kann sich sehen lassen. Warum der Rocker mit seiner Frau so gern in Deutschland auftritt, verrät er im Gespräch.

Ritchie Blackmore, noch immer bekannter als legendärer Gitarrist von Deep Purple und Rainbow denn für sein aktuelles Renaissance-Projekt ,Blackmore’s Night’, liebt Deutschland. Gemeinsam mit seiner Frau Candice Night verriet er uns, was er am Schlager mag, warum er Dirndl liebt und Entschleunigung uns gut täte.

Wie erzeugen sie die besondere Atmosphäre Ihrer Konzerte?

Blackmore: Durch die Strohballen auf der Bühne (lacht). Nein, es liegt daran, dass wir uns immer auch Zeit zur Erholung nehmen. Wenn wir auf Tour gehen, gibt mein Agent uns 25 Spieltage. Und ich reduziere das auf neun oder zehn, weil wir die Kultur der Gegend in uns aufsaugen wollen. Früher haben wir jeden Abend gespielt. Das trocknet einen aus.

Night: Die Leute heute bombardieren ihre Sinne die ganze Zeit. Mit E-Mails, iPads, SMS und so weiter. Dabei bergen die einfachen Dinge für mich die wunderbarsten Erlebnisse. Schau Dir einen Sonnenaufgang an, fühl den Wind im Haar. Wer genießt das denn heute noch, wenn jeder in sein Telefon glotzt und Dinge schreibt...?

Sie spielen heute oft an Orten, die üblicherweise der klassischen Musik vorbehalten sind. Ist das ein Unterschied zu Rockhallen?

Blackmore: Die Akustik ist dort besser. Man muss sich in Acht nehmen. Wenn man laut spielt, gibt es so viel Hall, dass man ein Echo bekommt. Am liebsten würden wir unsere Musik aber in Burghöfen spielen vor 200, 300 Leuten.

Sie tragen auf der Bühne, genau wie große Teile ihres Publikum, eine antike Gewandung. Warum?

Blackmore: Als ich 15 war, trug ich für die Bands immer Outfits, ich war Gladiator oder Musketier. Ich finde, eine Band sollte so aussehen, als gehörte sie zusammen. Deshalb mag ich Schlagermusik. Obwohl die Musik sehr einfach ist, gibt es dort immer eine Einheit in der Band. Deutschland steht noch sehr zu seinen Traditionen und springt nicht einfach auf den HipHop-Zug.

Night: Ich habe mir deshalb sogar ein Dirndl gekauft. Aber ich hatte Pech damit: Als wir damit in einem deutschen Restaurant auf Long Island waren, wollten die Leute bei mir immer ihre Getränke bestellen.

Georg Howahl

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