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Gedichtespiel: Danke für den Fisch

21.01.2009 | 18:20 Uhr
Gedichtespiel: Danke für den Fisch

Die Erzkämmerer der römisch-deutschen Kaiser führten im Wappen das Reichszepter. Die modernen Kämmerer kommen eher im feinen Anzug daher. Was sie mit Fischen zu tun haben, erläutert Forendichter schwalbenalfred anschaulich in seinem Gedicht der Woche.

Info
Das Gedichtespiel

Lyrik muss nicht immer staubtrockene, schwere Kost sein, wie unsere Forendichter im Gedichtespiel immer wieder unter Beweis stellen. So auch der aktuelle Wochensieger schwalbenalfred, herzlichen Glückwunsch!

Das Gedichtespiel ist ein Lyrikwettbewerb aus dem Forum von DerWesten.de. Einmal pro Woche gibt die Redaktion fünf Begriffe vor. Aus diesen sollen die Dichter und Denker des Forums ein Gedicht verfassen, das rund zwölf Zeilen umfassen sollte. Zu welchem Thema gedichtet wird, bleibt der individuellen Kreativität überlassen. Die einzelnen Zeilen sollten sich reimen. In der vergangenen Woche lauteten die Dichterworte: marode - Paket - Kämmerer - Fisch - anlegen.

Das Gedicht der Woche

Ein Kämmerer in einer Kammer / erschlägt nen Fisch mit einem Hammer.

Er legt die Gräten ins Paket, / damit dies auf ne Reise geht.

Der Kämmerer isst das Filet, / weil Gräten tun im Hals so weh.

Der Bürger soll die Gräten essen / und tunlichst dabei nicht vergessen,

dass er als Dank soll Geld anlegen / auf stark maroden Wirtschaftwegen.

Doch Bürgers Hand haut auf den Tisch, / Revolution! Wir sind der Fisch!

schwalbenalfred

Alle Gedichte der Vorwoche können Sie in unserem Forum lesen. Vielleicht möchten Sie sich ja auch selbst an der nächsten Runde beteiligen. Diese Woche geht es um die folgenden fünf Begriffe:

Inder - Handcreme - gemeinsam - Moderation - Porzellan

Jede Woche winkt dem Autor des schönsten Gedichts ein attraktiver Buchpreis. In dieser Woche ist es das Buch "Brautflug" von Marieke van der Pol (Fischer).

Über das Buch

Der Preis des Dichtens: "Brautflug" von Marieke van der Pol (Fischer).

An einem windigen Oktobertag besteigen drei junge Frauen ein Flugzeug nach Neuseeland. Es ist ein besonderer Flug: An Bord sind viele hoffnungsvolle Auswanderinnen wie sie, auf dem Weg zu ihren Verlobten am anderen Ende der Welt. Im Zwischenreich über den Wolken begegnen Ada, Marjorie und Esther einander – und dem jungen Frank, dessen Zukunft noch ungewisser ist als ihre eigene. Niemand von ihnen ahnt, dass der »Brautflug« sie für das ganze Leben miteinander verbinden wird.

> Zum aktuellen Gedichtespiel

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

René Bogdanski

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