Das aktuelle Wetter NRW 18°C
With Full Force

Frei.Wild sagen Festival-Auftritt nach Protesten von Sponsoren ab

15.02.2013 | 15:28 Uhr
Frei.Wild sagen Festival-Auftritt nach Protesten von Sponsoren ab
Die Band Frei.Wild um den Sänger Philipp Burger (hier bei einem Konzert in Essen) hat ihren geplanten Auftritt beim "With Full Force"-Festival nach Protesten abgesagt.Foto: Jan Dinter/WAZ FotoPool

Die Band Frei.Wild hat ihren geplanten Auftritt beim Metal-Festival "With Full Force" in Roitzschjora bei Leipzig abgesagt, nachdem sich mehrere Sponsoren vom Festival zurückgezogen hatten. Auch Fans hatten im Internet gegen das Engagement der Band, der nationalistische Tendenzen nachgesagt werden, protestiert.

Die Südtiroler Band Frei.Wild hat ihren Auftritt beim Metal-Festival "With Full Force" abgesagt, nachdem sich zwei Sponsoren wegen des geplanten Frei.Wild-Konzertes vom Festival zurückgezogen hatten. Auf ihrer Facebook-Seite verkündet die Band Frei.Wild, dass ein Auftritt "unter den gegebenen Umständen nicht möglich" sei. Sänger Philipp Burger, der immer wieder wegen seiner Neonazi-Vergangenheit in der Kritik steht, wird so zitiert: "Wir wollen und werden keinesfalls die Existenz des Veranstalters und somit des Festivals aufs Spiel setzen."

Für die Absage macht die Band, der nationalistische Tendenzen attestiert werden, Proteste im Internet und die Berichterstattung in den Medien verantwortlich. Dadurch, so das Statement, seien die Veranstalter des Festivals in Roitzschjora bei Leipzig "dermaßen unter Druck geraten, dass sich Frei.Wild gezwungen sehen, ihren Auftritt aus freien Stücken abzusagen".

Geplanter Auftritt hatte immer höhere Wellen geschlagen

Der geplante Auftritt von Frei.Wild beim "With Full Force" hatte zuvor immer höhere Wellen geschlagen. Am Freitag hatte auch der langjährige Sponsor Jägermeister seine Unterstützung für das Festival in Sachsen bis auf weiteres eingestellt.

Auf Anfrage von Facebook-Nutzern erklärte das Unternehmen: „Die Mast-Jägermeister SE hat in ihrem Leitbild Werte wie Weltoffenheit, Toleranz und Respekt fest verankert. Vor dem Hintergrund unserer Werte werden wir das geplante Sponsoring des Festivals „With Full Force“ zunächst stoppen.“

Gegenüber der WAZ Mediengruppe bestätigte eine Unternehmenssprecherin, dass Jägermeister vollständig auf das Sponsoring verzichten werde, wenn der Veranstalter an einem Auftritt von Frei.Wild festhalte.

Auch Musik-Magazin Visions stellt Sponsoring ein

Jägermeister war damit der zweite Sponsor, der binnen weniger Tage vom „With Full Force“ Abstand genommen hatte. Am Donnerstag hatte das Dortmunder Musik-Magazin "Visions" bekannt gegeben, das Festival nicht weiter zu unterstützen.

„Mit Frei.Wild hat das With Full Force eine Band bestätigt, die sich mit nationalistischen Tendenzen in der Mitte der Gesellschaft positioniert“,  erklärten die Visions-Macher. Daran wolle man sich nicht beteiligen.

Das Magazin "Festivalguide" hatte dem Veranstalter eine Frist bis zum 18. Februar gesetzt, um über den Auftritt der Gruppe zu entscheiden. "Wir teilen die Einschätzung, dass Frei.Wild klassische Rechtsrockthemen für den Mainstream tauglich machen", teilte die Redaktion ihre Sorgen in einem offenen Brief mit.

Seit langem in der Kritik

Auch unter den Anhängern des Metal-Festivals ist der Auftritt der Südtiroler nicht unumstritten. Auf der Facebook-Seite des Veranstalters ist eine heftige Debatte entbrannt. Erst am Dienstag hatte dieser bekannt gegeben, dass Frei.Wild gemeinsam mit Bands wie Motörhead und Slayer fürs Festival vom 27. bis 30. Juni in Roitzschjora bei Leipzig zugesagt habe.

Die Band aus Südtirol steht immer wieder wegen ihrer patriotischen Texte und der Neonazi-Vergangenheit von Sänger Philipp Burger in der Kritik. In Interviews distanzieren sich die Musiker von der rechten Szene.

Stephan Happel



Kommentare
15.02.2013
21:49
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #17

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.02.2013
21:31
Jägermeister stoppt Festival-Sponsoring wegen Frei.Wild-Auftritt
von DrWodan | #16

Wer kennt und liest schon das "Szene Magazin" aus Dortmund? Und - wer säuft allen Ernstes - diese veraltete "Jägermeister Plörre", die ihren Namensgeber wohl tatsächlich in dem ehemaligen Reichs-Jägermeister Hermann Göring hatte? Zudem - etwas schizzo, wenn man erst seinen Schnaps nach dem zweiten Mann des dritten Reiches benennt und nun auf "politisch korrekt" macht - oder?

15.02.2013
20:15
Jägermeister stoppt Festival-Sponsoring wegen Frei.Wild-Auftritt
von salty.dog | #15

Aus Wikipedia:
Der Begriff „Jägermeister“ existiert als Berufsbezeichnung schon mehrere Jahrhunderte.[2] Er wurde mit dem Reichsjagdgesetz von 1934 in Deutschland neu eingeführt und bezeichnete Forst- und Jagdaufsichtsbeamte. Als 1935 der Likör auf den Markt kam, klang der Name bereits vertraut. Curt Mast, der Erfinder des Jägermeister-Kräuterlikörs, war selbst begeisterter Jäger. Auch deshalb lag die Namensgebung nahe. Da seit Juli 1934 Hermann Göring als Reichsjägermeister amtierte, dem alle Landes-, Gau- und Kreisjägermeister unterstanden, er also der oberste „Jägermeister“ war, wurde der Likör früher gelegentlich „Göring-Schnaps“ genannt. Die Nachfahren des damaligen Firmeninhabers hüllen sich zu den genaueren Umständen der Namensgebung in Schweigen

15.02.2013
20:11
Jägermeister stoppt Festival-Sponsoring wegen Frei.Wild-Auftritt
von salty.dog | #14

Ich mag eh keinen Jägermeister...

15.02.2013
20:10
Jägermeister stoppt Festival-Sponsoring wegen Frei.Wild-Auftritt
von knutmithut | #13

süß wie die paar frei.wild-fans hier herumjammern. :)
wer sich mit der band, der geschichte und den texten auseinandersetzt, der wird bei ein wenig intelligenz auf nichts anderes kommen als die stellungnahme der visions aussagt.

2 Antworten
Jägermeister stoppt Festival-Sponsoring wegen Frei.Wild-Auftritt
von sidewinderdxii | #13-1

Dann beschäftigen sie sich bitte einmal richtig mit der Band.
Wie bereits erwähnt, ich mag die Band nicht aber rechts sind sie garantiert nicht. Sie kopieren die Onkelz mit ihren Skandalen und verkaufen sich damit (leider) recht gut.
Frei.Wild will nur eine Lücke ausfüllen, die die Böhsen Onkelz 2005 hinterlassen haben. Die Jungs waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wer sie mag, soll sie sich gerne anhören. Ich höre mir lieber die Musik der ehemaligen Onkelz Bandmitgliedern an, das gibt mir mehr, ebenso die Onkelz Alben. Achja ich bin kein böser Rechter, genauso wenig wie Stefan Weidner, Peter "Pe" Schorowsky, Matt "Gonzo" Rhoer und Kevin Russel.

Jägermeister stoppt Festival-Sponsoring wegen Frei.Wild-Auftritt
von salty.dog | #13-2

Haben Sie sich mit der gleichen Anstrengung auch mal mit der Vergangenheit von Jägermeister auseinander gesetzt ?

15.02.2013
20:07
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #12

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.02.2013
19:05
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #11

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.02.2013
19:03
Reiner Selbstschutz
von ruettensu | #10

Bitte mal bei wikipedia schauen:

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%A4germeister

Man muß da als Schnapsbrenner mal klar Position beziehen, gelle!?!?

15.02.2013
19:02
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #9

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.02.2013
18:56
Jägermeister stoppt WFF-Sponsoring wegen Frei.Wild-Auftritt
von Stadtwaechter | #8

und das ist auch gut so!!!
wehret den Anfängen,
sinnvoll wäre es die "Rote Karte" auf die doch noch auftretenden Bands auszudehnen.
Traurig, dass sie menschen auch dafür hergeben, irgendeine Geschichte dafür zu konstruieren,
damit solche Leute auftreten.
Schade.

1 Antwort
Jägermeister stoppt Festival-Sponsoring wegen Frei.Wild-Auftritt
von ollewatsollet | #8-1

und das ist auch gut so!!!
wehret den Anfängen, nenene der name Stadtwaechter sagt schon so einiges aus!!
richtig keine frei meinung ,zensur, bücherverbrennung vieleicht noch?

die band ist zwar nicht mein geschmack , aber wenn man der wächter über alles ist
dann gibt es ja noch genug andere bands die man sofort verbieten lassen muß!!!

Motörhead:treten auch da auf!
Black Sabbath: der name sagt alles
Slime: mit "Religion"wird ja alles in den schmutz gezogen wofür ein wächter steht!
Blue Öyster Cult: man denke an die fahnen (und es wäre nie einer auf die idee gekommen das es nazis sein sollten.
Bachmann Turner Overdrive: hat sich über seinen sprachbehinderten bruder lustig gemacht "You Ain’t Seen Nothin’ Yet"
Sid Viscous etc etc etc ach egal alles verbieten!!!!

Aus dem Ressort
Stimmt es, dass die Sünde im Norden wohnt?
Ausstellung
Ist die Schwedin leichtlebig? Warum hat Schweden den Ruf, sexuell besonders emanzipiert zu sein? Ausgerechnet das Schnapsmuseum in der Hauptstadt Stockholm sucht jetzt nach Antworten in der bis zum 18. Januar laufenden Ausstellung "Die Schwedische Sünde".
Die Pop-Branche will mehr Geld mit Werbung verdienen
Pop
80 Künstler und Bands an 35 Spielorten: die „c/o pop convention“ ist eine unübersehbare Musikgröße in NRW geworden. Susanne Schramm sprach über Stand und Aussichten der Branche mit Ralph Christoph, der mal bei Fan-Gazetten angefangen hat und als Programmleiter heute den großen Tanker lenkt.
Im Museum: Pissarro, Busch und Arche Noah
Kunst
Unsere Region steht vor einer spannenden Ausstellungssaison: Der Bogen reicht von Schätzen der Klassischen Moderne bis zum Ahnherrn des Comicstrips – so zeigt die Ludwiggalerie in Oberhausen das Beste aus 150 Jahren Comicgeschichte.
Musikmagazin Visions lässt es zum Jubiläum krachen
Festival
Das Dortmunder Musikmagazin Visions holt zu seinem 25. Geburtstag weitere Top-Künstler in die Stadt: Vom 3. bis 5. Oktober (Freitag bis Samstag) spielen Casper, Beatsteaks und Antemasque im FZW. Drei Wochen später kommen Kraftklub und Thees Uhlmann in die Westfalenhalle.
Robin Williams beherrscht Verkaufslisten bei DVDs
Schauspieler
Nach Robin Williams' Selbstmord beherrschen seine Filme die Verkaufscharts des Versandhändlers Amazon. In den USA waren zeitweise sieben der zehn gefragtesten DVDs Filme mit dem Schauspieler, in Deutschland kamen fünf unter die ersten 20. Hierzulande am beliebtesten: Der Club der toten Dichter.
Umfrage
In Hagen und Berlin gab es am Dienstag Ebola-Verdachtsfälle. Beide bestätigten sich nicht. Fürchten Sie sich trotzdem vor der Krankheit?

In Hagen und Berlin gab es am Dienstag Ebola-Verdachtsfälle. Beide bestätigten sich nicht. Fürchten Sie sich trotzdem vor der Krankheit?