Frauen lieben ihren Wagen anders als Männer

„Frauen lieben ihren Wagen nicht weniger als Männer, aber aus anderen Gründen“, sagt der Psychologe Rüdiger Hossiep. Das zeigt auch das Ergebnis des FAHR-Fragebogens (siehe Grafik). Männer sind besonders leistungsbezogene Punkte wie „Performance“ und „Unabhängigkeit“ beim Auto wichtig, sie wollen zudem ihren Wagen mit allen Sinnen wahrnehmen, beim Fahren Leidenschaft spüren. Frauen legen dagegen insbesondere Wert auf „Sicherheit“ und noch mehr auf: „Funktionalität“.

„Sie möchten nicht mit einem Problem dastehen, bei dem sie auf Hilfe angewiesen sind“, erklärt der Bochumer Forscher. Er hat schon Frauen sagen hören, dass ihr Auto eine „vergrößerte Handtasche“ sei – man hat alles dabei, was man braucht, ist für jeden Fall gewappnet. Hossiep: „Sie nehmen ihren sozialen Raum mit.“

„Frauen kaufen gerne kleine SUVs“, so der Forscher, „weil sie sich damit subjektiv sicherer fühlen, allein schon weil sie damit höher sitzen.“ Während Männer in der Regel ihr Auto nutzen, um irgendwo hinzukommen, sei Frauen es wichtig, damit von überall wegzukommen, so Hossieps Vermutung. Der eigene Wagen als Fluchtauto.