Foto-Schau "Der rote Bulli"
02.09.2010 | 17:44 Uhr 2010-09-02T05:44+0200Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie - ab 11. September im NRW Forum.
"Der rote Bulli. Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie" – unter diesem Titel widmet sich das NRW Forum für Kultur und Wirtschaft zur Düsseldorfer Quadriennale 2010 einem bedeutenden Kapitel der jüngeren Fotogeschichte: Dem transatlantischen Einfluß auf die Fotografie der 1970er und 80er Jahre. Ihren Kern markiert eine Künstlerfreundschaft, die im Jahre 1973 in New York ihren Anfang nahm. In der US-Metropole lernte der 26-jährige Stephen Shore die Düsseldorfer Fotografin Hilla Becher kennen, deren Bilddokumentation von Wassertürmen, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Bernd Becher erstellt hat, im Vorjahr in der renommierten Galerie von Ileana Sonnabend gezeigt worden war. Zwei Jahre danach wurden Stephen Shore (als einziger Farbfotograf) und das Ehepaar Becher (als einzige europäische Position) in der legendären Gruppenausstellung New Topographics präsentiert.
Mit Stephen Shore steht eine Schlüsselfigur der US-amerikanischen New Color Photography im Zentrum der Ausstellung. Ab Mitte der 70er Jahre begab er sich auf mehrere Roadtrips durch die Vereinigten Staaten und erstellte eine Dokumentation des „American Life“, die in ihrer scheinbaren Banalität die Zeitgenossen zutiefst irritierte. Im ersten Teil gewährt die Ausstellung einen umfassenden Blick auf Shores bahnbrechende Arbeiten der 70er und 80er Jahre, im zweiten Teil erkundet die Ausstellung "Der rote Bulli. Stephen Shore und die Neue Düsseldorfer Fotografie", wie amerikanische Bildtraditionen die Schüler Bernd Bechers an der Düsseldorfer Kunstakademie beeinflussten - etwa Andreas Gursky, Thomas Struth, Candida Höfer, Thomas Ruff, Axel Hütte, Laurenz Berges oder Boris Becker.
- Die Ausstellung läuft vom 11. September bis 16. Januar 2011. Das NRW Forum ist dienstags bis sonntags von 11 bis 20 Uhr, freitags bis 24 Uhr geöffnet. Eintritt: 5,80 Euro, ermäßigt 3,80 Euro.