Forscher fordern bessere Medienselbstkontrolle im Netz
19.02.2010 | 16:49 Uhr 2010-02-19T16:49:00+0100
Dortmund.Die Medienselbstkontrolle muss im Internet-Zeitalter neu geregelt werden. Sie soll besseren Schutz vor Verleumdung bieten. Wie die Kontrolle aussehen könnte, steht im Mittelpunkt eines Forschungsprojektes von Dortmunder Medienwissenschaftlern.
„Uns geht es darum, alte und neue Formen der Medienselbstkontrolle auf den Prüfstand zu stellen“, erklärte Journalistik-Professorin Susanne Fengler. Sie koordiniert das Projekt. Es wird von der EU mit 1,5 Millionen Euro gefördert Beteiligt sind 12 vorwiegend europäische Partner, aber auch aus Jordanien und Tunesien. Das Projekt zielt auf medienpolitische Empfehlungen für EU-Gesetzgeber. Politiker sollen laut Fengler für die Notwendigkeit von Medienselbstkontrolle sensibilisiert werden.
Das Projekt „MediaAct“ unter Leitung des Erich-Brost-Institutes für internationalen Journalismus der TU Dortmund läuft dreieinhalb Jahre.
Wie Medienselbstkontrolle künftig aussehen soll, blieb strittig. Der österreichische Forscher Matthias Karmasin forderte eigene ethische Standards für Blogger. Dem widersprach Mercedes Bunz vom britischen „Guardian“. Online- und Print-Journalisten seien denselben Regeln verpflichtet. Hilfreich seien jedoch redaktionsinterene Ombudsleute, um Fehler wirksam zu korrigieren.
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