Filmstiftung NRW muss sparen

Düsseldorf..  Noch immer ist die Film- und Medienstiftung NRW stolz, 2014 mit über 36 Millionen Euro im Vergleich zu Bayern und Berlin/Brandenburg noch mit der höchsten Fördersumme in Deutschland aufwarten zu können. Doch das ist bald vorbei, wie Geschäftsführerin Petra Müller gestern vor der Presse bestätigte. Der WDR wird wegen seiner Sparmaßnahmen schon 2015 drei Millionen weniger an die Stiftung überweisen. Bis 2017, so Müller, müsse man dann mit 4,1 Millionen Euro weniger auskommen.

Dabei kann die Stiftung mit großen Erfolgen beim Film aufwarten. Die drei erfolgreichsten Fördertitel 2014 („Der Medicus“, „Stromberg“, „Nicht mein Tag“) lockten 7,7 Millionen Zuschauer ins Kino. Insgesamt verteilte die Stiftung ihr Geld auf 429 Projekte, darunter 130 Spielfilme und 51 Dokumentarfilme. Gut eine Million ging an „innovative Inhalte“ wie Games, Apps und Internet-Vorhaben.

Bei der Förderung von TV-Produktionen, so Müller, will man künftig verstärkt Qualitätsserien bedenken. Renommierprojekt ist dabei mit 600 000 Euro die Winzersaga „Weinberg“ (Erstausstrahlung bei TNT), die in NRW entsteht.