: Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Im Kino regnet's animierte Hamburger!
Flint Lockwood ist ein Genie. Der überdrehte Erfinder hat eine Maschine entwickelt, die Wasser in Nahrung verwandelt. Auf seiner kleinen Heimatinsel hat er bereits etliche Köstlichkeiten vom Himmel regnen lassen. Flints Nachbarn sind begeistert und der Bürgermeister reibt sich bereits die Hände. Schon bald dürften schaulustige Touristen in Scharen auf die Insel strömen. Von Flint fordert er daher immer üppigere und kompliziertere Mahlzeiten. Doch darauf ist die kleine Maschine nicht ausgerichtet. Das Wetter droht zu kippen.
In «Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen» spielen die Trickfilmkünstler von Sony Pictures Animation mit dem Essen. Mal gibt es Schneewehen aus Softeis, mal stürmt es Salz und Pfeffer. Das klingt reichlich kindisch. In Wahrheit legen die Animationsstudios jedoch einen gewaltigen Reifeprozess an den Tag.
Inhaltlich wie optisch der bislang stimmigste Sony-Trickfilm
Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Deutscher Kinostart: 28. Januar 2010
Regie: Chris Miller und Phil Lord
Eine Animation, freigegeben ab sechs Jahren
Nach «Jagdfieber» und «Könige der Wellen» ist «Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen» sowohl inhaltlich als auch optisch der bislang stimmigste Sony-Trickfilm. Vor allem in der 3-D-Version, die parallel zur klassischen Variante ins Kino kommt, präsentiert der Film eine beeindruckende Insellandschaft, die mit viel Liebe zum Detail aufwartet.
Im Schatten von James Camerons «Avatar» dürfte es dennoch schwierig sein, das Publikum allein mit dreidimensionalen Effekten zu überzeugen. Doch das hat der Film auch gar nicht nötig. Das Spiel mit der räumlichen Tiefe ist bloß ein zusätzlicher Bonus, der den Zuschauer noch stärker ins Geschehen eintauchen lässt.
Gewitzte Handlung, liebenswerte Figuren
«Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen» überzeugt bereits durch eine gewitzte Handlung und durchweg liebenswerte Figuren. Der überdrehte Erfinder Flint Lockwood ist dabei natürlich an erster Stelle zu nennen. Zu ihm gesellen sich der raffgierige, aber irgendwie auch putzige Bürgermeister sowie eine smarte Meteorologin vom Festland. Sie verdreht Flint nicht nur den Kopf, sondern hilft ihm auch dabei, das drohende Wetterchaos im Zaum zu halten.
Der heimliche Star der Geschichte ist allerdings Flints Vater, eine Art ruhender Pol in den aufkeimenden Wirbelstürmen aus Spaghetti-Bolognese. Er repräsentiert die Generation der alten Insulaner, die in aller Muße dem Fischfang nachgehen und nichts weiter als ihre Ruhe wollen. Hinter seinen buschigen Augenbrauen strahlt er eine ungeahnte Gemütlichkeit aus. Zudem sorgen seine seltsamen Seefahrerweisheiten für Lacher.
Von dem etwas albern klingenden Titel sollte sich also niemand abschrecken lassen. «Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen» ist ein glänzender Animationsfilm für alle Generationen. Damit schließt Sony endgültig die Lücke zu Blue Sky («Ice Age»), Pixar («Wall-E») und Dreamwoks («Shrek»). (ddp)



























