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Theater-Festivals

Festivals in Hülle und Fülle

23.04.2009 | 09:19 Uhr

Essen. Auf „Westwärts” in Bonn folgen die Ruhrfestspiele, die „Stücke”-Tage und noch einige Theatertreffen mehr. Die Duisburger Akzente eröffnen mit "Schwarze Jungfrauen II" von Feridun Zaimoglu.

Den Auftakt für die Bühnenfestivals in NRW machte am vergangenen Wochenende „Westwärts”. Noch bis 30. April läuft das Treffen in Bonn mit sechs Inszenierungen von Theatern an Rhein und Ruhr.

Zehn messerscharfen Monologen

Übermorgen, am 25. April, startet dann in Duisburg die 32. Ausgabe des Theatertreffens im Rahmen des Kulturfestivals Akzente. Die finden in diesem Jahr unter dem Thema „Bosporus - Tor der Kulturen” statt. Das erste Stück trägt den Titel „Schwarze Jungfrauen II - Die Sehnsucht brennt sich in mein Herz” und wurde von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel geschrieben. In Berlin interviewte Zaimoglu junge muslimische Frauen und formte ihre Lebensberichte zu „zehn messerscharfen Monologen”. Auch in den anderen Stücken setzen sich Regisseure und Schauspieler mit den Problemen einer Migrantenkultur auseinander. Ein Höhepunkt des Treffen dürfte die Inszenierung von Orhan Pamuks Roman „Schnee” sein. In dem Stück geht es um den Dichter Ka, der ins ostanatolische Kars reist, um eine Reportage über eine Reihe von Selbstmorden junger Frauen zu schreiben und um seine Jugendliebe Ipek wiederzusehen. Bis 13. Mai gibt es eine Reihe von Aufführungen türkischer und deutscher Theater-Bühnen in Duisburg, wo laut Kulturdezernent Karl Janssen ein Fünftel aller Einwohner einen türkischen Migrationshintergrund hat.

Am 1. Mai starten die Ruhrfestspiele in Recklinghausen, die diesmal unter dem Leitthema „Nordlichter” stehen. Das Festival will nach den Worten von Leiter Frank Hoffmann den Besuchern „die Welt des Theaters aus dem europäischen Norden näher bringen”. Autoren wie Henrik Ibsen, August Strindberg, Ingmar Bergmann, Per Olov Enquist und Jon Fosse versprechen bis zum 14. Juni großartiges Theater - und auf der Bühne stehen Schauspieler wie Maximilian Schell, Josef Bierbichler, Hans-Michael Rehberg oder Angela Winkler. Außerdem auf dem Spielplan: Eine „musikalische Möbelsaga” mit dem Titel „Das Wunder von Schweden” in der Regie und musikalischen Leitung von Erik Gedeon.

Zielgruppengerecht Spannung

Sibylle Berg kommt mit ihrem Stück "Die goldenen letzten Jahre" zu den Mülheimer Theatertagen. (c) imago

Weiter geht es im Festivalreigen vom 15. Mai bis 6. Juni mit den 34. Mülheimer Theatertagen „Stücke”. Teilnehmen werden unter anderem Sibylle Berg mit ihrem Stück „Die goldenen letzten Jahre”, Lutz Hübners „Geisterfahrer” und Elfriede Jelinek mit „Rechnitz (Der Würgeengel)”.

Vom 17. bis zum 22. Mai läuft das Kinder- und Jugendtheatertreffen NRW, das diesmal im Westfälischen Landestheater in Castrop Rauxel stattfindet. Das Motto lautet „QUERgeschaut” und die Titel der ausgewählten Stücke versprechen zielgruppengerecht Spannung, Spaß und Diskussionsstoff. „Bagdad brennt!” heißt eines der Stücke, ein anderes „Invasion”.

Beitrag zum Frieden

Das Globe-Theater in Neuss. © 2008 Stadt Neuss, Kulturamt

Für Freunde von William Shakespeare wird Neuss vom 5. bis zum 30. Juni zum Ziel. Dann läuft dort das Shakespeare-Festival im Nachbau des Londoner Globe-Theaters und präsentiert zahlreiche Inszenierungen. Neun Ensembles aus vier Ländern führen im hölzern-schlichten Theaterbau 13 Shakespeare-Stücke auf. Neben dem seit Jahrzehnten nicht mehr auf deutschen Bühnen gespielten „König Heinrich VIII.”, der vor genau 500 Jahren den englischen Thron bestieg, kommen nach Angaben von Kulturreferent Rainer Wiertz auch „Der Sommernachtstraum” sowie „Romeo und Julia” nach Neuss.

Im August beendet die diesjährige RuhrTriennale den Reigen der Theaterfestivals. Bis 11. Oktober erforscht die Triennale unter dem neuen Intendanten Willy Decker das Judentum. Der Spielplan wird erst Ende dieses Monats präsentiert. Klar ist indes schon jetzt, dass in den beiden kommenden Spielzeiten 2010 und 2011 die islamische Kultur und der Buddhismus Thema des Festivals sein werden. Im Vorfeld hieß es, eine Triennale „mit dieser Thematik kann einen Beitrag leisten zum Frieden, zur Verständigung zwischen den Kulturen, zur gegenseitigen Achtung und zum belebenden, nicht abgrenzenden Austausch". epd

Andreas Rehnolt

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Kommentare
27.04.2009
14:35
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von | #3

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27.04.2009
14:30
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von | #2

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27.04.2009
14:27
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von | #1

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