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Kampfprogrammierung

ZDF wehrt sich gegen WDR-Kritik

17.01.2009 | 14:54 Uhr

Dortmund. Das ZDF wehrt sich gegen die Kritik des WDR, am Mittwochabend ein atrraktives Kampfprogramm gegen Spielfilme zu setzen.

Quotenstark: Der Film "Gott schützt die Liebenden" mit Iris Berben. (Foto: ZDF)

ZDF-Sprecher Walter Kehr sagte der WR am Donnerstag, die kürzlich von WDR-Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff geäußerte Kritik sei ein "uralter Hut". Kehr räumte ein, das Zweite sende mittwochs durchaus quotenstarke Spielfilme. So lief auf diesem Sendeplatz die Simmel-Verfilmung "Gott schützt die Liebenden" mit Iris Berben. Kehr machte aber geltend, ein derartig populäres Programm gebe es nur an "acht Terminen im Jahr".

Kehr verwies darauf, auch die ARD müsse sich dem härter gewordenen Wettbewerb im Fernsehmarkt stellen.

Zugleich ging der Sender-Sprecher in die Offensive. Der im vorigen Oktober in den Ruhestand gegangene ARD-Programmchef Günter Struve habe dafür gesorgt, dass das Erste am Freitagabend gleich zwei "Tatort"-Episoden gegen das "heute-journal" und die Kultursendung "aspekte" gesetzt worden seien.

Erst hieß es, das sei ein "Provisorium", sagte Kehr. Inzwischen scheine es aber eine Dauerlösung geworden zu sein.

Ferner verwies Kehr darauf, dass ARD habe mit Stefan Mross' Volksmusiksendung "Immer wieder sonntags" am Sonntagmorgen ein ähnliches Format gegen die ZDF-Traditionsshow "Fernsehgarten" gesetzt.

Kulenkampff hatte die Mittwochsprogrammierung des ZDF bei der Vorstellung der WDR-Spielfilme für das Erste als unfreundlichen Akt dargestellt.

Jürgen Overkott

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