Wie Andreas Schmidt-Schaller Englisch lernte
04.09.2009 | 07:18 Uhr 2009-09-04T07:18:00+0200
Essen. Das ZDF beglückt Krimi-Fans am Freitag mit "Soko Leipzig" in Spielfilmlänge. Die deutschen Ermittler haben diesmal mit den britischen Kollegen von "The Bill" zu tun. Aber: Was tun, wenn man kaum Englisch kann? Andreas Schmidt-Schaller erzählte Jürgen Overkott über seinen Crash-Kurs.
Sie haben für eine deutsch-britische Koproduktion eines „Soko“-Specials Englisch gelernt. Wie war der Unterricht?
Andreas Schmidt-Schaller: Sehr lustig formuliert, Ihre Frage. Ich habe mir meine Texte Wort für Wort eingeprägt. Aber ich hatte Unterstützung. Meine Tochter war für ein Jahr in Amerika.
Sie selbst sind im Osten aufgewachsen. Da stand Englisch nicht gerade ganz vorne auf dem Stundenplan.
Andreas Schmidt-Schaller: Es war aber nicht so, dass wir dort kein Englisch lernen konnten. Auf der Erweiterten Oberschule war das kein Problem. Meine Mutter sprach gut Englisch, ich selbst habe mich aber für Französisch entschieden.
Wie war’s bei den Dreharbeiten?
Andreas Schmidt-Schaller: Schön (kleine Pause) und schön anstrengend. Ich habe geschwitzt – und das, obwohl wir Sprechtrainer dabei hatten. Aber es kommt ja nicht nur darauf an, die Sätze richtig zu sagen, sondern auch auf die Betonung, die Emotion.
Mit jeder Sprache verbinden wir auch etwas Emotionales. Woran denken Sie bei Englisch?
Andreas Schmidt-Schaller: Englisch ist sehr direkt, knapp, zupackend. Das gefällt mir. Im Gegensatz dazu wirkt das Deutsche doch eher umständlich, sehr erklärend, vielleicht allzu sehr erklärend.
Man sagt, wir seien das Volk der Dichter und Denker. Ich glaube aber, wir sind eher das Volk der Bürokraten und Juristen.
Andreas Schmidt-Schaller: Das ist etwas boshaft gesagt. Aber Sie haben in einem Punkt Recht: Deutsch ist oft sehr umständlich. Das ist ein Ergebnis der Aufklärung.
Finden Sie Lessing umständlich?
Andreas Schmidt-Schaller: Neeeeein. Aber zur Aufklärung gehören eben auch viele Erklärungen.
…und jetzt sehen Sie Drehbücher nach dem Motto: Wat jestrichen ist, kann nicht durchfallen.
Andreas Schmidt-Schaller: Der Zuschauer wird doch oft unterschätzt – der ist gar nicht so dumm, wie manche Drehbuch-Autoren glauben.
Wie lief denn die Zusammenarbeit mit dem britischen Kollegen?
Andreas Schmidt-Schaller: Fantastisch. Wir haben vor den Dreharbeiten bei einem Abendessen zusammengesessen, und wir haben uns gut verstanden. Das gilt auch für meinen britischen Kollegen Simon Rouse und mich. Wir haben direkt in die Augen gesehen und wussten, mit uns funktioniert das. Da brauchten wir gar keine Sprache.
17:38
Oh ja!! Auf jeden Fall. Andreas Schmidt-Schaller und SOKO Leipzig 4-ever!!
LG :-)
13:00
sehr guter schauspieler --- ;-))