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Wie Lena Meyer-Landrut "The Voice Kids" gewinnen will

07.02.2015 | 16:08 Uhr
Lena Meyer-Landrut hat 2015 viel vor: Neues Album, neue Tour, Fernsehformate.Foto: imago

Essen.  2010 schoss sie mit ihrem „Satelliten“ wie ein Komet in die Musikumlaufbahn. Zuletzt wurde es stiller um Lena Meyer-Landrut. 2015 erscheint ihr neues Album. Und auch bei The Voice Kids wird die 23-Jährige wieder in der Jury sitzen. Im Interview verrät sie auch, wie sie sich am liebsten entspannt.

Musikalisch war es in den vergangenen Jahren um Lena Meyer-Landrut ruhig. Die 23-Jährige arbeitete an einem neuen Album. Im Mai soll es in den Plattenläden stehen. Außerdem wird die Wahl-Kölnerin auch in diesem Jahr wieder in der Jury der Castin-Show „The Voice Kids“ platznehmen. Und überhaupt, in diesem Jahr ist der Terminkalender proppevoll.

Sie haben viel vor in 2015. Wie hoch ist der Stressfaktor schon?

Lena Meyer-Landrut: Das ist Stress im positiven Sinne. Für mich geht das neue Jahr richtig gut los. Ich habe wieder viel zu tun in der Öffentlichkeit und nicht nur im Hintergrund. Im vergangenen Jahr habe ich fast nur im Studio gearbeitet, jetzt ist auch mal wieder die Öffentlichkeit dran.

Henning Wehland hat sich aus der „The Voice Kids“-Jury verabschiedet und vorher zweimal den Sieg mit seinem Team geholt. Wird es in diesem Jahr Zeit für einen Sieg von Team Lena?

Meyer-Landrut: Es ist natürlich klar, dass jetzt nicht Johannes und vor allen Dingen nicht Mark gewinnen können. Ich bin bereit für den Sieg.

Wie viel Zeit hat ein Coach tatsächlich für die Arbeit mit seinen Talenten und wie viele Co-Trainer braucht ein Coach, um ein Team führen zu können?

Meyer-Landrut: Co-Trainer habe ich zwei. Einmal den Vocal-Coach, der von Anfang an dabei und schon an der Vorauswahl der Kinder beteiligt ist, die es überhaupt in die Blind-Auditions schaffen. Zu jedem Team gehört ein eigener Vocal-Coach, in meinem Team ist das Naomi van Dooren-Appel und dazu habe ich noch – wie in den vergangenen beiden Jahren – meinen Side-Coach Maya Saban. Mir hilft das sehr, denn wir verbringen viel Zeit mit den Talenten und so kleben die Kids nicht nur an meinen Lippen, sondern können auch von den anderen beiden wichtige Tipps bekommen.

Lena Meyer-Landrut bei der 16. Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2014 im Coloneum. Foto: imago

Aus meiner Erfahrung der vergangenen beiden Staffeln kann ich sagen, dass wir anderthalb bis zwei Wochen komplett mit den Talenten verbringen. Es ist aber nicht so, dass man alle den ganzen Tag auf einem Haufen beisammen hat. Für die Kids gibt es genaue Vorgaben, welche „Arbeitszeiten“ sie haben dürfen und wie lange sie wo sein dürfen. Und so mache ich an diesen Tagen dann „Talente-Hopping“ von einem Battle ins nächste und versuche zu helfen, wo ich kann. Wir sind dann mit drei Trainern und drei Talenten in einem Raum und arbeiten zusammen. Wir sind ein paar Stündchen zusammen, üben, quatschen, beantworten Fragen. Außerdem bereiten wir die Bühnen-Performance vor und suchen gemeinsam die Klamotten für den Auftritt aus. Ich versuche schon, den gesamten Prozess dabei zu sein und die helfende Hand zu reichen.

Wir Fernsehzuschauer als Laien glauben oft, unglaubliche Entwicklungen bei den jungen Talenten zu erkennen. Wie sieht das für Sie als Profi aus? Wie sehr überrascht Sie das?

Auch 2015 ist Lena Meyer-Landrut wieder Jury-Mitglied bei The Voice Kids. Foto: imago

Meyer-Landrut: Man sieht schon eine enorme Entwicklung. Das liegt daran, dass hier unglaublich viele professionelle Leute arbeiten. Das fängt schon damit an, dass hier viele Psychologen sitzen, die den Kindern helfen, mit der Bühnensituation klarzukommen. Einige sind natürlich tierisch aufgeregt und wenn man ihnen einfach Mut zuspricht und hilft, verschwindet die Aufregung und das macht einen schon besser. Dann haben wir hier ganz tolle Vocal-Coaches, die den Kindern helfen, sich weiterzuentwickeln. Viele der Kinder hatten noch nie Gesangsunterricht oder sind noch nie aufgetreten. Da hilft es oft schon, wenn jemand nur einen kleinen Tipp geben kann – zum Beispiel mal aus dem Bauch zu atmen – und plötzlich hört sich die Stimme ganz anders an. Das ist schon enorm. Da wird der Zuschauer nicht in die Irre geleitet, sondern das ist tatsächlich so. Für die Kinder ist es auch das Schöne, dass sie wahnsinnig viel an Erfahrung und Spaß gewinnen.

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Das hier hat schon fast historischen Wert: Kurz nach ihrem Sieg in Oslo verrät Lena Meyer-Landrut, bei welcher deutschen Ikone sie in Ohnmacht fallen würde.

Zuletzt haben Sie viele Kinder-Projekte gemacht. Kindermusik aufgenommen, an Kinder-Castingshows gearbeitet, waren Synchronsprecherin in Kinderfilmen. Woher kommt dieses große Interesse, mit Kindern zu arbeiten?

Meyer-Landrut: Mir macht es einfach riesigen Spaß. Es ist ja nicht so, dass ich nur mit Kindern arbeite, ich mache ja auch noch ganz viele andere Sachen. Man kann Kinder mit Musik fördern und Kindern es macht ihnen großen Spaß. Und der Spaß ist für die Entwicklung einer der wichtigsten Faktoren. Ich finde es schön, Kinder glücklich zu machen.

Was unterscheidet The Voice Kids von anderen Castingshows für Kinder außer, dass Lena Meyer-Landrut in der Jury sitzt?

Meyer-Landrut: Ich würde sagen, dass sich bei The Voice Kids tatsächlich um die Kinder gekümmert wird. Der Zuschauer wird nicht hinters Licht geführt. Hier wird nicht so extrem auf die Tränendrüse gedrückt wie bei anderen Casting-Formaten. Es geht um die Stimme und darum, sich stimmlich weiterzuentwickeln – und eben nicht darum, ob man ein schlimmes Familienschicksal durchlebt hat. Und selbst wenn man es hat, wird es hier nicht öffentlich gemacht und ausgeschlachtet.

In diesem Jahr kommt Ihr neues Album auf den Markt. Warum mussten die Fans diesmal so lange warten?

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Das hier hat schon fast historischen Wert: Kurz nach ihrem Sieg in Oslo spricht Lena Meyer-Landrut mit uns über ihren Handy-Klingelton und verrät, bei welcher deutschen Ikone sie in Ohnmacht fallen würde.

Meyer-Landrut: Diesmal habe ich mir einfach die Zeit genommen. Ich wollte es so lange ausreizen, bis ich total zufrieden mit allem war. Es ist das vierte Album und ich wollte keinen Schnellschuss machen, nur weil es gerade gut läuft. Jetzt ist es so geworden, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Lieder sind fertig, jetzt muss nur noch produziert werde und dann freu ich mich auf die Veröffentlichung im Mai.

Brauchten Sie für sich diesen langen Entwicklungsprozess, nachdem die ersten drei Alben innerhalb von nur drei Jahren auf den Markt kamen?

Meyer-Landrut: Ich habe mir die Zeit genommen, meinen Geschmack und meine Musikrichtung zu festigen. Ich war viel in Los Angeles, London und Berlin unterwegs. Das war notwendig. Hätte ich es schneller gemacht, wäre es vielleicht auch gegangen, aber ich wäre dann nicht so zufrieden damit gewesen.

Viele Musiker haben sich zuletzt im Ausland aufgehalten, um neue Dinge auszuprobieren und neue Inspiration zu finden. War das bei Ihnen auch so?

Meyer-Landrut: Auf jeden Fall. Ein englischer Songwriter schreibt anders als ein deutscher und ein amerikanischer schreibt wieder ganz anders. So kommen völlig unterschiedliche Dinge heraus und das hat mir sehr geholfen.

Was ist Ihnen dabei besonders hängen geblieben?

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Meyer-Landrut: Die Art und Weise, mit Musik und mit der Sprache umzugehen und auf Texte zu achten. Man ist anders an die Sachen herangegangen und hat schneller Ergebnisse gefunden. Ich hatte das Gefühl, dass die Leute in Amerika ein bisschen ehrlicher waren und eher gesagt haben, dass Dinge kein Potenzial haben, obwohl man einen halben Tag lang daran gearbeitet hat. Dann wartet man noch einen Tag, hört sich das noch mal an und entscheidet. Hier in Deutschland gibt es oft eine höfliche Zurückhaltung und man traut sich nicht ehrlich zu sein, wenn es mal beim gemeinsamen Songschreiben nicht so gut läuft. Manchmal verbringt man zwei, drei Tage zusammen und versucht etwas aufs Blatt zu bekommen, aber es klappt nicht. Dann traut sich oft keiner zu sagen, dass etwas nicht stimmt oder die Chemie nicht richtig ist. Das habe ich in Los Angeles gelernt, auch zu sagen, wenn etwas nicht klappt und man etwas besser abbrechen sollte.

Auf dem neuen Album gibt es deutlich mehr elektronische Einflüsse. Gibt es eine neue Seite von Lena Meyer-Landrut?

Meyer-Landrut: Dass es etwas elektronischer ist, beschreibt das glaube ich schon weitestgehend. Ich gehe nicht in eine komplett neue Richtung. Ich bleibe mir, meiner Stimme und dem, was ich so mache, treu. Es ist eine Weiterentwicklung durch ein paar Einflüsse von Außerhalb.

Für das erste Album gab es Doppel-Platin, Platin für das Zweite, Gold für das Dritte. Setzt man sich selbst unter großen Druck, das vierte Album auch zum ausgezeichneten Erfolg zu machen?

Meyer-Landrut: Na klar hofft man, dass das Album nicht total floppt. Den Druck macht man sich selbst, denn was man macht, will man gut machen. Wenn es am Ende schlecht wird, ärgert man sich und ist traurig. Wenn ich zu Hause stundenlang an einem Auflauf koche und am Ende will ihn keiner essen, dann bin ich auch traurig. Jetzt habe ich fast zwei Jahre an dem Album gearbeitet und natürlich wünsche ich mir, dass das auch jemandem gefällt.

Lena verzaubert das FZW

 

In diesem Jahr planen Sie viele Live-Auftritte in der Festival-Saison. Suchen Sie wieder das direkte Feedback der Fans – von der Mattscheibe wieder auf die Matschwiese?

Meyer-Landrut: Ich will auf jeden Fall ein paar Festivals spielen und eine Tour ist auch geplant, denn das ist jedes Mal ein besonderes und emotionales Erlebnis für mich.

Wenn man so viel macht – Fernsehauftritte, Werbeaufnahmen, Studioaufnahmen, Konzerte – wie entspannt man dann?

Meyer-Landrut: Am allerbesten einfach mit Nichtstun. Zu Hause hinsetzen, mit dem Hund am Rhein spazieren gehen. Was zu Essen bestellen, Filme schauen, Serien gucken – all das, was andere Menschen auch zum Entspannen machen. Ich möchte all das machen, was so normal wie möglich ist.

Viele Menschen haben Ihren Aufstieg live im Fernsehen verfolgt. Stefan Raab war lange Zeit Ihr Mentor. Ist er auch heute noch ein wichtiger Ratgeber?

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Meyer-Landrut: Ehrlich gesagt nein. Aber ich glaube, wenn ich ihn jetzt anrufen würde und seinen Rat bräuchte, dann bin ich sicher, dass er sofort an meiner Seite stehen und mir helfen würde. Ich schätze seine Meinung sehr, aber mein Mentor oder derjenige, der mich durch alle Geschichten begleitet, ist er nicht.

 

Felix zur Nieden

Kommentare
07.02.2015
21:01
Wie Lena Meyer-Landrut "The Voice Kids" gewinnen will
von calumjoshua | #1

Wer um Gottes Willen war noch mal Lena M-L?????
Muss man das wissen?

6 Antworten
Wie Lena Meyer-Landrut "The Voice Kids" gewinnen will
von Michael200669 | #1-1

Wer, wie sie, so einen Mist schreibt. Weiß wer Lena Meyer-Landrut ist. Leute wie sie, sind einfach nur langweilig und armselig.

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1-2

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Wie Lena Meyer-Landrut "The Voice Kids" gewinnen will
von habverstanden | #1-3

von Michael200669 | #1-1 Freund von ihr Sie hat sich leider mit ihrer gescheiterten Titelverteidigung von Raab verbrennen lassen.

Wie Lena Meyer-Landrut "The Voice Kids" gewinnen will
von kikimurks | #1-4

@habverstanden

Dafür, dass sie "verbrand" sein soll, hat sich das dritte Album aber gut verkauft. Sie ist nur beim Normalmaß angekommen.

@calumjoshua

Wer Lena M-L ist? Eine Sängerin, die etwas geschafft hat, was nur eine andere Deutsch zuvor geschafft hat. Muss man das wissen? Muss man nicht! Die Tatsache, dass Sie hier kommentieren, zeigt aber, dass Sie ein gewisses Interesse mitbringen. Ansonsten hätten Sie ja wohl kaum den Link angeklickt.

Wie Lena Meyer-Landrut "The Voice Kids" gewinnen will
von TeresaBlau | #1-5

kikimurks | #1-4, zum Album Stardust hatte Lena zwei TV Auftritte. Einmal bei Stefan Raab in den Werbepausen und einmal im Frühstücks TV bei Sat1. Und ein Liveauftritt auf einem Festival Insgesamt wurden mit Downloads 22000 Alben verkauft.

Wenn das "Normalmaß" ist, dann liegt die Hürde aber sehr niedrig. Außerhalb von Deutschland kennt wohl kaum jemand die Frau, geschweige denn kauft Platten von ihr

Vergleichen Sie die TV Auftritte, Konzerte, verkauften Alben mit denen von Helene Fischer

Wie Lena Meyer-Landrut "The Voice Kids" gewinnen will
von Dilbert0815 | #1-6

@TeresaBlau
Zählen sie lieber noch mal nach, ist ja blamabel (für sie).
Allein im sommer 2013 war Lena auf mindestens 5..6 festivals, neben ihrer eigenen tour im Frühjahr.
Zum TV, da wären schon mal mindestens 2 Schlag den Raab ausgaben (Stardust + Neon), und eine komplette TV Total woche mit drei auftritten. Mogenmagazine bei ARD UND Sat1 und mehrere auftritte im NDR (Talk Show, DAS!).
Im Frühjahr gings dan für 2. und dritte single mit TV auftritten weiter. Aber das sollten sie schon selbst wissen.

Und für 22.000 kriegt man kein Gold wie Stardust bekam. Dazu braucht man nachweis über 100.000 alben, bzw 200.000 singles.

Wenn sie schon mit Helene vergleichen, dann bitte mit vergleichbaren jahren. Also bei Lena dann halt mit 2010/11 vergleichen. Niemand weiss wo Helene in 5 jahren steht ;)

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2015-02-07 16:08
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