Verbot von "Ultimate Fighting"-Sendungen rechtswidrig

Fans können Kampfsportveranstaltungen der Mixed Martial Arts demnächst vielleicht nicht mehr nur live - wie hier bei "We love MMA" in Oberhausen - sondern auch wieder im deutschen Fernsehen verfolgen.
Fans können Kampfsportveranstaltungen der Mixed Martial Arts demnächst vielleicht nicht mehr nur live - wie hier bei "We love MMA" in Oberhausen - sondern auch wieder im deutschen Fernsehen verfolgen.
Foto: Fabian Strauch / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nach einem Gerichtsurteil könnten Wettkämpfe der Ultimate Fighting Championship (UFC) bald auch in Deutschland wieder zum TV-Programm gehören.

München.. Die Kampfsportwettkämpfe der Ultimate Fighting Championship (UFC) könnten bald wieder im deutschen Fernsehen zu sehen sein. Das Verwaltungsgericht München erklärte ein Ausstrahlungsverbot der Sendungen durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) für rechtswidrig (AZ.: M17K10.1438). Das sagte ein Sprecher des Gerichts am Freitag. Die BLM habe die UFC-Sendungen pauschal verboten und nicht zwischen einzelnen Ausstrahlungen differenziert.

Die Landeszentrale bezeichnete die Entscheidung des Gerichts als "irritierend" und kündigte an, in Berufung zu gehen. Zudem stehe eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig noch aus, ob die Klage gegen das Verbot überhaupt zulässig sei. Die BLM hatte 2010 seine Genehmigung für UFC-Sendungen aufgehoben. Dagegen hatte das amerikanische Unternehmen Zuffa geklagt, das hinter der UFC steht.

Sport1 wird vorerst keine UFC-Wettkämpfe übertragen

Die UFC ist der weltgrößte Veranstalter von Kampfsportveranstaltungen der Mixed Martial Arts (MMA). Kritiker des Sports fordern seit langem ein Verbot dieser Veranstaltungen, bei der es auch zu Schlägen und Tritten gegen bereits am Boden liegende Gegner kommen kann. UFC-Sendungen werden nach Veranstalterangaben in 129 Ländern übertragen und erreichen rund 800 Millionen Fernsehhaushalte.

Vollkontaktsport Der Fernsehsender Sport1 wird vorerst keine UFC-Wettkämpfe übertragen. Der Spartenkanal hatte bis April 2010 drei Formate der umstrittenen Kampfsportart im Programm, ehe die BLM die UFC-Sendungen untersagte. "Unsere Verträge sind aber abgelaufen. Deshalb planen wir keine Übertragungen", sagte ein Sport1-Sprecher am Freitag. (dpa)