TV-Mann macht wieder Schlagzeilen
01.08.2010 | 17:17 Uhr 2010-08-01T17:17:00+0200
Essen.Jörg Kachelmann ist seit Donnerstag wieder frei. Schon das Medienaufgebot vor dem Knast in Mannheim machte deutlich: Die Verfolgung des Wettermoderators geht weiter. Neue erotische Details aus dem Privatleben braucht das Land.
So verwundert es nicht, dass sich – unterstützt von dem medienerfahrenen Moderator selbst – die Meldungen über ihn am Wochenende überschlugen. Von einem neuen Ermittlungsverfahren berichtet der „Focus“. Drei Tage nach Kachelmanns Verhaftung wegen des Verdachts der Vergewaltigung am 20. März sei eine Mail in Mannheim eingegangen. Darin beschuldigte eine Ex-Freundin Kachelmann, sie 2001 misshandelt zu haben. Kachelmann-Anwalt Reinhard Birkenstock bestätigte die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.
In einem Spiegel-Interview, in dem Kachelmann, genau wie in dem Fernseh-Interview, das er am Wochenende gab, noch einmal seine Unschuld beteuerte und über sein Leben im Knast, die Kakerlaken und seinen Job als Kloreiniger plauderte, macht Birkenstock der Staatsanwaltschaft Mannheim Vorwürfe: Sie wollte „mit gezielten Durchstechereien an die Medien seinem Mandanten schaden“. Birkenstock erklärt auch, dass er eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Staatsanwälte eingelegt habe, weil sie bereits Mitte Mai Anklage erhoben haben, obwohl das Gutachten, das den Vergewaltigungsvorwurf erhärten sollte, erst am 31. Mai auf den Schreibtischen in Mannheim landete.
Am Wochenende wurde auch bekannt, dass Kachelmanns Medienanwalt Rolf Höcker vom Springerverlag Schmerzensgeld in Höhe von 2,25 Millionen Euro verlangt. Gegenüber dieser Zeitung hatte Höcker, nachdem „Bild“ ein Foto Kachelmanns mit bloßem Oberkörper im Innenhof der JVA veröffentlicht hatte, erklärt, dass er eine Klage wegen Persönlichkeitsverletzungen vorbereite.
„Trotz der Aufhebung des Haftbefehls sieht die Kammer das Verfahren im Hinblick auf den schwerwiegenden Tatvorwurf weiterhin als eilbedürftig an“, teilte unterdessen der Mannheimer Pressestaatsanwalt Christian Hirsch mit. Der Prozess beginne, wie geplant, am 6. September.
00:33
Och, der arme Jörg. Jetzt wird auch noch in seiner Vergangenheit gewühlt ... tse, tse, tse. Selbstverständlich ist es für die Staatsanwaltschaft wichtig zu wissen, welche sexuellen Neigungen in der Vergangenheit ausgelebt wurden. Schließlich hat der Charmeur wegen Vergewaltigung und nicht wegen Diebstahl seinen Platz auf der Anklagebank gefunden. Und wenn Kachelmann seiner gefesselten Ex-Freundin mit einem Rohrstock auf den Po geschlagen hat, ist dies ein Hinweis für seine Vorlieben. Nach dieser Aktion war die Beziehung beendet, was für eine einseitige Neigung spricht. Zudem wird die Klägerin respektive Zeugin von den Gerichtspsychologen auf Herz und Nieren geprüft, wodurch heftige flashbacks ausgelöst werden (sofern sie die Wahrheit sagt). Na, dem sollte sich doch auch der Angeklagte unterziehen, wovor er sich bisher erfolgreich gedrückt hat. Was der Wahrheitsfindung dient, sollte offen auf den Tisch gebracht werden.
15:29
Das ist ja suess von Ralf!
Wer bitte hat solche Leichen im Keller seines Privatlebens?
Wenn eine Frau im Studium als Barfrau gearbeitet hat und heute als kompetente Politikerin arbeitet, nehmen es dieselben Ralfs zum Anlass, nach Rücktritt zu rufen. Und im Übrigen Ralf wichtig und unbedingt merken:
Vergewaltigung ist keine Privatsache!!!
von Martina, am 07.08.
10:23
Ich finde es ziemlich hinterlistig in der Vergangenheit des Herrn Kachelmann zu suchen...Hat nicht jeder von uns sein Privatleben? Hier Dinge zu behaupten, die evtl. vor Jahren mal passiert sind und für die sich diese Leute scheinbar dis dato nicht interessiert haben. Dies wohl nur unter dem Hintergrund, den Namen/Person Kachelmann in den Schmutz zu ziehen...Kann ich so nicht nachvollziehen