"The Voice of Germany" - Stefan Zielasko fühlt sich verfolgt
12.12.2011 | 07:41 Uhr 2011-12-12T07:41:34+0100
Essen. Stefan Zielasko kann die Aufregung um seine Person nicht nachvollziehen. Den Coaches von "The Voice of Germany" hatte er seine Popstars-Vergangenheit erst verschwiegen. Jetzt fühlt sich der Moerser Lehrer verfolgt. ProSieben/Sat.1 ließen Stefan Zielasko offenbar mit Zusammenschnitt ins offene Messer rennen.
Kein Kandidat bei "The Voice of Germany" polarisiert bei den Fans so sehr wie Stefan Zielasko . Nachdem er bei den "Blind Auditions" seine Popstars-Vergangenheit erst verschwiegen hat, ist im Internet eine Welle der Entrüstung gestartet. Die einen finden die Kritik an Stefan Zielasko völlig überzogen. Die anderen bezeichnen ihn als Lügner, der aus der Castingshow "The Voice of Germany" bei Prosieben/Sat.1 geschmissen werden sollte.
Stefan Zielasko bricht der Streit um Popstars-Vergangenheit das Herz
Und was sagt Stefan Zielasko zu der Diskussion? "Es ist eine traurige Maschinerie, die gerade in Gang gesetzt wird. Und das auf dem Rücken eines Mannes, der das (so denke ich doch) nicht verdient hat. Es bricht mir das Herz...", schreibt der Lehrer der Anne-Frank-Gesamtschule aus Moers auf seiner Facebook-Fanseite von "The Voice of Germany".
Das war in der 6. Folge der Blind Auditions von "The Voice of Germany" am Freitag passiert: Stefan Zielasko hat mit seiner Version von "Nur in meinem Kopf" (Andreas Bourani) die Jury um Nena, The BossHoss, Xavier Naidoo und Rea Garvey von den Stühlen gerissen. Alle Jury-Mitglieder wollten den Düsseldorfer in ihrem Team für die am Donnerstag startenden Battles haben.
Erster Eklat bei "The Voice of Germany"
Dann folgte der verhängnisvolle Dialog: Xavier Naidoo fragt Stefan Zielasko, ob er vor Publikum singe. Das verneint der in Düsseldorf lebende Lehrer: "Ich habe überhaupt keine Bühnenerfahrung." Die Coaches bei "The Voice of Germany" sind baff. Rea Garvey: "Dass du überhaupt keine Bühnenerfahrung hast, ist unfassbar. Wo hast du vorher schon gesungen?" Daraufhin antwortet Stefan Zialsko, dass er lediglich in Karoke-Bars singe. Kein Wort davon, dass er 2004 an der "Popstars"-Staffel auf ProSieben teilgenommen hat. Das hat im Netz eine Welle der Entrüstung entfacht.
Anfangs machte sich Stefan Zielasko auf seiner Facebook-Seite noch darüber lustig: "Ich finde es toll, dass Ihr Euch so anregend über den Auftritt unterhaltet ;-)) Auch über meine vorhandene oder nicht vorhandene Bühnenerfahrung. das ist Fernsehen.... ;-)" Einen Tag später merkt er beim Thema Bühnenerfahrung, dass "der Unterschied zwischen keine und ein wenig echt gravierend sein kann ;-))". Am Sonntag wird ihm das Ausmaß seines Auftritts klar: Der gebürtige Dortmunder werde "als Lügner deklassiert".
ProSieben lässt Stefan Zielasko ins offene Messer laufen
ProSieben versucht derweil zu retten, was zu retten ist. In einem Statement auf der "The Voice of Germany"-Fanseite stellen sie klar, dass Stefan Zielasko weder der Produktion noch den Coaches gegenüber ein Geheimnis daraus gemacht hat, dass er schon mal Kandidat bei Popstars gewesen sei. So habe es nach dem Auftritt folgenden Dialog gegeben: Rea Garvey: "Und du hast keine musikalische Erfahrung?" Stefan Zielasko: "Ich hab vor Jahren mal bei einer Castingshow mitgemacht, leider ohne Erfolg.
Hat dieser Dialog tatsächlich stattgefunden, so muss sich ProSieben den Vorwurf gefallen lassen, dass Stefan Zielasko durch den Zusammenschnitt ins offene Messer gelaufen ist. Schließlich hat "The Voice of Germany " bei der Vorstellung der Kandidaten stets die Herkunft und die künstlerische Vergangenheit vorgestellt.
Für ProSieben habe Stefan Zielasko deshalb auf die Fragen "Hast du Bühnenerfahrung?" ganz richtig mit "Nein" geantwortet: "Seine Teilnahme an Popstars hat er gegenüber der Produktion nicht verschwiegen. Wir haben sie in der Sendung allerdings nicht thematisiert", so ProSieben-Sprecher Christoph Körfer auf DerWesten-Anfrage.
Donnerstag starten die "Battle-Shows" von "The Voice of Germany"
Warum Stefan Zielasko auf die Nachfragen der "The Voice of Germany"-Jury seine Popstars-Vergangenheit verschwieg, ist unklar. War er in der Aufregung nach der positiven Resonanz einfach nur unkonzentriert oder gab es einen Grund für die Lüge? Mit diesem Eklat ist zumindest die Aufmerksamkeit für "The Voice of Germany " vor den am Donnerstag startenden Battle-Shows weiter gestiegen.
15:45
Ganz einfach: The Voice hatte in Amerika nach einem guten Auftakt mit dem Blind Auditions einige seiner schlechtesten Quoten bei den "Battle Rounds". Dieser Kandidat war nunmal die letzte Blind Audition und musste für den kritischen Übergang in die nächste Showphase für Aufmerksamkeit und Schlagzeilen sorgen.
Wenn der angebliche Dialog wirklich zusammengeschnitten wurde, dann hat Pro 7 / Sat 1 das offenbar bewusst so laufen lassen - denn sobald der/die Sender das Gespräch zwischen Sänger und Jury komplett zeigt, hievt die BILD-Zeitung nicht mehr "Nenas Schummler" (eigentlich Xaviers) als "Zuschauerver*rscher" auf die Titelseiten.
Die dürre Pressemitteilung der Sender ohne "Videobeweis" nach 3 Tagen zeigt doch eigentlich, dass das durchaus köcheln soll. Wer seinen Kandidaten schützt, verliert die Schlagzeilen - und eigentlich zerstört The Voice damit die von Kritikern aufgebaute Aura der moralisch einwandfreien Talentsuche als Gegenbewegung zu DSDS & Co. ...aber wie gesagt: diesen Heiligenschein hat The Voice sich nicht selber gegeben, es wurde nur von außen dafür bejubelt, dass diverse trashige RTL-Stilmittel offenbar hier nicht vorkamen. Bisher.
Aber offenbar waren alle Folgen schon vorab fertig geschnitten und blieben auch unverändert - inkl. der moralischen Tretmine in Folge 6.
20:27
Oder den ganzen Verstand bei der Gran-Canarias-Karaoke am Garderobenhaken abgegeben?
Mensch, Mensch, Mensch, Herr Zielasko. Was lassen Sie sich auch mit ProSiebenSat.1 und BILD ein? Sind Ihnen all die Jahre Warnung vor Trash-TV nicht auch schon mal zu Ohren gekommen?
Auch wenn es nicht hilft, und mein Kommentar wahrscheinlich total überflüssig ist. Ich kann nur eines sagen: Selbst Schuld !!
15:25
Nu Pagadi war eine Totgeburt. So wenig Zuschauer wie die beim Casting hatten, da kann man nicht von Bühnenerfahrung sprechen.
12:25
die die Welt nicht braucht
11:14
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09:50
Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass bei dem Teilnehmer (2.Audition) Benni Martell erwähnt wurde, dass er schon Teilnehmer bei DSDS war
09:42
Ganz gleich, ob Pro Sieben hier irgendjemanden hat "ins Messer rennen" lassen: Zu beobachten ist mal wieder eine mangelnde Medienkompetenz der Menschen.
Dass ausgerechnet ein Lehrer so naiv mit einer Millionenöffentlichkeit umgeht, indem er z.B. die Diskussionen auf seiner Facebook-Seite noch dümmlich-überheblich anstachelt, ist unfassbar.
Sicher mag man es kritisieren, dass die Sender künstlich Spannungen schaffen, und vielleicht mal jemand anders zusammengeschnitten wird, als er es für vorteilhaft hält - nein, schön ist das nicht.
Aber man kann sich an zwei Fingern abzählen, dass es auch in einer Show, wo es ja nuuuuuuuur um die Stimme geht, zu solchen Abläufen kommt. Da kann man sich nicht einfach wie ein naives kleines Kind hinstellen und sagen "Aber ich wollte doch nur öffentlich ein Liedchen singen, und nun sind alle blöd zu mir!"
Wenn man sein Privatleben und/oder seine Vergangenheit für sich behalten möchte, dann geht man nicht ins Fernsehen, so einfach ist das. Auch nicht, wenn man "nur singen" will.
09:41
gibt es eigentlich so wenige Nachrichten, daß DERWESTEN mit so nichtigen Problemen aufmachen muß?
08:43
Wer guckt sich so sinnfreie Sendungen eigentlich an und glaubt dabei ernsthaft, dass nicht allse im Voraus geplan und abgesprochen ist?
Ein solcher Patzer, wie ein Möchtegern-Star, der zwischen den verschiedenen Formaten ausgeliehen wird, verwundert da wenig...