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The Voice of Germany

„The Voice of Germany“ läutet das Ende der Castingshows ein

13.12.2012 | 15:57 Uhr
„The Voice of Germany“ läutet das Ende der Castingshows ein
Sie kämpfen im Finale um den Titel "The Voice of Germany" - Isabell Schmidt (v.r.,23, Greifswald), James Borges (24, Rumelange/Luxemburg), Michael Lane (26, Dorfhaus) und Nick Howard (30, New York-London-Berlin)Foto: Sat.1 Prosieben Bernd Jaworek

München/Köln.   Am Freitag steigt das Finale der Castingshow „The Voice of Germany“ bei Sat.1. Zuletzt blieb das Zuschauer-Echo hinter den Erwartungen zurück. Jetzt muss die Talentsuche auch noch gegen Günther Jauch und das RTL-Format "5 gegen Jauch" antreten.

"The Voice of Germany “ (Sat.1, 20.15 Uhr) geht zu Ende. Zu Ende geht aber viel mehr: das Zeitalter der Castingshows. Dabei hatten es die Programmmacher von ProSieben und Sat.1 so gut gemeint. Sie wollten dem Dauerkrawall von DSDS bei RTL etwas Seriöses entgegensetzen. Doch das Publikum zog längst nicht so gut mit, wie von den Münchner Sendern erhofft. Kein Wunder, dass RTL ausgerechnet ein weiteres Promi-Special von „5 gegen Jauch“ (20.15 Uhr) dagegenprogrammiert.

Im Finale von „The Voice of Germany“ treten die vier Team-Sieger gegeneinander an – eine Multi-Kulti-Truppe. Isabell Schmidt (23) ist Deutsche, Michael Lane (26) US-Amerikaner, Nick Howard (30) Brite, James Borges (24) Luxemburger. Schade, dass Brigitte Lorenz (42), die temperamentvolle Rocksängerin aus dem Revier, vorzeitig ausschied.

Durchweg professionelles Niveau bei "The Voice of Germany"

Dass das Zuschauer-Interesse ausgerechnet zum Ende der zweiten Staffel von „The Voice of Germany “ nachließ, hat nichts mit der Qualität der Show zu tun. Im Gegenteil: Die Kandidaten boten durchweg professionelles Niveau. Immer wieder gab es Gänsehaut-Momente. Die Jury-Mitglieder konkurrierten auf unterhaltsame Weise miteinander. Zugleich gingen sie respektvoll mit den Bewerbern um.

Zur Feier des Tages engagierte Sat.1 drei Superstars: Nelly Furtado, Leona Lewis und nicht zuletzt Robbie Williams. Die Promis treten in dieser Ballung sonst nur bei Großereignissen wie „Wetten, dass..?“ auf.

Wie weit die Final-Quoten letztendlich über dem Senderschnitt von Sat.1 – zuletzt zehn Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen, neun Prozent beim Gesamtpublikum – liegen, muss abgewartet werden.

Sat.1 ist bescheiden geworden

Das abflauende Interesse an „The Voice of Germany “ ist kein Einzelfall. Alle anderen Castingshows mussten in diesem Jahr Einbußen hinnehmen: „Popstars“ bei ProSieben, „X Factor “ bei Vox, ja selbst die Marktführer DSDS und „Das Supertalent “. Nach einem guten Jahrzehnt geht dem wettbewerbsorientierten Fernsehgenre die Luft aus.

The Voice of Germany
The Voice of Germany - Casting mit Niveau

Die Castingshow "The Voice of Germany" auf ProSieben und Sat.1 war der Überraschungshit im deutschen Fernsehen. Eine Castingshow mit Niveau war bis zum Start von "The Voice of Germany" undenkbar. Infos, News und Storys zur Show gibt es hier.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber hat bereits die Konsequenzen daraus gezogen. Der ESC-Vorentscheid „Unser Star für Malmö“ zieht sich im kommenden Jahr nicht länger über mehrere Ausgaben hin. Vielmehr bittet die ARD am 14. Februar zu einem einzigen Abend in Hannovers TUI-Arena.

Dennoch lässt sich Sat.1 nicht beirren. Fürs kommende Jahr hat der Bällchensender eine dritte Staffel von „The Voice of Germany “ angekündigt. Wie auch anders? Angesichts zahlreicher Flops in diesem Jahr ist Sat.1 bescheiden geworden.

 

Jürgen Overkott



Kommentare
17.12.2012
07:37
„The Voice of Germany“ läutet das Ende der Castingshows ein
von Pepper2805 | #5

Zunächst einmal kann man The Voice nicht mit Senden wie DSDS oder X-Factor (ganz grausam) vergleichen. Das Konzept, die Coaches - alles stimmt nach wie vor.

Dass mein Interesse im Laufe der Sendung dieses Jahr nachgelassen hat liegt ganz einafch daran, dass nicht einer der Kandidaten in den letzten 3 Sendungen auch nur annähernd charismatisch war. Isabelle wer? James wer? Sorry, ist mir keiner von hängegen geblieben. Da erinnere ich mich doch gern an Percival oder auch an Ivy. Leute, die nicht nur Paradiesvögel mit ausgezeichneten Stimmen waren, sondern auch eine ganz besondere Ausstrahlung hatten

Einige wenige waren auch in diesem Jahr dabei, die das Potenzial dazu hatten - aber die wurden leider zu früh ins Aus geschickt.

Das Gesamtpaket muss stimmen - und das stimmt auch leider bei dem Sieger - Nick wer? - überhaupt nicht. Sehr schade.

15.12.2012
13:56
„The Voice of Germany“ läutet das Ende der Castingshows ein
von MKVertreter | #4

Oh Mann - nur 3,42 Millionen haben sich das Finale gestern angeschaut. Und das trotz teurer Superstars wie Robbie Williams, Leonal Lewis oder Emeli Sandé...Vielleicht sollte man die Blind Editions bis zum Ende beibehalten, denn da stimmte die Quote noch ;-)

15.12.2012
11:29
Werbeboykott
von MariusM34 | #3

Das Problem bei TVOG ist für mich überhaupt nicht das Casting-Format. Ich bin als Zuschauer vom Fernseher zunächst ins Internet geflüchtet, als in der 2. Staffel Sänger und Juroren zum schmückenden Beiwerk der Fernsehwerbung wurden. Im Internet drängte mir Pro Sieben dann diese unsägliche Kampagne mit dem Werbeblocker auf. Nein, lieber Sender, ich werde meinen Werbeblocker nicht ausschalten, denn der ist in mein Antivirenprogramm integriert und hat die Zahl der Cookies und auch die Zahl der in manche Werbung auch integrierten Schädlinge bislang erfreulich reduziert. Da nützt es auch nichts, wenn Sie mir vor jedem Video der Sendung immer wieder minutenlang das Gleiche erzählen. Sollte es bei der nächsten Staffel ähnlich viel Werbung geben und diese Kampagne im Internet weiter laufen, verzichte ich ganz auf die Sendung und lese dann lieber in der WAZ und im Focus Live-Ticker nach, was passiert ist. Auf der Seite von Universal gibt es dann kostenfrei die Videos der Gewinner.

14.12.2012
23:29
„The Voice of Germany“ läutet das Ende der Castingshows ein
von aehmja | #2

Ich find das Format "The Voice" eigentlich echt gut. Das Problem war leider, dass die Sendungen sehr lange und häufige Werbeblöcke hatte. Das nächste Problem ist dieser Thore. Doris ist ja noch recht charmant, leider hat sie einen undankbaren Job, immer den Notar zu fragen und die Kandidaten.
Nick hat gewonnen, er kann echt gut singen. Gebt ihm ein echt gutes Lied und dann wird er auch was werden!

Ich würde The Voice im nächsten Winter mir auch noch einmal ansehen, wenn der Moderator ein anderer ist und weniger Werbung läuft.

14.12.2012
21:44
„The Voice of Germany“ läutet das Ende der Castingshows ein
von darkblu2006 | #1

Da hoffe ich ja mal drauf das dieser Mist endlich zu Ende geht .Man kann auch die Richter und Privatdetektive absetzen ,ach ja und Frauen tauschen muß auch nicht mehr sein ....bitte !!!

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