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„The Voice Kids“: Mark Forster gab Coach Sasha Musik-Tipps

04.02.2016 | 15:30 Uhr
„The Voice Kids“: Mark Forster gab Coach Sasha Musik-Tipps
Musiker Mark Forster ist zum zweiten Mal bei „The Voice Kids“ als Coach dabei. Foto: Andre Kowalski

Berlin.  Mark Forster ist auch 2016 Coach bei „The Voice Kids“. Im Interview hat er verraten, was er den Talenten und Coach-Neuling Sasha rät.

Bereits zum zweiten Mal ist Musiker Mark Forster als Coach bei „The Voice Kids“ dabei. Er nimmt neben der alteingesessenen Lena Meyer-Landrut und Coach-Neuling Sasha auf dem berühmten Dreh-Sessel Platz. Mit unserer Redaktion sprach Forster über die talentierten Kids, den Kampf um den Titel und über seine eigenen musikalischen Pläne.

Was ist das Besondere an „The Voice Kids“?

Mark Forster: Das, was ich so sehr an dem Format mag, ist, es geht hier nicht darum ein Star zu werden. Das ist nicht das Ziel der Sendung. Es geht darum eine Entwicklung zu erleben und einen großen Moment herzustellen. Das ist hier ganz cool, wie eine Klassenfahrt für die Talente – mit einem extrem kompetenten musikalischen Crash-Kurs und vor allem mit einer ganz coolen Erfahrung.

„The Voice Kids“ geht in die nächste Runde: Mark Forster (l.), Lena Meyer-Landrut (M.) und Sasha (r.) sind als Coaches dabei. Foto: Andre Kowalski

Es ist mittlerweile die zweite Staffel, an der Sie teilnehmen. Ist bereits Routine eingekehrt?

Forster: Obwohl es die zweite Staffel für mich ist, gibt es ja viele Neuerungen. Die Talents sind alle neu und mit Sasha habe ich einen neuen Konkurrenten um den Titel. Ich glaube aber, wenn es die erste Staffel für einen ist, dann ist es sehr schwer zu gewinnen. Und da Lena das letzte Mal gewonnen hat, glaube ich, dass der Titel dieses Mal auf jeden Fall zu Team Mark kommt.

Was macht Sie da so sicher?

Forster: Ich habe mir ein bisschen was vorgenommen vor der Staffel. Ich will um die absoluten Top-Talente noch härter kämpfen. Ich lasse mir jetzt kein Talent mehr abschwatzen. Mal sehen, ob es dann für den Sieg reicht.

Mit welchen Mitteln wollen Sie um die Talente kämpfen?

Forster: Mit allem, was ich so zu bieten habe: Erst einmal mit nett reden, natürlich auch mit fachlicher Kompetenz und wenn es gar nicht anders geht mit betteln. Das muss man immer spontan und vom Einzelfall abhängig machen.

Mark Forster gab Sasha Tipps zu aktueller Musik

Gibt es auch Kids, bei denen man merkt, dass sie extrem darauf aus sind, später in der Musikbranche Karriere zu machen?

Forster: Dieser Spirit der hier herrscht, der hat wirklich etwas von Landheim und Klassenfahrt. Der steht bei den Kids total im Vordergrund. Es passiert wirklich selten, dass die Kinder lange traurig sind, wenn sie nicht weiterkommen. Sie freuen sich einfach für ihre Freunde, die weitergekommen sind und finden es eher schade, dass die Zeit hier vorbei ist.

Haben die Kids denn auch langfristig noch untereinander Kontakt und gibt es Freundschaften, die entstanden sind – vielleicht während der letzten Staffel?

Forster: Ja, es gibt eine richtige The-Voice-Kids-Alumni-Community. Die Kinder der früheren Staffeln sind auch immer wieder zu Besuch und schauen sich die Blind Auditions, Battles und das Finale an. Dort sehen wir sie dann natürlich.

Hatten Sie Tipps für Ihren neuen Coach-Kollegen Sasha?

Forster: Natürlich stehen wir gerne mit Rat und Tat zur Seite, aber Sasha ist ja seit vielen Jahren einer der größten Sänger – vor allem auch international – den es in Deutschland gibt. Inhaltliche Tipps muss ich Sasha natürlich nicht geben. Er kennt sich nur nicht so gut aus in den aktuellen Charts. Da musste ich ihm schon erklären, wer jetzt zum Beispiel Ariana Grande ist.

Neu mit bei „The Voice Kids“ dabei, ist Musiker Sasha. Foto: Andre Kowalski

Haben Sie bei Ihrem Neueinstieg bei „The Voice Kids“ damals Tipps bekommen?

Forster: Ich wurde damals offen aufgenommen von Lena und Johannes, aber tatsächlich gibt es dieses Konkurrenz-Denken. Jeder einzelne von uns hat Lust zu gewinnen und sich die stärksten Talente unter den Nagel zu reißen. Zu viel geholfen wird dann natürlich nicht.

Apropos Konkurrenzdruck untereinander – fliegen da auch mal die Fetzen oder ist das alles nur für die Kameras?

Forster: Hinter der Bühne ist es natürlich total friedlich, wir sind ja alle auch miteinander befreundet. Aber ich merke schon ab und zu, wenn ich am Proben bin mit den Talenten, dass da Sashas Tolle um die Ecke blitzt. Der steht bei mir schon unter Spionageverdacht. Und andersrum habe ich auch überall meine Augen und Ohren auf dem The-Voice-Gelände. Klar, wir gönnen uns da nichts. Aber ich glaube, mir droht da keine große Gefahr durch Sasha.

Wie lange arbeiten die Coaches in der Regel mit den Talenten zusammen?

Forster: Wir hängen wirklich viel mit ihnen ab. Ich hätte vorher auch gar nicht gedacht, dass man wirklich so viel Zeit mit den Kids verbringt. Wenn du mit den Kids so viel arbeitest, fällt es umso schwerer zu entscheiden, wer da weiterkommt.

„Kinder entwickeln sich brutal schnell“

Würden Sie manchmal lieber als Coach bei „The Voice“ anheuern?

Forster: Ich bin ganz glücklich bei den Kids, weil das hier so eine Unschuld hat, die echt ist. Es geht hier darum tolle Momente zu erleben und sich zu entwickeln. Und Kinder entwickeln sich brutal schnell. Das ist etwas, was ich vorher eigentlich vergessen hatte.

Was reizt Sie so an der Arbeit mit Kindern?

Forster: Es ist erst einmal eine dankbare Aufgabe, weil die alle total Lust haben. Wenn du mit zwölf Jahren schon so ein starker Sänger bist, dann bist du wissbegierig und hast Lust dich weiterzuentwickeln. Ich komme ja nicht oft in die Verlegenheit jemandem etwas beizubringen. Gleichzeitig hinterfragt man sich auch selbst und lernt etwas über sich.

Was bringt Sie zum Buzzern?

Forster: Ich habe am Anfang immer versucht strategisch zu denken à la: Jetzt brauche ich noch dies oder jedes für mein Team. Jetzt bin ich aber dazu übergegangen, dass ich buzzer, wenn mein Bauchgefühl mir sagt: ‚Ja, ich glaube das, was ich da höre‘ – und es löst etwas in mir aus.

Mark Forster will dieses Jahr die Show unbedingt gewinnen. Foto: Andre Kowalski

Wie gehen Sie taktisch vor, um sich die besten Talente zu sichern, aber nicht schon viel zu früh das Team voll zu haben? Kann man das relativ gut abschätzen?

Forster: Nein, das Problem ist, man bekommt ja auch nicht jedes Talent, das man will. Die werden einem ja manchmal abgeluchst, das sehe ich dann schon sofort. Alle Rapper gehen beispielsweise immer zu Lena. Ich weiß auch nicht, woran das liegt. Es ist mal so und mal so. Manchmal hat man einen Run und denkt sich, ‚Ohje, mein Team ist gleich voll‘. Aber ich habe auch schon Durststrecken erlebt, wo ich gebuzzert habe und fünf Talente hintereinander nicht bekommen habe. Das gleicht sich am Ende ganz gut aus.

Was macht Sie als Coach besonders und warum sollte man zu Ihnen gehen?

Forster: Das ist schwer zu sagen. Ich glaube es gibt Talente, die zu bestimmten Coaches am aller besten passen. Wenn man auf 90er-Jahre-Musik steht, dann kann man natürlich zu Sasha gehen. Wenn man auf Schminke steht, dann gerne zu Lena. Und wenn man auf coole Musik steht und Lust hat sich weiterzuentwickeln, dann ist Team Mark das richtige (lacht).

Schlagen die Kinder auch etwas vor oder kommt alles von Ihnen?

Forster: Bei den Battles ist es mit den Vorschlägen natürlich sehr schwierig, da drei Kids in einer Gruppe sind und man es nicht jedem recht machen kann. Da ist es am besten selbst etwas vorzugeben und das mache ich dann auch. Ab dem Halbfinale, wenn es die Einzeltalente sind, da kennt man sich dann schon und hat viel zusammen geprobt. Da bin ich dann ziemlich treffsicher.

Die Coaches haben ein Ziel: den Sieg mit nach Hause nehmen. Foto: Andre Kowalski

Gibt es etwas, dass Sie den Kindern mit auf den Weg geben – Tipps oder Ratschläge?

Forster: Ich habe im The-Voice-Kids-Alter damit angefangen und nie wieder damit aufgehört. Ich empfehle den Kindern, wenn sie Musik machen wollen, sich ein Instrument auszusuchen und zu versuchen einfach selbst Musik zu machen und zu schreiben. Ich denke, langfristig hilft das am aller meisten.

Mark Forster war schon immer Fan vom BuViSoCo

Sie sind selbst beim „Bundesvision Song Contest“ angetreten. Wie war für Sie der Auftritt und der Sieg? Und hat Ihnen die Teilnahme an dem Wettbewerb geholfen, die Situation der Kids zu verstehen?

Forster: Voll! Ich musste da total dran denken beim BuViSoCo. Ich konnte die Woche davor wirklich nicht schlafen und war so aufgeregt. Es ging dabei gar nicht unbedingt um die Fernsehsituation, das habe ich mittlerweile ja auch schon ein paar Mal gemacht, aber das Bewertet werden von Leuten, die dort anrufen, das hat mich schon sehr nervös gemacht. Nach dem Sieg war ich natürlich total erleichtert und habe mich sehr gefreut. Das hat mich den Finalisten bei „The Voice Kids“ schon näher gebracht. Ich weiß jetzt, wie das ist. Lena weiß es aber am aller besten, weil sie ja beim ESC mitgemacht hat – der größten Musik-Show der Welt – und da auch noch gewonnen hat.

Coach Lena Meyer-Landrut hat selbst Casting-Erfahrung. Foto: Andre Kowalski

Wissen Sie, wie es mit dem BuViSoCo weitergeht? Normalerweise müsste die Veranstaltung ja jetzt in Ihrem Bundesland Rheinland-Pfalz fortgesetzt werden.

Forster: Das weiß ich leider nicht, da muss ich leider an Stefan Raab verweisen.

Würden Sie sich denn wünschen, dass die Show weitergeht?

Forster: Klar, vom BuViSoCo war ich von Anfang an Fan. Ich finde es total cool, dass es in Deutschland solch einen Wettbewerb gibt und dort auch viele unbekannte Bands solch eine große Plattform geboten kriegen, sich im Fernsehen zu messen. Es gab wahnsinnig große Momente beim BuViSoCo: Sido setzt seine Maske zum ersten Mal ab. Peter Fox rettet die deutsche Popmusik, Mark Forster holt den Pott erstmals nach Rheinland-Pfalz. Viele Bands, die vorher gar nicht bekannt waren, sind dadurch groß geworden. Es wäre schade, wenn so etwas nicht weitergeht.

Kommen Sie neben der Arbeit bei „The Voice Kids“ eigentlich noch selbst zum Musikmachen?

Forster: Ja, ich arbeite schon seit Monaten an meiner neuen Platte und bin fleißig am Schreiben und Produzieren. Neben meiner Jurytätigkeit bei „The Voice Kids“ ist das meine Hauptbeschäftigung.

Soll Ihre Platte noch dieses Jahr erscheinen?

Forster: Ja, ich bin zuversichtlich, dass sie dieses Jahr rauskommt. Sie ist jetzt noch nicht fertig, man weiß nie, was passiert. Aber wenn alles so läuft, wie ich mir das vorstelle, dann glaube ich schon, dass zum Sommer eine neue Platte von mir kommt.

Haben Sie noch weitere Pläne für 2016?

Forster: Das sind ja schon ziemlich große Pläne eine neue Platte rauszubringen. Natürlich werden wir auch viel spielen und im Sommer viel unterwegs sein. Und Ende des Jahres gehen wir auf eigene Tournee. Also langweilig wird es nicht.

Janna Eiserbeck

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