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Interview

Mehmet Kurtulus: "Ich bin auf der Sonnenseite des Lebens"

05.04.2009 | 09:07 Uhr
Mehmet Kurtulus: "Ich bin auf der Sonnenseite des Lebens"

Marl. Tatort Grimme. Der Tatort-Fahnder Mehmet Kurtulus freute sich über den Publikumspreis der Marler Gruppe wie ein Schneekönig. Im Gespräch mit Jürgen Overkott ließ er seinen Gefühlen freien Lauf.

Mehmet Kurtulus und Moderatorin Barbara Schöneberger bei der Verleihung des 45. Adolf-Grimme-Preises. (c) AP

Ich habe Sie gerade mal ein bisschen beobachtet - Sie sind mit erkennbarem Spaß bei der Sache. Wie fühlen Sie sich im Augenblick?

Mehmet Kurtulus: (mit Nachdruck) Sehr gut (kleine Pause; zeigt nach oben zum Plexiglasdach), so wie das Wetter draußen. Ich bin zurzeit auf der Sonnenseite des Lebens.

So wie der Titel des “Tatortes” es nahe legt. - Was haben Sie gedacht, als der Anruf kam, Sie haben einen Grimme-Preis gewonnen.

Mehmet Kurtulus: Ich habe mich ganz besonders gefreut. Der Publikumspreis ist etwas ganz Besonderes. Es ist immer toll, wenn man überhaupt nominiert wird, klar. Aber der Publikumspreis unterstreicht die Liebe des Publikums zum “Tatort” - und die dauert seit 39 Jahren an.

Was hält eigentlich den “Tatort” immer jung?

Mehmet Kurtulus: (Pause) Oh, wow! Gute Frage! Die müssen Sie beantworten.

Gut zurückgegeben. Na, durch Leute wie Sie.

Mehmet Kurtulus: Vielen Dank.

Gerne. Ich habe Ihren “Tatort” mit Vergnügen gesehen. - Durften Sie die Figur des Cenk Batu mitentwickeln?

Mehmet Kurtulus: Ja, ich hatte die Ehre, mit am runden Tisch sitzen zu dürfen.

Sie haben den Lehm geknetet, aus dem der Kommissar wurde.

Mehmet Kurtulus: Der Lehm war ganz frisch, wir haben ihn gemeinsam geknetet.

Mir ist aufgefallen, dass Sie in Ihrem ersten “Tatort” badengegangen sind, Gott sei Dank nicht bei der Quote, sondern im Hallenbad. Sind Sie leidenschaftlicher Schwimmer?

Mehmet Kurtulus: Ehrlich gesagt nicht.

Mehmet Kurtulus als Kommissar Cenk Batu mit seinem Ermittler-Kollegen Uwe Kohnau (Peter Jordan) in der Tatort-Folge "Auf der Sonnenseite". © NDR/Georges Pauly

Haben Sie dafür trainiert?

Mehmet Kurtulus: Nö, auch nicht. Schwimmen kann doch jeder.

Noch mal zurück zu der Situation, in der Sie von Ihrem Preis erfahren haben. Was haben Sie in diesem Moment gemacht?

Mehmet Kurtulus: Ich habe mich sehr gefreut, habe meine Frau (Désirée Nosbusch; Red.) angerufen, ihr die freudige Nachricht mitgeteilt…

Sie haben gesagt: Schatz, wir gehen heute Abend essen…

Mehmet Kurtulus: (lacht) Na, so was Ähnliches. Hm, und dann habe ich (meine Agentin) Gunda Kniggendorf angerufen, und Richard Huber, den Regisseur.

Info
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Welche Preise greifen Sie jetzt an?

Mehmet Kurtulus: Sagen Sie mir’s.

Deutscher Fernsehpreis, vielleicht. Oder haben Sie Angst vor dem, weil Reich-Ranicki den Preis in die Tonne gehauen hat?

Mehmet Kurtulus: (denkt nach) Hm, ich lasse mich einfach mal überraschen. Ich glaube, wir sind heute schon sehr beschenkt worden.

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Jürgen Overkott

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