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Der "Tatort" bekommt 2013 gleich fünf neue Teams

23.12.2012 | 20:21 Uhr
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Der "Tatort" bekommt 2013 gleich fünf neue Teams
Das Dortmunder "Tatort"-Team startete 2012 seine Ermittlungen. 2013 kommen weitere neue "Tatort"-Kommissare hinzu.

Berlin.  Für den "Tatort" war 2012 ein bewegtes Jahr. Dazu gehörte der Start des Dortmunder Ablegers rund um Kommissar Peter Faber. In der Woche nach Weihnachten gibt es im Fernsehen weitere "Tatort"-Premieren - und 2013 wird es dann erst recht spannend.

Für "Tatort"-Fans wird 2013 ein ereignisreiches Jahr: fünf neue Teams gehen an den Start. Es gilt, den Überblick zu bewahren und sich im Kalender Termine anzustreichen. Die Schlagzahl ist erhöht. Mit 35 Erstausstrahlungen und viel Theater rund um die Krimireihe waren die vergangenen zwölf Monate bereits ein bewegtes "Tatort"-Jahr.

Am 27. Januar sendet die ARD den Fall "Melinda", der erste neue Saarbrücker "Tatort" mit Devid Striesow und Elisabeth Brück (als Jens Stellbrink und Lisa Marx). Und wahrscheinlich folgt am 10. März (der NDR bestätigt es noch nicht) der lang erwartete neue Hamburger "Tatort" mit Ermittler Nick Tschiller (gespielt von Til Schweiger) und seinem Kollegen Yalcin Gümer (Fahri Yardim).

Bringt Til Schweiger dem "Tatort" gute Quoten?

Til Schweigers "Tatort"-Kommissar wird Nick Tschiller heißen.Foto: dapd

Holt der actionreiche Schweiger-Premierenfilm "...und bist du nicht willig" von Regisseur Christian Alvart, in dem es um Kinderprostitution geht, sogar eine höhere Quote als die klamaukigen Münsteraner Rekord-Krimis mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers?

Ende 2013 geht in Erfurt das bislang jüngste Ermittlerteam (Alina Levshin (28), Friedrich Mücke (31) und Benjamin Kramme (30)) auf Verbrecherjagd, außerdem tritt Wotan Wilke Möhring als norddeutscher Ermittler Thorsten Falke an (der erste Fall spielt in Hamburg, trotzdem soll es keine Schweiger-Konkurrenz sein).

Und zu Weihnachten kommenden Jahres gibt es dann den ersten skurrilen Krimi aus Weimar mit Christian Ulmen und Nora Tschirner (er als vornamenloser Kommissar Lessing und sie als Kommissarin Kira Dorn). "Wir beide werden garantiert den weltbesten "Tatort" machen", sagte Ulmen kürzlich ganz unbescheiden der Zeitschrift "TV Movie".

2012 war das Jahr der "Tatort"-Meldungen

Was das ablaufende Jahr angeht, so ist sich die TV-Nation uneins: War 2012 ein gutes "Tatort"-Jahr oder eine harte Probe? Kaum eine Woche ohne News rund um die beliebte ARD-Krimireihe. Manchen Zuschauer hat das viele "Tatort"-Theater irritiert.

"Das fängt an, auch mich zu nerven", antwortete etwa (der ebenfalls manchen nervende) Thomas Gottschalk in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" einer Leserin, die von ihm wissen wollte, wie er sich die Liebe der Deutschen zum "Tatort" erkläre. Und "Stromberg"-Darsteller Christoph Maria Herbst gestand der Illustrierten "Bunte": "Ich habe da komplett den Überblick verloren."

Sieht das "Tatort"-Wachstum kritisch: Hessen-Kommissar Ulrich Tukur alias Felix Murot

Sogar einige "Tatort"-Kommissare zeigten sich verwundert: "Der "Tatort" ist eine Blase geworden", sagte Ulrich Tukur (der hessische Ermittler Felix Murot, der 2012 keinen Fall im TV hatte) im dpa-Interview. "Es gibt ja fast keine deutsche Stadt mehr über 100 000 Einwohner, die nicht über einen "Tatort"-Kommissar verfügte."

Was macht einen guten "Tatort" aus?

Der Berliner TV-Ermittler Dominic Raacke sagte dem "Focus", die ARD müsse aufpassen, "die Marke "Tatort" nicht immer weiter aufzublasen, am Ende platzt sie noch." Und auch der neue Dortmunder TV-Polizist Jörg Hartmann kritisierte im Magazin "In" die Ermittler-Inflation. "Ich finde es sehr schade, dass die meisten Kommissare keinen persönlichen Bezug mehr zum Ort der Ermittlungen haben."

Was einen guten "Tatort" ausmacht, ist eh umstritten. Die einen wollen es möglichst authentisch, die anderen so künstlich wie geht, einige mögen Krimis, wenn sie sozial engagiert sind, die anderen eher politisch unkorrekt, wieder andere wollen es lustig und die nächsten möglichst ernst oder experimentell. Tukur sagte: "Da muss man mal aus der Reihe fallen dürfen und bei aller Unterhaltung auch ein wenig anstrengen und den Zuschauer etwas höher springen lassen. Sonst wird am Ende alles seicht und beliebig."

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Kommentare
24.12.2012
16:04
Ja, ja, die Traditionen....
von KlaasJanBallermann | #6

Hier noch n paar Vorschläge:

Mülheim an der Ruhr hat 167.069 Einwohner (Stand: 30.06.2012)....

.... Helge Schneider hat schon mal nen guten Kommissar abgegeben!!

Zusammen mit Willi Landgraf das perfekte Team!!

Bottrop hat 116.127 Einwohner (Stand: 30.06.2012)....

.... da kämen als Kommissar-Trio Norbert Heisterkamp, Kelly Trump und DJ Hooligan in Frage!!

Im Gegensatz zu den anderen Tatort-Besetzungen alles "Kinder" der jeweiligen Stadt!!

In diesem Sinne....

.... entspannte und humorvolle Weihnachten!!

Blau-Weiße Grüße!!

24.12.2012
10:46
Der Tatort
von hapeer | #5

Für mich ist damit nun entgültig Schluss in Sachen traditionellem "Sonntagabend Tatort". Stattdessen habe ich (seit der letzten "durchgeknallten" Folge aus Münster) so eine Art persönliche Schwarze Liste, aufgrund derer ich mich entscheide, ob ich das TV-Gerät einschalte, oder nicht ... oder eben doch, und zwar "Rosamunde Pilcher"... hihihi.

Im übrigen: Vermutlich begründen die Tatort-Macher der ARD ihre Entscheidung mit dem üblichem Blablabla, etwa: Wir versuche damit, unseren Zuschauerkreis in alle Richtungen zu erweitern". O sancta simplicitas.

24.12.2012
10:38
Der Tatort
von hapeer | #4

Für mich ist damit nun entgültig Schluss in Sachen traditionellem "Sonntagabend Tatort". Stattdessen habe ich (seit der letzten "durchgeknallten" Folge aus Münster) so eine Art persönliche Schwarze Liste, aufgrund derer ich mich entscheide, ob ich das TV-Gerät einschalte, oder nicht ... oder eben doch, und zwar "Rosamunde Pilcher"... hihihi.

Im übrigen: Vermutlich begründen die Tatort-Macher der ARD ihre Entscheidung mit dem üblichem Blablabla, etwa: Wir versuche damit, unseren Zuschauerkreis in alle Richtungen zu erweitern". O sancta simplicitas.

24.12.2012
10:23
der tatort
von grautvorgarnichts | #3

ja,ja früher war alles besser...aber in diesem fall stimmt es!Es waren einfach die Drehbücher,die Geschichten waren glaubhafter,näher dran am Leben,einfach besser.Man denke an Kommissar Finke (Klaus ***********),oder Hans-jörg Felmy da wurden sich noch richtige Duelle geliefert,weil die anderen Rollen auch stark besetzt waren.Bester Tatort aller Zeiten "Peggy hat Angst" mit Karin Anselm!!!

24.12.2012
07:20
Der Tartort
von TVtotal | #2

na da weiß man wenigstens für welchen Blödsinn man die Zwangsabgabe zahlen muss....

23.12.2012
22:28
Der
von Karlot | #1

Neuer Tatort? Durbridge? "Der Nuschler".

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