Tatort kommt als Schweden-Krimi aus dem Saarland daher
22.01.2012 | 11:37 Uhr 2012-01-22T11:37:00+0100
Essen. Der Finne Hanni Salonen drehte im Saarland einen echten Schweden-Krimi. Düster und brutal ist der letzte "Tatort"-Fall am Sonntag (20.15 Uhr), den das Duo Brückner und Weber lösen muss. Die beiden gehen in der Folge "Verschleppt" mit Würde. Dennoch irritiert ihr frühes Ende. Die Geschichte sei angeblich "auserzählt".
Wer kennt das nicht? Lange dunkle Wintertage fördern die melancholische Stimmung. Im matten Kerzenlicht können sich Albträume eher Gehör verschaffen als bei strahlendem Sonnenschein. Der Finne als solcher, das ist bekannt, hat im Jahreszyklus wesentlich mehr dieser düsteren Tage abbekommen. Einen Einblick in die abgründigen kriminellen Energien gewährt Regisseur Hannu Salonen im „Tatort – Verschleppt“, Sonntag, 22. Januar, ARD, 20.15 Uhr.
Salonen bietet brutale Kost, für einen Tatort ungewöhnlich, für Freunde der spätsonntäglichen Schweden-Krimis eine frühe Überraschung.
In ihrem letzten Fall müssen die Saarbrücker Fernsehfahnder Franz Kappl (Maximilian Brückner) und Stefan Deininger (Gregor Weber) den Mord an einer jungen Frau aufklären, die jahrelang vermisst gemeldet war. Kappl und Deiniger wird schnell klar, dass das Mädchen entführt und in irgendeinem Verlies gefangen gehalten wurde. Als sie kurze Zeit später eine weitere junge Frau zwar lebend, aber völlig verstört in einem ähnlichen körperlichen Zustand wie die Tote finden, befürchten sie, dass der Täter noch mehr junge Frauen gefangen hält.
Die Drehbuchautoren Khyana el Bitar und Dörte Franke haben den beiden ungleichen Kommissaren zum Abschied ein filmisches Geschenk gemacht. Die Geschichte hat alle unerwarteten Wendungen, die ein guter Krimi braucht.
Dennoch irritiert die Umsetzung durch Regisseur Salonen zuweilen. Hektische Schnitte, fast unerträgliche Maschinengeräusche im Hintergrund, ein wenig zu viel Absurdität verlangen vom Betrachter Durchhaltevermögen. Mancher wird es als Kunst loben, ein anderer als nervig abstempeln.
Auch wenn die Beurteilung dieser „Tatort“-Episode unterschiedlich ausfallen wird, bleibt die Frage am Ende offen, warum die beiden Hauptdarsteller gerade jetzt die Kultreihe verlassen müssen. Der beim Saarländischen Rundfunk für den Tatort verantwortliche Redakteur Christian Bauer Geschichte von Brückner und Weber für „auserzählt“.
Striesow folgt
Das hat überrascht, weil die beiden erst seit 2006 in insgesamt nur acht Episoden, mit immerhin durchschnittlich acht Millionen Zuschauern, zusammen spielen. Im Gegensatz zum Beispiel zu den Dauerbrennern Ballauf und Schenk, die sich seit 1997 52-mal am selben Currywurst-Wagen getroffen haben. Im Saarland, so scheint es, wollte man die abrupte Veränderung. Ähnlich wie 2005, als man Jochen Senf nach 17 Jahren an der Saar über Nacht abservierte. Schaun wir mal, ob es besser wird. Ab der nächsten Folge, so viel ist klar, kommt David Striesow .
11:00
habe Verständnis für den Fernsehfahnder Stefan Deininger, diese Sendung ließ sich nur mit reichlich "Kümmerling"überstehen ! ein Glück es war die letzte Sendung mit den beiden Langweilern.
06:03
Trifft es wirklich zu, dass man als Vorgeladener damit rechnen muss, in die Magengrube geschlagen zu werden?
Man kann natürlich auch mit einem Telefonbuch auf den Kopf geschlagen werden.
Oder eine Treppe herunterfallen.
Oder gegen einen Türpfosten laufen.
Ist ja nicht so, als ob die Polizei ideenlos wäre!
05:25
Na endlich mal ein guter Tatort.
Diesmal hat sich das anschauen gelohnt.
01:54
Welch ein absonderlicher Driss. Eine an den Haaren herbeigezogene Story, nervende Zwischensequenzen und ein Ende bei dem man sich fragt ob Täter oder Drehbuchautor mehr geistig geschädigt ist.
Tatort aus Saarbrücken war immer irgendwie stark daneben. Der Sender sollte sich aus diesem Format zurückziehen.
"Eine an den Haaren herbeigezogene Story..."
Geht so. Erinnerte mich doch ein bisschen an Priklopil oder Fritzl.
Dazu eine recht gruselige Story, ich fühlte mich hervorragend unterhalten.
23:34
Was war das denn für eine Kameraführung. Da sind Videos bei VIVA und MTV ja noch ruhig und gesittet. Schwenken und zoomen und dabei versuchen, die sich bewegenden Personen im Bild zu halten, ging richtig in die Hose. Von der miserablen Tonqualität will ich überhaupt nicht reden.
Allein das hat mich abschalten lassen.