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Supernanny Saalfrank erkundet Lebensmodelle im Alter

17.01.2013 | 08:56 Uhr
Supernanny Saalfrank erkundet Lebensmodelle im Alter
Katharina Saalfrank

Essen.  Katharina Saalfrank ist in dem neuen Doku-Magazin „Expedition Familie“ im SWR mal nicht therapierend, sondern beobachtend unterwegs. In der Pilotfolge ging es ums Leben im Alter. Tragischer Höhepunkt. Einer ihrer Gesprächspartner stirbt während der Dreharbeiten an einem Herzinfarkt.

Denkt man an Wohnmodelle im Alter bleiben Bilder von kahlen Pflegeheimzimmern, Rollstühlen und Erwachsenenwindeln kaum aus. Die Deutschen werden älter und immer mehr sind am Ende ihres Lebens auf Hilfe angewiesen. „Supernanny“ Katharina Saalfrank zeigt in der Pilotfolge von „Expedition Familie“ , dass es für Senioren auch andere Möglichkeiten des Zusammenlebens gibt.

Vier Generationen unter einem Dach – was vor einigen Jahren noch die normale Zusammensetzung eines Haushaltes war mutet heute exotisch an. Familie Krepp betreibt in Eppingen ein 100 Jahre altes Hotel. Die rüstigen Urgroßeltern, Opa (der Geschäftsführer) und Oma, sowie die Tochter des Hauses mit Mann und Nachwuchs leben und arbeiten dort gemeinsam.

Familienzusammenhalt ist trotz Reibereien immer noch gut

Sophie, die Jüngste, wird tagsüber von ihrer Oma und der Uroma betreut, während die Enkelin Sandra im Betrieb mithilft. Die Urgroßeltern wohnen alleine, die anderen Familienmitglieder teilen sich eine Wohnung. Bei diesem engen Zusammenleben wundert sich sogar Katia Saalfrank: „Das ist ja eine Herausforderung.“

Trotz gelegentlicher Reibereien kommen alle gut miteinander klar. Und sollte es doch einmal so weit kommen, dass einer pflegebedürftig wird, steht für Enkelin Sandra fest: „Es wird niemand weggeben.“

Dies ist das Idealmodell. Die Alten kümmern sich um die Jungen, die Jungen später um die Alten. Würden alle Familien in Deutschland so leben, keiner dächte darüber nach, Altenpflegerinnen aus China zu holen. „Das Geheimnis der Familie Krepp ist, dass sie sich füreinander entschieden haben“, erklärt sich Katia Saalfrank diese Idylle.

Senioren-WG ist eine gute Zukunftsperspektive

Diese familiäre Lebensform wird in Deutschland wohl eine Ausnahme bleiben. Laut einer Studie möchten nur 16 Prozent der Deutschen mit ihren (erwachsenen) Kindern zusammenleben, so Saalfrank.

Wie ein Modell aus der und für die Zukunft wirkt die Senioren-WG in Bad Kreuzingen. Auf dem „Ponyhof“, einer ehemaligen Pension, leben 13 Menschen – meistens Alleinstehende -- im Alter zwischen 56 und 94 Jahren. Das Besondere: Sie leben nicht nebeneinander, sondern miteinander.

Es wird gemeinsam in der riesigen Küche im Erdgeschoss gekocht, gemeinsam auf der Terrasse Kaffee getrunken. Jeder ist für jeden da, sofern der andere das möchte. Die 94-jährige Marion fühlt sich in dieser Umgebung und der Gemeinschaft pudelwohl. Was mit ihr passiert, wenn sie pflegebedürftig werden sollte, weiß sie aber nicht.

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