"Super Nanny" wehrt sich gegen schwere Vorwürfe
16.01.2013 | 15:59 Uhr 2013-01-16T15:59:22+0100
Köln. Böse Vorwürfe gegen Katharina Saalfrank: Ein Online-Magazin behauptet, die ehemalige "Super Nanny" habe in ihrer Sendung eine Jugendliche zu Gewalt angestiftet. Zudem soll die Redaktion einen Hund vergiftet haben, um die Sendung spannender zu machen. Saalfrank wehrt sich - vor Gericht.
Die ehemalige "Super Nanny" Katharina Saalfrank wehrt sich gegen negative Berichterstattung. In einem Beitrag im Online-Magazin "Fernsehsehkritik TV" wird der 41-Jährigen unter anderem vorgeworfen, sie habe eine Jugendliche in ihrer Sendung zu Gewalt angestiftet. Die Redakteure hätten außerdem einen Hund vergiftet, um Spannung in die Sendung zu bringen. Saalfrank klagt gegen die Hamburger Produktionsfirma Alsterfilm, die auch hinter dem Online-Magazin steht. Am Mittwoch begann der Prozess vor dem Landgericht Köln.
Konkret geht es um einen Beitrag auf "Fernsehkritik-TV" von September 2011. Darin wird eine Familie interviewt, die 2008 bei der RTL-Sendung "Die Super Nanny" mitgemacht hatte. In der Sendung gibt die Pädagogin Saalfrank Familien Erziehungstipps.
Die Super Nanny klagt auf Unterlassung in sieben Punkten
Die Tochter der Familie erzählt auf "Fernsehkritik-TV" unter anderem, Saalfrank habe sie aufgefordert, ihren Bruder zu provozieren, um ihn aggressiv zu machen. Während der Dreharbeiten ist außerdem der Familienhund gestorben. Die Mutter äußert den Verdacht, das Drehteam habe den Hund vergiftet, damit etwas in der Sendung passiere.
Ab Mitte Januar wird Katharina Saalfrank eine neue Sendung im SWR bekommen. In der Premiere von "Expedition Familie" soll es ums Älterwerden gehen. Dafür besucht Saalfrank unter anderem eine Wohngemeinschaft für ältere Menschen.
Insgesamt klagt Saalfrank auf Unterlassung in sieben Punkten und wegen Verdachtsberichterstattung. Zum Prozessauftakt war sie nicht anwesend. Das Gericht wird voraussichtlich im März den nächsten Verhandlungstermin bekanntgeben. Das Gericht sah in einer ersten Bewertung keine Satire in dem Beitrag.
Ende 2011 wurde die letzte Folge der "Super Nanny" ausgestrahlt. Im SWR sollte am Mittwochabend Saalfranks neue Sendung "Expedition Familie" (20.15 Uhr) starten. (dpa)
10:57
Ein Schelm, wer hier Schleichwerbung für die neue Sendung vermutet...
07:34
"Ende 2011 wurde die letzte Folge der "Super Nanny" ausgestrahlt. Im SWR sollte am Mittwochabend Saalfranks neue Sendung "Expedition Familie" (20.15 Uhr) starten."
Ahhhhhhhh, natürlich. Da versucht sich jemand ja wohl anscheinend rechtzeitig - medienwirksam - wieder in Szene zu setzen und die Medien satteln auch noch auf!!!
17:04
Schön, dass der Fernsehkritik-Beitrag nochmal Aufmerksamkeit bekommt! Ich kann nur jedem empfehlen, ihn sich anzuschauen und sich selbst ein Bild von den Vorwürfen zu machen und worauf sie basieren.
Mich persönlich hat der Beitrag überzeugt, und ich habe RTL seitdem aus meiner Senderliste gelöscht.
aber nicht merken, da du sicher keinen Haushalt mit "GfK-Meter" hast.
aber das war auch eher als Selbstschutz gedacht. Erspart mir manches Aufregen beim Durchzappen.
brauchte ich keinen derartigen Artikel, die Inhalte allein reichen mir dafür völlig aus.
16:48
Interessant sind auch die Erfahrungsberichte der Frauentausch-Opfer, die dort zu sehen sind.
Würden Sie die evt. verlinken? Das wäre supernett !
Ich kenne schon einen Bericht von einer Familie ,die als Asselige Computerspieler dargestellt wurde , deren Vater brach in Tränen aus . Gibt es noch weitere ?
16:32
Alles was auf RTL und SAT1 als sogenannte Doku läuft ist irgendwie gefaked!
Ob Bachelor oder Bauer sucht Frau, alles ist gestellt.
Schade nur, dass ein Großteil der Bevölkerung das als Wirklichkeit wahrnimmt!
Alle diese Sendungen, die scheinbar eine Dokumentation sind, in Wirklichkeit aber ein Drehbuch haben, werden mit dem schönen denglischen Euphemismus "Scripted Reality", bezeichnet.