So erging es dem „eBall“-Erfinder nach „Die Höhle der Löwen“

Uli Sambeth ist der Erfinder und Gründer von „eBall“.
Uli Sambeth ist der Erfinder und Gründer von „eBall“.
Foto: VOX / Bernd-Michael Maurer
Was wir bereits wissen
In „Die Höhle der Löwen“ konnte Uli Sambeth alle Investoren von seinem „eBall“ überzeugen. Doch wie ging es nach der Sendung weiter?

Essen.. Dem Erfinder Uli Sambeth gelang in die „Die Höhle der Löwen“ am Dienstag das, was noch keinem zuvor geglückt ist. Er holte alle „Löwen“ ins Boot. Nach einigem Hin und Her wollten die Investoren die geforderten 500.000 Euro locker machen – als Team. Jeder investierte letztendlich 100.000 Euro in den „eBall“, eine Art fahrende Kugel, auf der man stehen kann wie auf einem Segway, nur dass der „eBall“ in alle Richtungen steuern kann, allein mittels Gewichtsverlagerung. Im Gegenzug für ihr Investment forderten Carsten Maschmeyer und Co. jedoch 50 Prozent am Unternehmen. Sambeth hatte eigentlich nur 12,5 Prozent abgeben wollen. Er willigte dennoch ein.

Dem „Stern“ berichtete der gelernte Medizin-Informatiker aus Essen nun, wie es für ihn danach weiterging. Im Anschluss an die Sendung wurde noch einmal nachverhandelt. Dabei einigten sich der „eBall“-Erfinder und die „Löwen“ darauf, dass Sambeth mit 51 Prozent doch die Mehrheit an seinem Unternehmen behält. Die fünf Investoren verfügen demnach nun über jeweils 9,8 Prozent der Anteile.

Jeder Investor hat eigene Aufgabe

Allerdings berichtete Sambeth auch von kleineren Schwierigkeiten. Die sind jedoch nur organisatorischer Natur. Denn fünf Investoren an einen Tisch zu bekommen, sei gar nicht so leicht, sagte er dem „Stern“ weiter.

Dennoch sei er froh, dass alles so gekommen ist. Vor allem, „wie sich jeder einbringt“, begeistert den Gründer. Während sich Frank Thelen um die Kickstarter-Kampagne kümmert, ist Handelsexperte Ralf Dümmel dabei, die Produktion in China aufzubauen. Judith Williams widmet sich den Social-Media-Kanälen, Jochen Schweizer der Event-Vermarktung des „eBalls“ und Carsten Maschmeyer kümmert sich um die Internationalisierung des fahrbaren Untersatzes.

Produktion soll 2017 starten

Sambeth hat derweil am Feintuning des „eBalls“ weitergearbeitet. Das Gewicht des Elektrogefährts habe er um die Hälfte auf etwa 20 Kilo reduziert, heißt es weiter. Im Januar soll voraussichtlich endlich mit der Produktion begonnen werden. Im Sommer 2017, so die Vorstellung des Gründers, sollen dann bereits die ersten eBalls auf Deutschlands Straßen anzutreffen sein.