Das aktuelle Wetter NRW 13°C
Silvia Seidel

Silvia Seidel, die "Anna"-Schauspielerin, ist tot

06.08.2012 | 19:49 Uhr
Silvia Seidel, die "Anna"-Schauspielerin, ist tot
Silvia Seidel ist tot. Die "Anna"-Darstellerin starb mit 42 Jahren.Foto: dapd

München.  1987 war sie der Star der ZDF-Weihnachtsserie "Anna", dadurch wurde sie bekannt. Jetzt ist Schauspielerin Silvia Seidel tot. Die 42-Jährige wurde vergangene Woche in ihrer Wohnung gefunden. Ein Abschiedsbrief deutet darauf hin, dass sie sich das Leben genommen hat.

Die Schauspielerin Silvia Seidel ist tot. Die 42-Jährige wurde laut einem Bericht der Münchener Zeitung "tz" (Dienstagausgabe) vergangene Woche tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Der Zeitung zufolge lag ein Abschiedsbrief neben der Toten, weshalb die Ermittler von einem Suizid ausgingen.

Bekannt wurde Seidel 1987 durch die ZDF-Weihnachtsserie "Anna", in der sie eine Ballerina spielte. 1988 wurde die Schauspielerin mit einem Bambi ausgezeichnet. In den folgenden Jahren spielte Seidel überwiegend kleinere Fernsehrollen und war auch am Theater. (dapd)



Kommentare
07.08.2012
16:19
Silvia Seidel,
von nazgul | #18

@Klartext09 , vielleicht ein sollten Sie sich mal mit dem Thema befassen.
Dieses dumme Mitleidsgefasel ist doch einer der Hauptgründe, wieso die meisten Betroffenen sich nicht aufraffen können. Wegen BurnOut rennen alle zum Arzt weil es ja modern ist und in der Gesellschaft noch "cool rüber kommt. Depressionen dagegen werden noch immer mit Bekloppt oder ähnlichen verglichen und so möchte niemand abgestempelt werden. Wie bereits geschrieben schreien viele Betroffene um Hilfe, nur es hört doch niemand wirklich hin, nimmt es ernst oder will was damit zu tun haben (schaut weg).

Robert Enke hat sich vor einen Zug geworfen und für diese Art von Tot bewusst entschieden. Keine Rücksicht darauf wie es dem Lokführer danach gehen könnte.

07.08.2012
13:53
Silvia Seidel, die
von Klartext09 | #17

Wenn ich hier lese, dass Selbstmord egoistisch sei und was man den Hinterbliebenen damit antut. wird mir schlecht. Wenn diese menschen, die Selbstmord begehen, einen andere Möglichkeit sehen würde, dann würden sie diese Möglichkeit nehmen. Kein Mensch bringt sich um, weil ihm da grad mal nach ist. Wer so etwas schreibt, sollte sich erst einmal mit der Krankheit Depression beschäftigen. Ich empfehle jedem das von Robert Enke, aber auch Fachbücher. Schade, dass wir in unserer Gesellschaft auch drei Jahre nach dem Tod von Robert Enke nicht viel weiter sind beim Thema Umgang mit Depressionen und noch so viel Unwissenheit auf dem Gebiet vorherrscht.

07.08.2012
13:04
Silvia Seidel
von nazgul | #16

@BaerbelDU

Bitte erst einmal Erfahrungen mit dem Thema machen und dann urteilen. Natürlich gehört ein Umfeld dazu das diese Hilfeschreie erkennt. In der Regel wird mehrfach um Hilfe geschrien. Auch im Fall Robert Enke hat seine Frau bereits mehrfach im Interview erzählt, dass die Depressionen bekannt waren man aber nicht bereit war den weiteren Schritt (Psychologen usw) zu gehen.
In meinem Bekanntenkreis war es so, dass ich 2x gehandelt habe mit Polizei, Notarzt und allem was dazu gehörte. Erst gab es eine "freiwillige" Einweisung nach der Entlassung dann kurze Zeit der zweite Versuch mit anschließender Zwangseinweisung. Wie es dann weiter ging weiß ich nicht, da man statt Dank nur Vorwürfe geerntet hat, dass man an Ihren zukünftigen Problemen schuld sei, da man ja den Freitot verhindert hätte. Da geht mir doch Selbstschutz vor.

1 Antwort
@nazgul
von BaerbelDU | #16-1

Tragischerweise HABE ich diese Erfahrungen gemacht, also bitte ersparen sie mir IHR Urteil.
"Natürlich gehört ein Umfeld dazu das diese Hilfeschreie erkennt" ist allerdings eine Aussage, für die Ihnen Dank gebührt! Dass Sie diesen nach Ihrer Hilfestellung von der kranken Person nicht bekamen, liegt an der Krankheit und ich hoffe, Sie nehmen es nicht zu schwer und hören nicht auf, hinzuhören. Ob Frau Seidels Suizid verhinderbar gewesen wäre weis Niemand, doch sehe ich in solchen Berichterstattungen auch immer die Hoffnung, dass Menschen für die Lebenssituation Depression sensibilisiert werden, da sie die entsetzlichen Folgen vor Augen geführt bekommen.

07.08.2012
12:17
@nazgul
von BaerbelDU | #15

Ja, Suizid ist im höchsten Maße egoistisch und die Kritik daran, dass ein Mensch, den die Presse ein viertel Jahrhundert lang ignorierte mit eben jener Tat Schlagzeilen bekommt verstehe ich ebenfalls, aber beim Ihrem letzten Satz wird mir regelrecht schlecht! Das Krankheitsbild Depression zeichnet sich doch genau dadurch aus, dass Leere und Sinnlosigkeit jede Hoffnung, also auch die auf Hilfsmöglichkeiten, unmöglich macht. Von so einem Kranken einfach zu fordern, er solle sich mal Hilfe suchen, weil man in unserer Gesellschaft dazu nunmal bereit sein muss, ist übelster Hohn!

07.08.2012
11:10
Silvia Seidel
von nazgul | #14

@Pase_Lacki und Graf von Dingelstein.

Ich denke nicht, dass ich mich für meinen Beitrag schämen muss. Vielleicht hätten Sie auch erst einmal zu Ende lesen sollen, bevor Sie nach dem ersten Satz über jemanden Urteilen.

Von Frau Seidel war war 25 Jahr nichts zu lesen,sehen und zu hören. öffentliches Interesse sehe ich da nicht wirklich. Mal abgesehen davon, dass das öffentliche Interesse vielleicht der Krankheit Depression gehört das war es dann auch.

Selbstmord ist meiner Meinung nach sehr egoistisch. Man lässt die Hinterblieben
gewollt hilflos zurück. Je nach Freitotart kommt oft sogar noch die Gefährdung unbeteiligter hinzu z.B. wenn man vom Hochaus springt oder gegen einen Zug läuft.

Scheinheilig Mitleid heucheln ist da leider fehl am Platz. Sicherlich ist Depression eine Krankheit, aber in unserer Gesellschaft muss man bereit sein Hilfe zu suchen und an zu nehmen...

07.08.2012
10:20
Silvia Seidel R.I.P.
von knutknutsen | #13

Schade. So ein Suizid ist immer eine traurige Angelegenheit.
Außerdem ist es auch nicht ganz untragisch, dass sie offenbar sehr unter ihrer Festlegung auf die "Anna" Rolle gelitten hat und sich davon distanziert hat und jetzt doch in jeder Meldung und in jedem Nachruf nur von der toten "Anna" die Rede ist!
Ihre Mutter nahm sich übrigens auch das Leben.

07.08.2012
09:55
RIP Silvia
von fuffzigpfennig | #12

Auch wenn es nach "Anna" still um Silvia Seidel geworden ist, so berührt mich ihr Tod mit gerade mal 42 dennoch. Vielleicht auch, weil sie mich an die gute alte Zeit der ZDF-Weihnachtsserien erinnert, neben "Anna" z.B. Oliver Maas, Laura und Luis, Clara, etc.

Das gehörte damals zu Weihnachten dazu und hat die ganze Familie zwischen Weihnachten und Neujahr vor dem Fernseher vereint. Mit der Einstellung dieses Formats starb leider auch ein Stück Gemütlichkeit an Weihnachten. Ebenso vermisse ich die "Bilder eines Jahres", die immer gegen 17.00 Uhr am 31.12. ausgestrahlt wurden, und heute irgendwann bereits Wochen vorher gebracht werden, wann noch niemand das Ende des Jahres im Sinn hat.

07.08.2012
09:13
Silvia Seidel!
von Harry.Hirsch | #11

Leider wieder ein Opfer mehr, dass auf das Konto unserer ach so feinen Leistungsgesellschaft geht.

Ich hoffe es geht dir gut, da wo du jetzt bist, Silvia Seidel!

07.08.2012
09:09
Silvia Seidel, die
von GrafVonDingelstein | #10

@von nazgul | #9.... gehen Sie mal eine Runde um den Block und lesen sich dann IHREN Kommentar noch einmal durch. Vielleicht schämen SIE sich dann.

Natürlich kann nicht jeder tragische Tod eine solche Öffentlichkeit finden, aber stellvertretend sollte man festhalten, das es sicher sehr viele Menschen gibt, die verzweifelt sind und keinen Ausweg aus ihrer Situation wissen.
Dafür muß das persönliche Umfeld sensibilisiert werden.
Lesen und reden wir nicht sehr oft davon das der Druck in der Familie und am Arbeitsplatz ständig steigt? Das Depressionen (ich mag das Wort Burnout-Syndrom nicht) und andere psychische Erkrankungen zunehmen ist kein Geheimnis mehr.
Aber die Gesellschaft ist immer noch nicht in der Lage entsprechend darauf zu reagieren. Im Beruf gilt dieses Thema sehr oft noch als Tabu, aber auch innerhalb der Familien. Wer einmal persönlich davon betroffen war, das ein nahestehender Freund keinen anderen Ausweg als den Freitod sah, der weiß wie Verzweiflung aussehen kann.

1 Antwort
Silvia Seidel, die
von Bella74 | #10-1

Danke, Sie nehmen mir die Worte an #9 vorweg....

07.08.2012
08:16
Silvia Seidel
von nazgul | #9

traurig...
Traurig, dass man jemanden eine Plattform bietet seinen Freitot selber gewählt hat. Jahrelang hat sich niemand gefragt, was wohl aus der "ANNA" geworden ist. Nun bekommt jemand noch einmal Aufmerksamkeit, der 25 Jahre von der Bildfläche verschwunden war. Jeden Tag bringen sich Menschen mit größeren Problemen als Schulden oder Arbeitslosigkeit, interessiert es jemanden? NEIN!!!
Es mag ein wenig respektlos rüber kommen, dass mich diese Aufmerksamkeit Ihrem Tod gegenüber stört. Sicherlich ist es ein trauriges Ereignis, dass jemand so verzweifelt ist um seinem Leben ein Ende zu setzen. ABER ich finde es ein wenig scheinheilig hier darüber zu berichten. Jeden Tag sterben genug Menschen. Sicher hat jeder von Ihnen eine Geschichte und viele von Ihnen eine interessantere als diese. Wird über Ihren Tot berichtet? Leider nein, weil sie vielleicht nicht vor 25 Jahren mal im Fernsehn waren.

1 Antwort
Silvia Seidel, die
von Pase_Lacki | #9-1

Vielleicht ist Ihnen der Begriff Öffentlichkeit unbekannt. Wenn Herr Müller einen Unfall baut, dann steht so etwas nicht in der Zeitung, bei Benno Führmann schon. Und genauso ist es in diesem Fall. Eine ehemals bekannte Schauspielerin ist gestorben, so etwas steht eigentlich immer in der Zeitung, abgesehen von den Toden der "Normalsterblichen" jeden Tag. Komisch, dass man solche allgemeingültigen Vorkommnisse erklären muss.

Aus dem Ressort
Missbrauchsopfer will ARD-Film zur Odenwaldschule verhindern
Skandal-Schule
Andreas Huckele fühlt sich ausgebeutet. Der ehemalige Odenwald-Schüler versucht, die Ausstrahlung des ARD-Films "Die Auserwählten" zu verhindern. Die Auserwählten ist quasi der Film zum Skandal. Sein Vorwurf: Die Macher hätten ohne Erlaubnis seine Lebensgeschichte verfilmt.
Richter dreht in Bochum „Grabowski - alles für die Familie“
Crowdfunding
Bochum wird Haupt-Drehort für „Grabowski - alles für die Familie“, das neue Leinwand-Projekt von Ruhrpott-Ikone Ralf Richter. Der Film steht in der Tradition des Kult-Klassikers „Bang Boom Bang“. Richter verspricht den Fans einen „Knaller“. Finanziert werden soll das Projekt auch über Crowdfunding.
Bertram Lettow (28) kocht in Gladbeck fürs „Perfekte Dinner“
Fernsehen
Der Wahl-Gladbecker tritt als Kandidat bei der beliebten Kochshow auf Vox an. Der Liebe wegen ist er nach Gladbeck an die Josefstraße gezogen. Seine Frau Monika darf ihn nur als Schnibbelhilfe unterstützen. Was es in Gladbeck Leckeres zu essen gibt und wie die Mitkandidaten abstimmen - mal schauen.
Sixx zeigt in "One Born Every Minute" Alltag im US-Kreißsaal
US-Dokusoap
One Born Every Minute“ heißt es von Mittwoch an jeden Mittwoch bei Sixx. Jede Minute wird ein Kind geboren. Ein US-Fernsehender ermöglicht nun einen einzigartigen Blick in den Alltag eines Kreißsaals. Denn mit Einwilligung der werdenden Eltern wurden Kameras auf einer Säuglingsstation installiert.
ARD zeigt Beckmann-Doku über Altkanzler Gerhard Schröder
ARD-Doku
Reinhold Beckmann begleitete Altkanzler Gerhard Schröder über mehrere Monate. In seiner 60 Minuten langen Dokumentation kommen nicht nur Weggefährten, sondern auch Kritiker zu Wort. Die ARD zeigt "Macht. Mensch. Schröder" am Donnerstag um 22.45 Uhr - auf dem alten Sendeplatz von "Beckmann".
Umfrage
Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?

Fastfood-Ketten wollen den Mindestlohn aushebeln - verstehen Sie die Empörung der Angestellten?

 
Fotos und Videos
1500 Folgen Lindenstraße
Bildgalerie
Fernsehen
Roter Teppich bei den Emmy-Awards
Bildgalerie
Fernseh-Oscar
Glaskasten für Galileo angeliefert
Bildgalerie
TV-Experiment
Die 20 "Bachelorette"-Kandidaten
Bildgalerie
Fotostrecke