Sesamstraßen-Darsteller soll Sex mit Minderjährigem gehabt haben

Die Beziehung habe "zwischen zwei einwilligenden Erwachsenen" stattgefunden und er sei "sehr betrübt" über gegenteilige Darstellungen, sagt der Angeklagte.
Die Beziehung habe "zwischen zwei einwilligenden Erwachsenen" stattgefunden und er sei "sehr betrübt" über gegenteilige Darstellungen, sagt der Angeklagte.
Foto: dapd
Elmo aus der Sesamstraße hat ein Problem: Der Puppenspieler, der die Figur spielt, soll Sex mit einem Minderjährigen gehabt haben. Der Kläger gibt an, die Beziehung habe begonnen, als er noch 16 Jahre war. Damit wäre die Beziehung in New York, wo die Serie produziert wird, unzulässig gewesen.

Los Angeles.. Ein Puppenspieler aus der "Sesamstraße" soll mit einem Minderjährigen eine sexuelle Beziehung unterhalten haben. Die Produktionsgesellschaft der TV-Kinderserie, Sesame Workshop, teilte am Montag Einzelheiten zu dem Vorwurf mit, gegen den sich Puppenspieler Kevin C. zur Wehr setzt. Der Kläger gibt an, die Beziehung zu C., der damals etwa 45 Jahre alt war, habe vor sieben Jahren begonnen, als er noch 16 Jahre war. Damit wäre die Beziehung in New York, wo die Serie produziert wird, unzulässig gewesen, weil dort 17 Jahre das Mindestalter für freiwillige sexuelle Beziehungen ist.

C. steht in der "Sesamstraße" (Original "Sesame Street") hinter der grellroten Figur Elmo, einem Monster mit aufgeregtem Charakter, das in der Welt der Spielwaren ein erfolgreiches Eigenleben entwickelt hat. Der Puppenspieler gesteht ein, dass er eine Beziehung zu dem Kläger unterhielt, allerdings erst, als dieser 17 Jahre alt gewesen sei. Er habe "niemals verborgen", dass er schwul sei, dies aber für eine "private Angelegenheit" gehalten, erklärte C. Die Beziehung habe "zwischen zwei einwilligenden Erwachsenen" stattgefunden und er sei "sehr betrübt" über gegenteilige Darstellungen.

Elmo wird weiterleben

C. erklärte, er habe wegen der Anschuldigungen bei der "Sesamstraße" eine Pause eingelegt. Sesame Workshop teilt mit, dass die Beschuldigungen schon seit dem Juni vorliegen. Interne Untersuchungen hätten ergeben, dass sie "nicht begründet" seien. Allerdings habe der Puppenspieler die hausinternen Regelungen zur Internet-Nutzung missachtet und mangelnde "Urteilsfähigkeit" an den Tag gelegt. Elmo werde unabhängig vom Ausgang der Affäre weiterleben, unterstrich Sesame Workshop. (afp)