Selbst Michaela May rettet "Pilcher-Film" im ZDF nicht

Bei ihrem gemeinsamen Hobby haben sich Gwen (Michaela May) und Leo (Michèle Oliveri) kennen und lieben gelernt.
Bei ihrem gemeinsamen Hobby haben sich Gwen (Michaela May) und Leo (Michèle Oliveri) kennen und lieben gelernt.
Foto: John Ailes/ZDF
Was wir bereits wissen
Übelste Politik-Klischees, grausiges Drehbuch, uninspirierte Darsteller: Beim Pilcher "Wahlversprechen und andere Lügen" geht – fast – alles schief.

Essen.. Ein Grieche macht in England Politik – alter Schwede! Das klingt nach schlimmen Klischees. Tatsächlich gehört die Idee zum Besten, was der Pilcher "Wahlversprechen und andere Lügen“ zu bieten hat. Denn Greg Dukakis (Francisco Medina) bedient keineswegs die Vorurteile über korrupte Hellenen, die im Zeichen der Euro-Krise verbreitet sind.

Dass die romantische Komödie dennoch schlecht ist, hat andere Gründe. Sie haben aber auch mit Politik zu tun. Wie das?

Machtgeile Strippenzieher und naive Sympathieträger

Der Film von Hans-Jürgen Tögel (Regie) sowie Martin Wilke und Jochen S. Franken (Drehbuch) bedientin in ärgerlicher Weise Politikverdrossenheit. Politik wird als Intrigantenstadl dargestellt. In dieser Welt gibt es entweder Typen wie den machtgeilen Strippenzieher Frank (Sven Waasner) oder ebenso unpolitische wie naive Sympathieträger wie Abbey (Denise Zich) und Greg.

Die Dialoge sind konsequenterweise ebenso schlicht wie die Figuren. Sie werden aufgesagt von einem uninspirierten Ensemble. Dazu gehört leider auch Michaela May, die sich unter Wert verkauft.

Gott sei Dank gibt es im Fernsehen Wahl-Freiheit.

Sonntag, 22. Februar, 20.15 Uhr, ZDF