Das aktuelle Wetter NRW 6°C
Terminstreit

Schauspieler protestieren gegen Sendetermin für "George"

18.07.2013 | 13:18 Uhr

Berlin.  Der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler protestiert gegen den ARD-Sendetermin des Dokudramas "George" und schließt sich damit der Kritik von Hauptdarsteller Götz George an. Die ARD hatte beschlossen, den Film über Götz Georges berühmten Vater Heinrich im "Sommerloch" auszustrahlen.

Die Entscheidung der ARD, den Film über Götz Georges berühmten Vater Heinrich am Mittwoch (24. Juli) um 21.45 Uhr - "also im Sommerloch" - auszustrahlen, sei "Ausdruck bedauerlicher Gleichgültigkeit gegenüber unserer Kultur", erklärte der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler am Donnerstag in Berlin.

Damit schließt sich der Verband der Kritik von Hauptdarsteller Götz George an. George hatte die ARD bereits wegen des Sendetermins kritisiert. ARD-Programmdirektor Volker Herres hatte dies zurückgewiesen. Der Film läuft vorab am 22. Juli um 20.15 Uhr im Kulturkanal Arte.

ARD plant Filmabend zu Georges 75. Geburtstag

Heinrich George (1883-1946) habe Film- und Theatergeschichte geschrieben, sein Verhalten während der NS-Zeit sei von großem Interesse, erklärte Vorstandsmitglied Hans-Werner Meyer. Das Dokudrama sei ein Höhepunkt im Schaffen von Götz George, "vielleicht seine wichtigste Rolle, ganz sicher aber seine persönlichste." Der Verband fordert, dass der Film zu Heinrich Georges Geburtstag am 9. Oktober zur Hauptsendezeit ins Programm genommen wird.

ARD-Programmdirektor Herres hatte kürzlich auf Georges Kritik hin erläutert, das Erste plane, dem Publikumsliebling Götz George mit einem Filmabend zu seinem 75. Geburtstag eine besondere Ehre zu erweisen. So sei George am 24. Juli um 20.15 Uhr in der Rolle der Kultfigur "Schimanski" zu sehen. Danach folge das Dokudrama "George". "Mit solchen Doppelprogrammierungen haben wir beste Erfahrungen gemacht und sind sicher: Das wird ein großer Abend für Götz George", hatte Herres gesagt. (dpa)

Kommentare
23.07.2013
15:16
Schauspieler protestieren gegen Sendetermin für
von vati | #1

ich habe mir das Dokudrama "George" trotz Sommerloch gestern Abend auf Arte angesehen und war schwer beeindruckt. Warum es jetzt die ARD 2 Tage später noch einmal zeigt kann ich nicht nachvollziehen. Warum werden nicht zu Götz Georges Geburtstag seine großen Filme gezeigt. Ich finde auch, daß der Film "George" zum Geburtstag des Vaters am 9. Oktober gezeigt werden sollte.

Funktionen
Aus dem Ressort
ARD-Film „Nackt unter Wölfen“ – Von Menschen und Unmenschen
ARD-Film
Großes Fernsehen: Der ARD-Film „Nackt unter Wölfen“ bewegt, weil es das Grauen im KZ so nüchtern darstellt – und auch die großen menschlichen Momente.
Berliner Schnauze - Vor zehn Jahren starb Harald Juhnke
Gedenken
Harald Juhnke galt als begnadeter Entertainer und als einer der letzten Berliner Volksschauspieler. Am 1. April 2005 starb er in geistiger Umnachtung.
„Nackt unter Wölfen“ – neuer ARD-Film folgt neuen Fakten
ARD
Benjamin Benedict ist verantwortlich für die Neuverfilmung des Romans "Nackt unter Wölfen". Der TV-Produzent greift auf neue Erkenntnisse zurück.
17,50 statt 17,98 Euro - warum der Rundfunkbeitrag sinkt
GEZ
1,5 Milliarden Euro zusätzlich bringt der Rundfunkbeitrag von 2013 bis 2016. Damit hatten ARD und ZDF nicht gerechnet. Ist noch eine Senkung möglich?
Til Schweiger dreht Hamburg-"Tatort" fürs Kino
Tatort
Der "Tatort" wandert ins Kino. Til Schweiger will ab Sommer eine internationale Version mit Kommissar Nick Tschiller für das Kino produzieren".
Fotos und Videos
Let's Dance lässt Stars tanzen
Bildgalerie
Show-Format
Sie stehen im DSDS-Recall
Bildgalerie
Castingshow
Let's Dance - so tanzen die Stars
Bildgalerie
Let's Dance
article
8204827
Schauspieler protestieren gegen Sendetermin für "George"
Schauspieler protestieren gegen Sendetermin für "George"
$description$
http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/schauspieler-protestieren-gegen-sendetermin-fuer-george-id8204827.html
2013-07-18 13:18
Götz George,Schimanski,Dokudrama,Heinrich George,Volker Herres,Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler, Hans-Werner Meyer
Fernsehen