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Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“

04.04.2011 | 18:58 Uhr
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
Tatort im Ruhrgebiet Montage: Felix Heyder

Ruhrgebiet.   Bochum, Dortmund, Mülheim - jeder im Revier will den „Tatort“ haben. Die Ruhrgebietsstädte buhlen um den Zuschlag vom Westdeutschen Rundfunk. Denn sie hoffen auf Imagewerbung durch die quotenstarke Krimi-Reihe.

Egal ob Dortmund, Bochum oder Essen, sie alle wollen dasselbe, nämlich einen eigenen „Tatort“, und haben auch schon präzise Vorstellungen, wie der aussehen sollte. Dortmund etwa möchte Dietmar Bär als Kommissar. Den, alias Freddy Schenk, müsste man zwar erst einmal von Köln abwerben, aber wieso nicht? Schließlich ist Bär in Dortmund geboren. Bochum denkt an Armin Rohde als Ermittler, und Essens Oberbürgermeister Paß schwärmte gar in einem Brief an WDR-Intendantin Monika Piel von den spannenden Kulissen der Kulturhauptstadt.

Wer soll Tatort-Kommissar im Ruhrgebiet...

Niemand weiß genau wie, aber vor Wochen sickerte durch, dass der WDR an dem Konzept für einen neuen Tatort im Ruhrgebiet arbeite. „Wir würden uns sehr freuen, wenn der nach Bochum käme“, sagt als einer von vielen Bochums Kulturdezernent Michael Townsend. Seine Stadt sei in den Medien vor allem durch den Arbeitsplatz-Abbau bei Opel und den Nokia-Umzug präsent. Der TV-Krimi könne nun endlich einmal ein anderes Bild transportieren. Bochum, die Stadt zwischen Schauspielhaus, Bermuda-Dreieck und Uni-Campus.

Umfrage

Der WDR arbeitet an einem Konzept für einen neuen Tatort im Revier. Welche Stadt wäre Ihr Favorit für den Kult-Krimi?

 

„Die Werbeeffekte, die man über den Tatort erzielen könnte, kann man gar nicht bezahlen“, sagt auch Dortmunds Stadtsprecher Udo Bullerdiek. Und dessen Mülheimer Kollege Volker Wiebels befand schlicht: „Wir hätten es verdient!“

Natürlich ist Münster präsent

Natürlich will man positiv in Szene gesetzt werden, gut wegkommen. Das versteht sich von selbst. Schließlich ist noch gut in Erinnerung, wie Duisburg lange Zeit mit jenem Bild haderte, das rund um Schimanski von der Stadt abgebildet wurde. Zu hässlich, zu heruntergekommen. Erst spät versöhnte man sich mit dem Schmuddel-Kommissar.

Ja, so wie in Münster, so hätte man es wohl gerne. Mit tollen Charakteren und gut inszenierten Kulissen. Wohlwissend, dass das Ruhrgebiet anders ist. „Aber wenn ich nur noch in Puppenstuben drehe, habe ich nur die halbe deutsche Wirklichkeit“, sagt der Bochumer Townsend.

Hier geht's zum Tatort-Spezial.

Hayke Lanwert

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Kommentare
07.04.2011
05:11
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von mspoetnik | #28

@5,Markus1-
was Sie persönlich brauchen,oder nicht,ist nicht ganz so wichtig.

07.04.2011
01:01
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von VFL-Kicsi-1848 | #27

BOCHUM ist die geilste Stadt der Welt !!!
Wenn überhaupt, dann DARF der WDR seinen neuen Tatort in Bochum drehen !
Glückauf...

06.04.2011
18:34
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von xdiexgedankenxsinnfreix | #26

Wir brauchen was derbes im Pott:
Abdul Kwasnieryski, schwuler Jude, zuckerkrank, hochintelligent geboren in Bottrop, über ´nen 1€ Job zur Polizei gekommen, ja das wollen wir sehen!

06.04.2011
08:26
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von thiesbuerger | #25

Bite, bitte nicht Dortmund. dortnind kriegt eh schon alles in den Hintern geblasen.

06.04.2011
07:49
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von Vatta | #24

also eigentlich freue ich mich ja, dass es bald wieder einen Ruhrgebiets - Tatort gibt.

Die in dem Artikel angesprochenen Hoffnungen über Imageaufwertungen und Außendarstellungen werden aber sicher arg enttäuscht werden. Es wird so kommen wie es kommen muß: Der Mensch liebt seine Klischees und will diese auch permanent bestätigt sehen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die neuen Tatort Folgen aus dem Ruhgebiet zur Bereinigung der Klischees beitragen werden. Im Gegenteil: Der Kommisar wird rauhbeinig und unrasiert sein, Bier trinken, und vor einer romantischen Zechenkulisse lecker Currywurst essen. Die meisten Fälle werden sich in der Arbeiterschicht ereignen, wo man(n) im Unterhemd zur Bude geht und total frustriert ist über den Jobverlust als Bergmann.

Ich wäre sehr froh wenn es denn dann doch anders kommen sollte mit dem Ruhrpott-Tatort, allein mir fehlt der Glaube.

06.04.2011
00:37
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von jacobus | #23

Es geht doch um spannenden Unterhaltung mit Lokalkolorit. Warum also zugunsten von DO oder GE und gegen BO, DU oder E entscheiden?

Verkraftete der WDR einen dritten TATORT (denn auf Ballauf und Schenk möchte ich ebenso verzichten wie auf Thiel und Prof. Boerne), dann würde ich eine/n überörtliche/n Ermittler/in wie in der Hannoveraner Ausgabe bevorzugen.

So käme diese/r Ermittler/in im gesamten Ruhrgebiet herum und auch Bottrop, Gladbeck, Hattingen, Herne etc. könnten Schauplatz spannender Sonntagabendunterhaltung werden.

.

05.04.2011
19:10
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von ayberger | #22

Die Städte des Ruhrgebietes sollten für etwas anderes - für Industrieansiedlung und zusätzliche Arbeitplätze - kämpfen, als für derart entbehrlichen Sch...dreck ...

05.04.2011
16:55
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von Barrister_Pardon | #21

Alles außer Schimmi ist ********!!!!!!

05.04.2011
16:30
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von freischwimmer | #20

7x Tatort in der Woche,dann sind Herne usw auch dabei

05.04.2011
16:29
Ruhrgebiets-Städte kämpfen um den „Tatort“
von Sparbier | #19

Bitte keinen Tatort aus dem Revier!
Wenn der Westdeutsche Rheinfunk Filme im Ruhrgebiet dreht, werden allenfalls alte Klischees und Vorurteile bedient. Da erscheint am Ende dann so eine Art Kommissar Knebel und verhaftet Helge Schneider.
Stattdessen sollte man die Berichterstattung über die Kölner Lichter noch ein wenig ausdehnen:
eine Woche Liveschalte mit Homestory bei dem Mann mit der Funke auf dem Feuerwerkskahn. Möglichst bis zum Stillstand der Pupillen, beim Karneval klappt´s ja auch.
Außerdem gibt es mit Familien im Brennpunkt bereits einen Tatort-Ableger aus dem Ruhrgebiet.

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