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Prolls hinterm Lenkrad – die abgewürgte Autofahrer-Doku bei Vox

17.07.2013 | 07:14 Uhr
Prolls hinterm Lenkrad – die abgewürgte Autofahrer-Doku bei Vox
Sie benutzt die Spiegel im Auto nach eigenen Angaben sonst nur, um ihr Make-up zu kontrollieren: Kandidatin Jill - hier mit ihrem Vater bei der Vox-Sendung "Abgewürgt und ausgebremst“.Foto: Vox

Essen.  Mit der neuen Doku „Abgewürgt und ausgebremst“ sucht Vox in der Sommerpause immer dienstags ab 20.15 Uhr den schlechtesten Autofahrer Deutschlands. Auf dem Sendeplatz von Daniela Katzenbergers „Natürlich blond“ beweist das neue Format, dass es noch trashiger geht als mit der Blondine.

Das Sommerloch ist ein Problem – für die Fernsehsender, die auf einige verreiste Familien als Zuschauer verzichten müssen, aber auch für die Zuschauer, die daheim geblieben sind. Das beweist Vox einmal mehr mit einer neuen Autofahrer-Show. Mit „Abgewürgt und ausgebremst“ geht der Sender dienstags um 20.15 Uhr auf die Zuschauer los. Fraglich ist jedoch, wie hoch die Einschaltquote am Ende der Sendung noch ist.

Denn die erste Folge am Dienstagabend zog sich wie ein altes Kaugummi ohne Geschmack in die Länge. Das „Konzept“ des Formates ist schnell erklärt: Sieben Kandidaten treten gegeneinander an, stellen sich bei Aufgaben beim Autofahren möglichst schlecht an, denn nur so können sie die Show gewinnen. Sieger ist nämlich der Schlechteste von ihnen.

Als Belohnung dafür, dass er sich bei seinem Unvermögen hat über die Schulter gucken lassen, bekommt der „schlechteste Autofahrer Deutschlands“ von Vox eine Bahncard 100 - damit in Zukunft die Menschheit vor ihm sicher ist. Wer sich am wenigsten verbessert, der fliegt.

Bei „Abgewürgt und ausgebremst“ werden alle Klischees erfüllt

Als Beifahrer sitzen aber keine Fahrlehrer neben den Kandidaten. Nein, die könnten den Kandidaten ja womöglich noch was beibringen. In Szene setzen darf sich der Vater, der Freund oder auch der Sohn, der den Kandidaten für die Sendung angemeldet hat. So sind private Konflikte zwischen den beiden Autofahrern programmiert – ganz im Sinne der Inszenierung.

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Bei der Auswahl der Kandidaten hat Vox darauf geachtet, alle Klischees zu besetzen. Von Inka Bause in „Bauer sucht Frau“ kennt man Bezeichnungen wie „der pfiffige Pferdewirt“ oder der „gutmütige Getreidebauer“, die es dem Zuschauer leichter machen, den Charakter des Protagonisten zu erfassen. Auch Vox hilft schon im Vorfeld mit einer solchen Zuordnung und macht hierfür die Schubladen ganz weit auf.

Fünf von sieben Kandidaten der Vox-Show kommen aus NRW

Aline, die Chaosfahrerin, Tatjana, die Hilflose oder auch Steven, der Raser. Die Rollen werden besetzt und die Kandidaten in aller Ausführlichkeit vorgestellt. Auffällig: Fünf der sieben Kandidaten kommen aus NRW. Ob das daran liegt, dass die schlechtesten Autofahrer einfach aus Nordrhein-Westfalen kommen oder weil das Trainingscamp in der nahegelegenen Eifel liegt, wird nicht beantwortet.

Kandidation Bine aus Gelsenkirchen (r.) mit der Moderatorin Panagiota Petridou.Foto: Vox

Prollige Charaktere wie „die Aufbrausende“ Bine aus Gelsenkirchen scheinen bei den Verantwortlichen aber gut angekommen zu sein und ins Klischee zu passen.

Zwei Aufgaben müssen die Kandidaten in der ersten Folge bewältigen: Erst bekommen sie eine Wegbeschreibung und müssen ohne Navigationssystem eine 15 Kilometer lange Strecke zum Übungsgelände finden. Dann folgt ein Parcours mit Slalom und einer Parklücke zum Einparken – rückwärts.

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Kommentare
18.07.2013
15:37
Prolls hinterm Lenkrad – die abgewürgte Autofahrer-Doku bei Vox
von messerjockel | #8

Mir kommt das Format eigentlich ganz recht - bindet es doch die Fans vor dem Fernseher und ich kann draußen in relativ Dummkopffreier Umgebung das...
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Prolls hinterm Lenkrad – die abgewürgte Autofahrer-Doku bei Vox
Prolls hinterm Lenkrad – die abgewürgte Autofahrer-Doku bei Vox
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http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/prolls-hinterm-lenkrad-abgewuergte-autofahrer-doku-bei-vox-id8197384.html
2013-07-17 07:14
„Abgewürgt und ausgebremst“, Vox, Sendung, Autofahrer, Doku, Fernsehen
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