"Prison Break": Der lange Weg in die Freiheit
20.06.2007 | 08:57 Uhr 2007-06-20T08:57:55+0200Gesiebte Luft am Donnerstagabend. Von heute an zeigt RTL eine der derzeit erfolgreichsten US-Serien. In "Prison Break" geht es - der Name lässt es erahnen - um einen Gefängnisausbruch. 22 Folgen lang.
Wer drin ist, tut normalerwese alles, um so schnell wie möglich wieder rauszukommen. Michael Scofield (Wentworth Miller) dagegen tut alles, um reinzukommen ins Gefängnis. Denn da sitzt sein Bruder Lincoln (Dominic Purcell) und wartet auf seine Hinrichtung. Weil der den Bruder der Vizepräsidentin ermordet hat, heißt es im Gerichtsurteil. Weil er Opfer eines Komplotts geworden ist, glaubt Michael. Kurzerhand überfällt er eine Bank, lässt sich verhaften und ins Fox River State-Gefängnis einliefern.
Michael kennt die Örtlichkeit. Als Statiker hat er den Umbau der Haftanstalt geleitet und deshalb Zugang zu allen Bauplänen. Und genau die schmuggelt er in den Knast - indem er sich die Zeichnungen millimetergenau auf den Oberkörper tätowieren lässt.
Paten, Psychopathen und Rassisten
Bis in die Freiheit ist es dennoch ein weiter Weg, auf dem unterwegs sadistische Wärter, Psychopathen, brutale Mafia-Bosse und immer wieder aufflackernde Rassenkonflikte warten. Und draußen schrecken die Strippenzieher im Hintergrund auch vor Mord und Totschlag nicht zurück, um das Komplott zu vertuschen.
"Prison Break" versammelt so ziemlich alle der üblichen Verdächtigen, die ein Gefängnisdrama so zu bieten hat. Dennoch ist es von einer Serie wie "Hinter Gittern" so weit entfernt wie die "Schwarzwaldklinik" von "Grey's Anatomy". "Prison Break" ist schnell und hart geschnitten, meist getaucht in düstere, dunkle Farben, rau, extrem spannend, nichts für zartbesaitete Seelen. Deshalb sendet RTL immer erst ab 22.15 Uhr - dann aber eine Doppelfolge.
Gedreht wird die Serie im heute stillgelegten Joliet-Gefängnis für Schwerverbrecher in der Nähe von Chicago, US-Staat Illinois - ein Bau mit gotischen Stilelementen aus dem Jahr 1858. In den USA gilt "Prison Break" unter den 18- bis 34-Jährigen als beliebteste Dramaserie. Jede Folge schalten in der Regel rund zehn Millionen Zuschauer ein. Im Herbst läuft deshalb bereits die dritte Staffel an. Er ist eben lang, der Weg in die Freiheit.Michael (Wentworth Miller, re.) kontaktet Leute, die er für seine Flucht braucht, so Charles Westmoreland (Muse Watson). (RTL)
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