"Pippi Langstrumpf" - Arte zeigt Doku über Astrid Lindgren

Astrid Lindgren im Jahr 1979 mit Madita (Jonna Liljendahl, re.) und deren Schwester Lisbet (Liv Alsterlund, li.) aus der Produktion "Madicken", im Deutschen "Madita.
Astrid Lindgren im Jahr 1979 mit Madita (Jonna Liljendahl, re.) und deren Schwester Lisbet (Liv Alsterlund, li.) aus der Produktion "Madicken", im Deutschen "Madita.
Foto: NDR/SVT
Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter: Astrid Lindgren schuf berühmte Figuren. Doch wer verbirgt sich hinter der erfolgreichen schwedischen Schriftstellerin? Dem geht Arte nun auf die Spur.

Hamburg.. Der Mensch Astrid Lindgren: In einer neuen Dokumentation schildern Verwandte und Wegbegleiter aus persönlicher Sicht über die Erfinderin der Kultfigur "Pippi Langstrumpf". Arte zeigt den Film am Sonntag um 22.15 Uhr in deutscher Erstausstrahlung. Außerdem wird in dem 52-minütigen Film vermittelt, was Lindgren und ihre Werke maßgeblich prägte, wie es in einer Pressemitteilung des Senders heißt.

Die original Fassung wurde zum 70. Geburtstag von "Pippi Langstrumpf" in Schweden am 21. Mai ausgestrahlt. An diesem Tag 1945 schenkte die Schriftstellerin ihrer Tochter Karin das erste Manuskript zum Geburtstag. Aber Astrid Lindgren hatte nicht nur ein Kind. Die Dokumentation beschäftigt sich auch mit Lindgrens geheimer Schwangerschaft im Alter von 18 Jahren, die ein Schatten auf das Leben der Autorin warf.

Pippi Langstrumpf sie zur gefeierten Schriftstellerin

Der Film wertet zahlreiche Tagebucheinträge des Zweiten Weltkriegs aus und zeigt, warum es kein Zufall ist, dass "Pippi Langstrumpf" ausgerechnet 1945 erschien und ein Welterfolg wurde, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Mit diesem Erfolg sei aus der Sekretärin und Hausfrau Astrid Lindgren die gefeierte Schriftstellerin geworden.

In Deutschland wird "Pippi Langstrumpfs" Geburtstag am 25. September gefeiert. Das Hamburger Verlagshaus Oetinger brachte das Buch an diesem Tag vor 66 Jahren 1949 erstmals heraus. Die damals achtjährige Tochter des Verlegers Friedrich Oetinger, Silke Weitendorf, durfte als erstes Kind in Deutschland das übersetzte Kinderbuch lesen.

Oetinger war in einer Buchhandlung in Schweden auf das rothaarige Mädchen mit den beiden Zöpfen, das dort frech von Buchdeckeln schaute, aufmerksam geworden. Fünf deutsche Verleger hatten es zuvor bereits abgelehnt, er dagegen traf sich sofort mit der Schriftstellerin Lindgren und nahm das Buch mit nach Deutschland. (dpa)

Sonntag, 24. Mai, Arte, 22.15 Uhr

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