Per Landkarte im Netz auf der Spur der Freunde
18.10.2007 | 23:36 Uhr 2007-10-18T23:36:40+0200Premiere bei "derwesten.de". Als einziges Nachrichtenportal stellt der künftige Online-Auftritt der WAZ-Mediengruppe, zu der auch die Westfälische Rundschau gehört, Artikel, Freunde und Veranstaltungen in einer Karte dar. Geotagging heißt das neue Angebot
Einer Nachricht, einer Person oder einer Veranstaltung werden dabei Koordinaten mit Längen- und Breitengraden zugeordnet. Dann wird der Ort des Geschehens in einer Karte angezeigt. Bei "derwesten.de" müssen die Nutzer die Koordinaten allerdings nicht wissen - Straße und Stadt genügen, und schon wird der Ort in der Karte markiert.
Erfolgreich genutzt wird das Geotagging bereits im Fotoportal "Flickr". Hier ordnen die Nutzer ihren hochgeladenen Bildern schon jetzt Geokoordinaten zu. Andere Besucher der Seite können dann direkt sehen, wo die Fotos aufgenommen wurden oder welche Fotos aus ihrer Stadt eingestellt sind.
Dass Geotagging ein gefragter Trend ist, belegt diese Zahl: Weltweit haben die Nutzer bei "Flickr" bereits 28 Millionen Bilder geokodiert. Allein in diesem Monat waren es schon 2,3 Millionen Nutzer.
Und das Geokodieren wird auch immer einfacher: Die ersten Kameras versehen Bilder schon jetzt automatisch mit Längen- und Breitengraden.
Geotagging ist in den USA längst etabliert. Ob Wohnungssuche, Staumeldungen oder Restaurants - seit Jahren informieren sich die Amerikaner schon über Geocodierung.
Polizeibehörden und Städte nutzen die Verortung, um ihre Kriminalitätsstatistiken und die Tatorte detailliert in Karten darzustellen. Auf Wunsch können die Delikte auch noch sortiert werden, zum Beispiel nach Alkohol- und Drogenmissbrauch, Diebstahl oder Raub.
In New York werden die Bürger sogar darüber informiert, wo jemand ermordet wurde. Klickt man in der Karte auf den Tatort, werden Nationalität und Alter des Opfers angezeigt, Motiv und Todesursache.
Aber es gibt auch umstrittene Anwendungen. So sorgte ein Internetdienst weltweit für Aufsehen, weil er in den USA nicht nur Verbrechen, sondern auch die Wohnorte von Sexualstraftätern anzeigte.
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