Palina Rojinski: "Ich leide total mit den Kandidaten mit"

Die meisten kennen sie als Jurorin aus "Got to Dance" oder als Side-Kick von Joko und Klaas in "Circus HalliGalli". Am Donnerstag startet Palina Rojinksi mit "The Big Surprise - Dein schönster Albtraum" ihr neues Werk auf ProSieben. Im Interview erklärt die gebürtige Russin das Konzept der Show und erzählt, wie sehr sie mit den Kandidaten mitleidet.

In "The Big Surprise - Dein schönster Albtraum" (Donnerstag, 15. Januar ab 20:15 Uhr) erleben nichts ahnende Menschen einen Tag lang ihren ganz persönlichen Horror. Was sie nicht wissen: Am Ende bekommen sie ihren ganz großen Wunsch erfüllt. Moderiert wird die neue ProSieben-Show von Palina Rojinski (29, "Hotel Desire"). Sie leidet bei den Dreharbeiten mit den Kandidaten mit, kann sich dann aber auch mit ihnen freuen.

Palina, am 15. Januar 2015 moderierst du die neue ProSieben-Show "The Big Surprise". Worum geht es in der Show?

Rojinksi: Meine Mission ist es, Träume wahr werden zu lassen. Und zwar erst den Alptraum und dann den großen Wunschtraum. Wir haben über 100 Kameras in der gesamten Sendung versteckt um auch ja nichts von den Alpträumen zu verpassen. Diese sind sehr gut durchdacht und auf den jeweiligen Kandidaten abgestimmt, denn wir bereiten jedem seinen auf den Laib geschneiderten schlimmsten Traum. Und wofür das Ganze? Um am Ende in überglückliche Gesichter zu schauen, weil wir Ihnen eben auch Ihren heißersehnten Wunsch erfüllen.


Die Kandidaten erleben einen echten Albtraum. Hattest du Mitleid?


Rojinksi: Total! Ganz ehrlich, wenn ich nicht wüsste, dass es am Ende sehr, sehr gut für unsere Leute ausgeht, würde ich die Aktionen auch nicht machen. Natürlich möchten wir keinen vorführen. Aber um den großen Traum erfüllt zu bekommen müssen sie einfach ein paar Hindernisse bewältigen.


Die Überraschungen sind also ganz persönliche?


Rojinski: Genau. Immer ganz persönlich abgestimmt. Das sind Dinge, die sich unsere Protagonisten schon Jahre lang wünschen. Wir haben gute Recherchen betrieben.


Ist auch so ein bisschen Schadenfreude dabei, wenn man sowas sieht?


Rojinski: Bei mir eigentlich nicht. Ich war immer drauf und dran aufzuspringen und vor die Kamera zu rennen, um die Person zu retten. Aber das macht ja dann keinen Sinn - so funktioniert die Show nicht. Ich leide total mit den Kandidaten mit. Man muss einfach die Zähne zusammenbeißen und da durch. Dafür ist die Freude am Ende umso größer. Bei unserer Kandidatin Melanie zum Beispiel lagen wir uns zum Schluss mit Freudentränen in den Armen als ich ihr die Überraschung überbracht habe. Es war ein großes Fest.


Kandidatin Melanie ist Studentin und arbeitet nebenbei in einer Bäckerei. Sie hat sich also tapfer durch ihren Albtraumtag geschlagen?


Rojinski: Ja, auf jeden Fall! Für sie war das nahezu ein spektakuläres Bewerbungsvideo, die beste Arbeitsprobe, die man kriegen kann. Ihre Chefin war von uns eingeweiht und hat super mitgemacht. Melanie hat sich von der besten Seite gezeigt, obwohl so wahnsinnig viel schief gelaufen ist. Da ist man irgendwie auch richtig stolz auf die Kandidaten.


Würdest du auch so tapfer den Tag durchstehen?


Rojinski: Ja. Ich würde da auch tapfer durchmarschieren und denken: Gut, irgendwann geh ich heute auch schlafen und dann ist der Tag vorbei. Morgen ist der nächste Tag. Aus Fehlern und unerwarteten Situationen und Erfahrungen lernt man dazu. Ich finde es spannend, wenn irgendwelche komischen Überraschungen passieren. Also solche, mit denen man wirklich nicht gerechnet hat. Im Positiven, wie auch im Negativen.


Am Ende bekommen die Kandidaten einen großen Wunsch erfüllt. Hast du selbst noch große Wünsche?


Rojinski: Das ist eine sehr gute Frage... Ja, so ein schöner Urlaub. Einfach mal unter den Palmen die Seele baumeln lassen. Ich freue mich aber auch, wenn meine Schwester oder meine Eltern mich vom Flughafen abholen und Blumen dabei haben. Irgendeinen kleinen Blumenstrauß. Das finde ich total schön. Kleine Überraschungen. Damit kann man auch schon viel erreichen. Und im Grunde genommen geht es in der Show darum, den Menschen Freude zu schenken. Das ist die Hauptsache bei "The Big Surprise".


Was war die letzte Überraschung, die du zuletzt bekommen hast oder über die du dich gefreut hast?


Rojinski: Meine Freunde haben mich dieses Jahr zu meinem Geburtstag mit einer Party auf einem Boot überrascht. Sie haben alles mit Luftballons, Konfetti und Luftschlangen dekoriert. Es gab Musik, eine Torte und ganz viele, tolle Geschenke.


Du hast nicht damit gerechnet?


Rojinski: Nein gar nicht. Mein Geburtstag war zwischen zwei Jobs. Ich konnte einfach nicht wirklich etwas planen, weil ich viel zu tun hatte. Deswegen habe ich mir gedacht: Ich gehe einfach mit meinen Freunden essen. Aber als ich sie dann gefragt habe, taten alle so geheimnisvoll: "Ich weiß nicht, ob ich morgen kann..." Bei der Überraschungsparty waren natürlich alle versammelt. Mein Lieblings-DJ hat aufgelegt, wir haben Champagner getrunken, Konfetti regnen lassen und Torte gegessen. Es war ganz, ganz schön.