Neue Suchmaschine "Justwatch" für Streamingdienste gestartet

Ein Startup in Berlin hat jetzt eine Suchmaschine gestartet, die Angebote von Streamingdiensten vernetzt.
Ein Startup in Berlin hat jetzt eine Suchmaschine gestartet, die Angebote von Streamingdiensten vernetzt.
Foto: getty
Was wir bereits wissen
Streamingdienste wie Netflix oder Watchever werden immer beliebter. Ein Berliner Startup will Nutzern die Suche nach Filmen vereinfachen.

Berlin.. Mit einer neuen Suchmaschine eines Berliner Startups sollen sich Filmfans einen besseren Überblick über verschiedene legale Streamingdienste im Netz verschaffen können. Auf der Seite "justwatch.com" können Nutzer einen Film auswählen und so erfahren, welcher Anbieter ihn zeigt, wie Gründer David Croyé am Freitag sagte.

"Meistens ist es so, dass man zwei Dienste nutzt, weil die Angebote derzeit noch beschränkt sind." Die Suchmaschine solle das Abrufen verschiedener Seiten überflüssig machen. In den USA listet sie demnach rund 37.000 Filme auf. Für Deutschland sind es knapp 13.000. Auch TV-Serien sollen bald dazukommen.

Beim Streaming werden die Videoinhalte direkt aus dem Internet abgespielt. Die Dienste wie Netflix oder Amazon finanzieren sich über eine monatliche Abo-Gebühr. "JustWatch" selbst soll für die Nutzer kostenlos sein.

Zehn Streaminganbieter stehen in Deutschland zur Verfügung

Geld verdient das Startup eigenen Angaben nach als Marketing-Plattform für die Filmbranche. Zur investierten Summe wollte Croyé keine Angaben machen. "Wir haben so viel investiert, dass wir uns das erste Jahr finanzieren können", sagte er. Das Team besteht aus zehn Mitarbeitern.

Streaming Als Kernmarkt bezeichnete Croyé die USA, wo die Suchmaschine am Donnerstagabend online ging. Deutschland folgte am Freitag. Weitere Länder sollen demnach in Kürze dazukommen.

Für die deutsche Version hat "JustWatch" zehn Streaminganbieter in die Auswahl aufgenommen. Hierzulande buhlen mehrere Videodienste um Kunden.

Netflix war im vergangenen Jahr mit einer deutschen Seite online gegangen. Daneben hatten sich bereits Maxdome, Watchever, Instant Video und Sky Snap mit unterschiedlichen Angeboten etabliert. (dpa)