Monika Piel hört vorzeitig als WDR-Intendantin auf
25.01.2013 | 17:52 Uhr 2013-01-25T17:52:29+0100
Köln. Monika Piel wird ihren Posten als Intendantin des Westdeutschen Rundfunks vorzeitig räumen. Wie der WDR am Freitag mitteilte, hat Piel die Vorsitzenden von Rundfunkrat und Verwaltungsrat informiert, dass sie ihre Tätigkeit aus persönlichen Gründen beenden wird, sobald die Nachfolge geregelt ist.
Die Mitteilung schlug am Freitagnachmittag ein wie ein Blitz aus heiterem Himmel. „WDR-Intendantin Monika Piel informierte heute die Vorsitzenden von Rundfunkrat und Verwaltungsrat darüber, dass sie aus persönlichen Gründen ihre Tätigkeit beenden wird, sobald die Nachfolge geregelt ist“, teilte der WDR knapp mit.
Erst im Mai 2012 war die 61-jährige Rundfunk-Managerin für sieben Jahre im Amt bestätigt worden. Es ist ihre zweite Amtszeit.
Bis Ende Dezember war Piel auch Vorsitzende der ARD. Sie war die erste Frau an der Spitze des öffentlich-rechtlichen Senderverbundes. Sie hatte das Amt turnusmäßig zwei Jahre inne.
„Außerordentlich konstruktiv und vertrauensvoll“
Piel hatte die NRW-Landesregierung und die WDR-Gremien im Laufe des Tages über ihren Schritt informiert. Der grippekranke Medienstaatssekretär Marc Jan Eumann (SPD) zeigte sich von Piels Vorhaben „überrascht“ – ebenso die Vorsitzende des Rundfunkrates, Ruth Hiernonymi, und der Chef des Verwaltungsrates, Ludwig Jörder.
Hieronymi erklärte, sie habe Piels Entscheidung „mit Bedauern zur Kenntnis genommen“. Sie unterrichte den Rundfunkrat schnellstmöglich und berate mit dem Gremium über weitere Schritte. Der Rundfunkrat entscheidet darüber, wer an der WDR-Spitze steht.
Hieronymi bezeichnete die Zusammenarbeit mit der scheidenden Intendantin als „außerordentlich konstruktiv und vertrauensvoll“. Hieronymi arbeitete mit Piel nicht nur beim WDR, sondern auf ARD-Ebene zusammen. Die Bonner Medienaufseherin führt auch den Vorsitz beim ARD-Gremienverbund GVK. Hieronymi rechnete Piel an, sich für mehr Haushaltstransparenz eingesetzt zu haben.
„Marken-Check“ und Gottschalk
Der Verwaltungsratsvorsitzende Jörder respektierte Piels Entscheidung nach eigenen Worten. Er nannte die Zusammenarbeit der Intendantin „offen, konstruktiv und fair“. Der Dortmunder Gremien-Chef fügte hinzu: „Ich hätte gern weiter mit ihr zusammengearbeitet.“ Piel hatte sich im Ersten für mehr Information eingesetzt. Auf ihrer Habenseite steht der erfolgreiche „Marken-Check“ der ARD. Dennoch war sie in den eigenen Reihen nicht unumstritten. Die Programmdirektion in München um Volker Herres kreidete ihr das Quotendebakel um den zeitweiligen Vorabendtalker Thomas Gottschalk an.
Auch gelang es Piel in ihrer Amtszeit nicht, den Streit mit den Tageszeitungsverlegern um die umstrittene „Tagesschau“-App für Smartphones beizulegen.
15:02
Die Überschrift ist die gute Nachricht. Die Tatsache, dass Sie dieser dem Namen nach öffentlichen Rundfunkanstalt als üppige Pensionsrückstellung auch weiterhin erhalten bleiben wird, die schlechte Nachricht. Wer dies mit blossem Neid abtut, dem ist leider nicht zu helfen.
14:27
dann kann es ja nur noch bei der ARD aufwärts gehen !
07:10
Vielen Dank an Monika Piel, daß sie einen solchen Sender zusammengehalten und den Geist der Aufklärung hochgehalten hat. Ja, ich teile die Meinung, daß der Meinungsmob jedes Maß verloren hat. Das wird mit der Bundestagswahl im September noch schlimmer, doch nehmen wir es sportlich: Bayern (mit Herres, dem schlechtesten Moderator aller Zeiten, direkt vor Werner Höfer), die aus Barcelona und Flandern haben jetzt die Gelegenheit als selbstständige Einheiten nach Europa eingegliedert zu werden. Dann kann der Fortschritt in den deutschen Westen kommen, Frau Piel (der WDR) hat auch das mit vorbereitet und das ist eine gute Leistung. Den Rest erledigt die Rheinländerin/der Rheinländer selbst.
ZWITSCH - DUISBURG/RHEIN
* * *
23:14
Es ist erschreckend, mit welcher Missgunst, die teilweise an hirnlose Hasstiraden grenzt, Frau Piel hier herabgewürdigt wird.´
Ich betrachte sie durchaus kritisch.
Ihre Toleranz bei Eigenproduktionen in denen Kettenraucher und Alkoholiker herausragende Rollen bekommen, kann nicht nachvollziehen.
Aber die meisten Kommentare sind für mich eher ein erschreckendes Zeugnis dafür, dass sich Deutsche zu aggressiven Barbaren zurück entwickeln, anstatt persönliche Entscheidungen mit Anstand und Respekt zu akzeptieren.
Die inzwischen offenbar gesellschaftsfähig gewordene "Hau drauf, egal ob Du das Thema beurteilen kannst" Mentalität, betrachte ich eher als einen ersten Schritt zurück zum Neandertaler, als eine Bereicherung unserer Sozialkultur.
Darum finde ich die Beiträge der meisten Verfasser absolut armselig.
22:53
Wenn ich jetzt so nachträglichvon ihrem Wirken lese, stelle ich fest, dass sie öfter ältere Mitarbeiter rausgeschmissen hat. Da ist es konsequent wenn sie mit 61 auch endlich geht. Nur ihr Mann darf mit 67 noch Radio machen. (Aber den kann man ja auch nicht sehen.)
22:00
#1 - #5
Hat eigentlich schon mal jemand daran gedacht, dass "persönliche Gründe" auch eine schwere Krankheit sein könnten?
Aber vorsichtshalber erst mal sabbeln......
Tipp: lesen, denken, schreiben.
Am besten in der Reihenfolge.
Bitte beim nächsten mal berücksichtigen, danke.
20:46
Sie möchte jetzt im Alter mit ihrem 6 Jahre älteren Ehemann Roger Handt (67), dem WDR Moderator, jetzt das Geld verprassen, dass die beiden sich beim WDR zusammengerafft haben.
20:22
Das tut mir ja sooooo leid! (nein, tut es nicht!!)
Denn wer Claudia Ludwig (und wahrscheinlich auch noch andere) herauswerfen kann, sollte selber ganz schnell gehen!
Die wurde nicht rausgeworfen, die wurde an der Autobahnraststätte angebunden.
19:51
Da ich seit über 10 Jahren keinen Fernseher mehr habe kann ich nicht beurteilen ob die Frau ihren Job besser oder schlechter gemacht hat als es andere Leute in so einer Position machen.
Weil mich aber seit diesem Jahr die GEZ zwingt für etwas zu zahlen das ich nicht nutze interessiert mich nur eins: Was kostet mich der Spaß? Die wird ja wohl kaum ohne Abfindung/Rente auf meine Kosten gehen.
Intendanten sind wenn sie aufhören alle Millionäre. Der nächste ist/wird auch einer. Schon mal Platz schaffen für den nächsten.
Schön, dass Sie sich für das neue Jahr etwas vorgenommen haben. :-)
18:05
Dies ist ein kleiner Schritt für Frau Piel, aber ein großer für die Zuschauer, und die Qualität im TV...