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Sat.1-Thriller

Mörder und Langeweile kennen keine Grenzen

07.04.2009 | 08:10 Uhr

Dortmund. Berlin 2009. Polizist Maik Brunner (Stephan Luca) jagt einen Serienkiller, der noch dazu seine Freundin entführt hat. Bei einer Verfolgung durch unterirdische Tunnel wird der Fahnder von einer U-Bahn erfasst - und wacht in der DDR des Jahres 1984 wieder auf.

Die Jagd aber geht weiter. Denn schon damals trieb der Killer sein Unwesen und beweist: „Mörder kennen keine Grenzen” (Sendedaten: Dienstag, 7. April, Sat.1, 20.15 Uhr).

Ein gewöhnlicher Polizist auf einer unerklärlichen Zeitreise. Das ist eine abgedrehte Idee, die das britische Fernsehen schon vor Jahren gekonnt in der Serie „Life On Mars” umsetzte. Schamlos haben sich die Macher dieses Sat.1-Streifens beim Vorbild bedient. Nur die Atmosphäre haben sie vergessen. Telefone mit Wählscheiben und am Straßenrand geparkte Trabbis sind jedenfalls ein bisschen wenig, um die DDR des Jahres 1984 wieder auferstehen zu lassen. Von einer dauergewellten Polizistin namens Gaby, die gerne Bananen ist, ganz zu schweigen.

Schlimmer aber ist, dass der Film sich nicht auf die eigentliche Geschichte beschränkt, sondern gleich mehrere unnötige Nebenhandlungsstränge spinnt. Was den Ausflug in die Vergangenheit endgültig zu einer Zeitreise in die Langeweile macht.

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Andreas Böhme

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Kommentare
08.04.2009
12:08
Mörder und Langeweile kennen keine Grenzen
von Peer | #1

Ob der Herr Kritiker, der diesen Film gerade zerlegt hat, intensiv selbigen geschaut hat, wage ich ernsthaft zu beweifeln. Die abkupferung von Life on Mars kann ich mangels Vergleichsmöglichkeit nicht beurteilen, wohl aber den Rest. Der Streifen war spannend, unterhaltsam, actionreich und hat einfach nur Spaß gemacht. Die Darstellung der DDR war eines der intenstivsten und realitätsnahesten überhaupt. Nicht nur die Atmosphäre die die Schauspieler zu vermitteln wussten, auch deren Kleidung, Aussprache, Wortwahl etc. waren herrlich real. Die meisten werden viele Details aus Unkenntnis gar nicht bemerkt haben. Ob Pfeffi oder Jugendliebe, bis hin zu den Mülltonnen hinterm Haus haben sich die Macher bis ins kleiste Detail Mühe gemacht, Mühen, die viele überhaupt nicht wahrnehmen. Wahrscheinlich hat auch der Herr Kritiker die echte DDR nie kennengelernt. Schade, wenn man so unqualifiziert urteilt.

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