Medienaufseher loben Stefan Raab für „Absolute Mehrheit“
12.11.2012 | 17:16 Uhr 2012-11-12T17:16:00+0100
Hamburg. Die Medienaufsicht lobt Stefan Raab für seinen neuen Talk, der am Sonntag Premiere feierte. Er habe dafür gesorgt, dass ProSiebens Informationsanteil steige. Freuen darf sich der Entertainer auch über die Quoten: Beim jungen Publikum stach Raab Günther Jauch mit seinem ARD-Talk aus.
Die neue politische Talkshow „Absolute Mehrheit“ von ProSieben ist von der Medienaufsicht gelobt worden. Thomas Langheinrich, Programmbeauftragter der Kommission für Zulassung und Aufsicht der Medienanstalten (ZAK), erklärte am Montag: „Wir haben private Fernsehsender oft wegen ihres zurückgehenden Informationsanteils in ihren Sendungen kritisiert. Es ist deshalb grundsätzlich zu begrüßen, wenn ProSieben mit Stefan Raab 70 Minuten mehr Sendezeit für gesellschaftlich relevante Inhalte bietet.“
Mit der neuen Talksendung von Stefan Raab könne ProSieben zeigen, dass es als zugelassenes Vollprogramm nicht allein auf Unterhaltung setze. Langheinrich ergänzte: „Ich würde mich freuen, wenn diese Talksendung nicht die einzige Programminitiative zur Erhöhung des Informationsanteils bei den privaten Vollprogrammen bleibt.“
Raab stach Günther Jauch beim jungen Publikum aus
Die ZAK ist abschließend zuständig für die Zulassung und Kontrolle bundesweiter Rundfunkveranstalter. Darüber hinaus werden Fragen der Plattformregulierung sowie der Entwicklung des Digitalen Rundfunks bearbeitet. Mitglieder der ZAK sind die Direktoren und Präsidenten der 14 Landesmedienanstalten.
Die Premiere des Raab-Talks sahen am Sonntagabend insgesamt 1,79 Millionen Zuschauer. Das entsprach einem Marktanteil von 11,6 Prozent. Bei den jungen Seh-Leuten lag der Zuspruch deutlich höher mit 18,3 Prozent.
Zum Vergleich: ARD-Talker Günther Jauch musste sich um 21.45 Uhr - also eine Stunde als Raab – beim Publikum unter 50 mit einem mageren Marktanteil 8,9 Prozent zufriedengeben. Zahlen, die auch bei der ARD aufmerksam registriert wurden.
Beim Gesamtpublikum erzielte ProSieben im Oktober einen Marktanteil von 6,0 Prozent. Beim werberelevanten Publikum zwischen 14 und 49 fuhr der Münchner Sender eine Quote von 11,5 Prozent ein.
22:28
@6
http://www.dwdl.de/zahlenzentrale/38337/hervorragender_auftakt_fuer_stefan_raabs_polittalk/
Wo haben Sie diese Zahlen her? DWDL meldet 1,28 Mio. für Raab in der Altersgruppe 14-49.
Bei 14-19 hat er übrigens den 8-fachen Marktanteil von Jauch, bei den 20-29-jährigen hat er den 5-fachen, bei 30-39 ist er immer noch doppelt so stark.
Wenn Raab das häufiger schafft, wird er zur reichweitenstärksten Polittalkshow für Menschen in der ersten Hälfte des Lebens - und es ist eine Schande, dass die öffentlich-rechtlichen so etwas nicht zustande bringen.
Sicherlich sind hier raabtypische Show-Elemente vorhanden und sicherlich ist er im Format noch nicht richtig angekommen, was bei Premieren häufig der Fall ist, und sicherlich kann man sich noch etwas mehr inhaltliche Tiefe vorstellen, aber in den künftigen Ausgaben kann man ja noch an einigen Stellschrauben drehen.
Und um für die junge Zielgruppe interessant zu sein, muss man aber auch nicht den anne-will-gestählten Zuschauern gefallen.
00:15
Hab ein bisschen recherchiert, um meine Fragen aus #1 zu beantworten. Hier das Ergebnis:
Günther Jauch:
5,54 Millionen Zuschauer,
davon 1,14 Millionen zwischen 14 und 49 Jahre alt.
Stefan Raab:
1,79 Millionen Zuschauer,
davon 0,5 Millionen zwischen 14 und 49 Jahre alt.
Aber das klingt natürlich nicht so spektakulär.
Was meinen Sie, wie viele Rentner abends vor dem TV sitzen und NUR die ARD oder ZDF gucken...Alleine das ZDF hat IMMER eine statistische Grundquote, weil in den Altenheimen rund um die Uhr NUR das ZDF läuft...
Wer es nicht glaubt, darf gerne den Altenpflger seines Vertrauens fragen.
Und was sagt mir das jetzt?
23:23
Folgt man der bestürzend flachen Argumentation von Langheinrich, konnte Raab gar nichts falsch machen. Der bloße Umstand, Politiker zum Gespräch versammelt zu haben, genügt dieser Medienaufsicht für ihr uneingeschränktes Lob, mögen die Beiträge noch so fragmentarisch, mag Klamauk und Werbung noch so deplaziert und störend und das Presseecho durchweg noch so verheerend sein.
Das Lob der Medienaufseher ist darum praktisch wertlos. Vielmehr hat Raab lediglich einen neuen Stall gebaut, um weitere Kühe nach Art des Hauses abzumelken.
23:19
Hab mir die Show ! zehn Minuten angetan. Informationsgehalt = 0. Reine Unterhaltung. Nervend.
Raab bleib bei Deinen Leisten.
20:16
Wenn man bedenkt wie die Quoten zustandekommen...
Also 5000 Leute werden gefragt und darauf wird geschlossen, daß der Rest der Republik ähnlich "guckt"
Dasselbe gilt für Umfragen, aber da sind es meistens nur um die Tausend, die gefragt werden. Ts ts.
Ja, das geht. Es wird bei jeder Umfrage so gemacht. Es ist ein repräsentativer Schnitt, der genommen wird. Und wie man etwa bei Wahlen sehen kann, stimmen diese Umfragen in etwa auch. Beispiel FDP. Überall dort, wo die FDP bei unter 5% lag, ist sie auch bei der Wahl aus dem Landtag geflogen.
20:09
Dummes Gerede...
19:32
Was ist das wiede für ein Sch***-Artikel?
Wieviele Zuschauer hatte Jauch?
Wieviele "junge Leute" haben Jauch gesehen, wieviele Raab? Ein höherer Marktanteil heißt ja aufgrund der unterschiedlichen Sendezeiten noch nicht, dass es auch mehr Zuschauer waren.
Warum werden immer nur völlig unvollständige Daten in solchen Artikeln gebracht?