MDR trennt sich vom Deutschen Fernsehballett
06.02.2012 | 17:27 Uhr 2012-02-06T17:27:01+0100
Leipzig. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat sich vom Deutschen Fernsehballett getrennt. Die 100-prozentige MDR-Tochterfirma Drefa Media Holding verkaufte den Mehrheitsanteil von 90 Prozent an den Künstlermanager und Fernsehproduzent Peter Wolf, wie die Drefa in Leipzig mitteilte.
Der Mitteldeutsche Rundfunk trennt sich vom Deutschen Fernsehballett. 90 Prozent verkauften verkaufte die MDR-Tochterfirma Drefa Media Holding an den Fernsehproduzenten und Künstlermanager Peter Wolf. Die übrigen zehn Prozent hält weiterhin der Fernseh-Ballett-Verein, dem die Mitglieder des Ensembles angehören. über zahlreiche geplante Auftritte weiterhin eng verbunden , erklärte Drefa-Geschäftsführer Uwe Geißler.
Umstrittener Auftritt in Tschetschenien
Das Fernsehballett hatte im Oktober für Schlagzeilen gesorgt, weil einige Mitglieder an einer Party zum 35. Geburtstag des umstrittenen tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow teilgenommen hatten. Menschenrechtsaktivisten werfen Kadyrow vor, dass er einer Privatarmee vorsteht, die foltert und mordet. Der MDR hatte den Auftritt kritisiert und den dadurch entstandenen "Imageschaden" beklagt. Der Geschäftsführer des Fernsehballetts, Bodo Bergmann, erhielt zudem eine Abmahnung.
Das 1962 in der DDR gegründete Ensemble aus 26 Tänzerinnen und Tänzern tritt bei zahlreichen großen TV-Unterhaltungssendungen wie dem "Fest der Volksmusik" auf und erreicht nach eigenen Angaben bei durchschnittlich 40 Fernsehauftritten pro Jahr über 140 Millionen Fernsehzuschauer. (AFP)
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