"Männer! Alles auf Anfang" - Männer-WG bei RTL

Christoph Letkowski (l) und Hans-Jochen Wagner ziehen in "Männer! Alles auf Anfang" in eine Männer-WG, um vor ihren Beziehungsproblemen zu flüchten.
Christoph Letkowski (l) und Hans-Jochen Wagner ziehen in "Männer! Alles auf Anfang" in eine Männer-WG, um vor ihren Beziehungsproblemen zu flüchten.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Deutsche Fernsehserien haben es beim von US-Formaten verwöhnten Zuschauer nicht leicht. Vieles hat man schon einmal gesehen. Doch es geht auch anders.

Berlin.. Frauen und Männer haben es oft schwer miteinander - im alltäglichen Leben, und in hierzulande produzierten TV-Serien meistens auch. So hat auch "Männer! Alles auf Anfang", eine neue Serie, die an diesem Donnerstag (21.15 Uhr, RTL) mit sieben Folgen startet, das Genre der WG-Sitcom ("Two and a Half Men", "Friends") nicht unbedingt neu erfunden - doch läuft da immerhin einiges etwas anders.

Während die meisten Romantic-Comedy-Serien aus der Sicht der Frauen erzählt werden, sind hier jetzt mal die Männer dran - genauer drei Männer zwischen Mitte 30 und Mitte 40, die jeweils ziemlichen Stress mit ihren Frauen bekommen, sich darüber befreunden und in einer Wohngemeinschaft in einer schönen Hamburger Villa wiederfinden.

Eine Villa in Blankenese

Da ist der Textilfabrikant David Mandelbaum (Hans-Jochen Wagner), der mit seiner Gattin Tamara (Katharina Müller-Elmau) zwei Kinder hat und einfach alles fürsorglich bestimmen will. Er ist befreundet mit dem Immobilienmakler Ben Schäfer (Andreas Pietschmann), dessen Frau Sophie (Eva-Maria Grein von Friedl) ihn mit den beiden Söhnen verlässt, als sie hinter seine Affäre mit der Nachbarin kommt.

Fantasy-Serie Und dann ist da noch der Handwerker Joris Petersen (Christoph Letkowski), dessen Freundin Joyce (Luise Bähr) schon seit Teenagerzeiten mit ihm zusammenlebt und nun unbedingt ein Kind von ihm will - wobei sie nach einer Hormonbehandlung zwar ungemein fruchtbar ist, aber auch ziemlich ausflippt. Joris renoviert für Ben eine Villa im vornehmen Blankenese, und eben dort ziehen die drei dann alsbald ein.

Thema Liebe - "das betrifft jeden"

Produziert wurde das Ganze von der Firma Schwartzkopff TV ("The Voice of Germany"), basierend auf dem erfolgreichen niederländischen Format "Divorce" nach einer Idee von Linda de Mol. Die beiden Regisseure Edzard Onneken (Folge 1-5) und Sebastian Sorger (Folge 6 und 7) setzen voll auf ihre gut gezeichneten Protagonisten und ganz alltägliche Themen wie Sehnsüchte, Verlustängste, Rosenkriege und (Männer-)Freundschaften.

Dschungelcamp Natürlich kann man (mit Loriot) die ewige Frage stellen, ob Männer und Frauen überhaupt zueinander passen: "Männer und Frauen haben irgendwann mal zusammengepasst und tun es dann halt nicht mehr", meinte Hans-Jochen Wagner (46). "Es geht ja darum, dass nun irgendetwas zusammenbricht, was vorher scheinbar zusammen gepasst hat. Was ich daran ganz schön finde, ist, dass alle drei Männer aus ihren traditionellen Strukturen rausfliegen."

"Die Geschichten verlieren sich nicht in irgendwelchen Klischees", ergänzt Christoph Letkowski (32). "Das große Thema ist doch die Liebe, und das betrifft schließlich jeden. Und da gibt es bei allen dreien wirklich gravierende, existenzielle Veränderungen. Es gibt kein richtig oder falsch, kein schwarz oder weiß. Es ist mit dieser Konsequenz ein total untypisches deutsches Format, dass es in dieser Ausformulierung so noch nie gegeben hat." (dpa)