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Jamie-Lee Kriewitz singt beim ESC in Stockholm für Deutschland

25.02.2016 | 22:54 Uhr
Jamie-Lee Kriewitz singt beim ESC in Stockholm für Deutschland
Jamie-Lee Kriewitz (l.) jubelt über ihren Sieg beim Vorentscheid für den "Eurovision Song Contest" – und Barbara Schöneberger freut sich mit.Foto: dpa

Köln.  Sie siegte bei „The Voice of Germany“, nun auch beim ESC-Vorentscheid: Jamie-Lee Kriewitz fährt zum Eurovision Song Contest 2016.

The Voice Of Germany, die Stimme Deutschlands, ist sie schon seit letztem Jahr, jetzt ist sie auch die Stimme für Deutschland. Jamie-Lee Kriewitz, 17-jährige Sängerin aus dem niedersächsischen Bennigsen hat Donnerstagabend beim Esc-Vorentscheid in Köln gesiegt und wird Deutschland am 14. Mai beim ESC-Finale in Stockholm vertreten.

Was in den rund 120 Minuten zuvor zu hören war hatte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber im Vorfeld als „Vielfalt und Buntheit" beschrieben. Am Ende war es vor allem viel Durchschnitt. Schnell gehört, schnell wieder vergessen.

Leicht bekleidet mit halbnackten Tänzern

Es begann mit Ella Endlich, mit deren Namen man nun viele Wortspiele machen könnte. Leicht bekleidet mit halbnackten Tänzern passt sie mit ihrer Schlager „Adrenalin“ gut ins Vorprogramm der nächsten Helene Fischer-Tour – nicht aber zum  Eurovision Song Contest. Was überraschender Weise auch für die Iserlohner Formation „Luxuslärm“ und ihren Song „Solange Liebe in mir wohnt“ gilt.

Casting-Show
„The Voice of Germany“-Siegerin Jamie-Lee musste schweigen

Jamie-Lee Kriewitz hat das Finale von „The Voice of Germany“ mit 38,29 Prozent der Stimmen gewonnen. Vor die Kameras durfte sie nach dem Sieg nicht.

Die  Hamburger Schwestern Cosima und Josepha, die sich Joco nennen reisten für ihre Bühnen-Show – eine an den Trommeln, eine am Keyboard - in die 80er-Jahre. Dort trafen sie auf die „Woods of Birnam“ bei deren Song „Lift Me Up“ Sänger Christian Friedel in güldener Jacke ein wenig an ABC-Frontman Martin Fry erinnerte. Gut, dass der Mann sein Geld eigentlich als Schauspieler sein Geld verdient.

Bleiben noch Keoma, deren düstere Ballade „Protected“ labile Menschen in Depressionen treiben könnte, und Ralph Siegels Schützling Laura Pinsk i, die zwar ein schönes Kleid anhatte, aber bewies, dass einer der erfolgreichsten deutschen Komponisten noch immer nicht den musikalischen Sprung ins Jahr 2016 geschafft hat. Ach ja, und natürlich die Kuttenträger von Gregorian, die zu düsterem Choralkitsch Laserstrahlen aus den Händen schießen ließen und den Feuerwehrleuten im Saal mit vielen Flammen auf der Bühne den Schweiß auf die Stirn trieben. Letztendlich aber war auch das zu wenig, um unter die besten drei ins Finale vorzustoßen.

Alex Diehl, gestandenes Mannsbild aus Bayern

Das schaffte, nicht von jedem erwartet, Alex Diehl, gestandenes Mannsbild aus Bayern. „Nur ein Lied“ heißt sein Song, den er nach den Terroranschlägen von Paris schrieb und ins Internet stellte, wo die Nummer schnell zum Hit wurde und millionenfach geklickt wurde. Ein bisschen Frieden 2.0 aber letztendlich ein Lied, das wohl nur aus der Situation heraus ein Erfolg werden konnte, in der es entstand.

Song-Contest
Die Kassierer werden nicht zum ESC-Entscheid eingeladen

Die ARD setzt die Bochumer Punkband nicht auf die Liste der potenziellen Eurovisions-Kandidaten. Der Vorentscheid findet am 25. Februar statt.

Weniger überraschend war es dagegen, das  Avantasia und ihr „Mystery of a Blood Red Rose" unter die letzen drei kam. Sehr pathetisch, wuchtiges Schlagzeug, viel Pathos. Ein wenig wie Meatloaf auf Diät u nd einem Sänger, der irgendwo an ein Duplikat von Paul McCartney Sergeant Peppers-Jacke gekommen ist.

Am Ende aber waren sie alle chancenlos gegen einen Geist. Gegen „Ghost“, das Lied mit dem Jamie-Lee Kriewitz, Siegerin der ProSieben7Sat1-Casting Show „The Voice“ im Outfit einer Manga-Figur antrat. Sie liebt einen Sound, den man Korea-Pop nennt, erinnert viele bei ihrem Siegerlied aber an Rihannas „Umbrella“.

„Hart arbeiten und viel Spaß haben“ will sie. Vor allem aber will sie antreten für Deutschland im europäischen Finale in Stockholm. Was im Vergleich zum Vorjahr schon mal ein großer Fortschritt ist.

Einen kleinen Moment, der Ticker lädt.

Andreas Böhme

Kommentare
27.02.2016
13:00
Jamie-Lee Kriewitz singt beim ESC in Stockholm für Deutschland
von archie2 | #18

OK - das war also das Beste, was wir zu bieten hatten?

Wir sollten es lassen.

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Jamie-Lee Kriewitz singt beim ESC in Stockholm für Deutschland
Jamie-Lee Kriewitz singt beim ESC in Stockholm für Deutschland
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http://www.derwesten.de/kultur/fernsehen/live-blog-zum-esc-wer-gewinnt-den-deutschen-vorentscheid-id11597928.html
2016-02-25 22:54
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