Let's Dance 2015: Steiner-Tanz sagt mehr als 1000 Worte - Amani ist raus

Matthias Steiner rührte bei "Let's Dance" die Zuschauer zu Tränen.
Matthias Steiner rührte bei "Let's Dance" die Zuschauer zu Tränen.
Foto: Getty Images
Was wir bereits wissen
Hans Sarpei tanzt sich in der RTL-Show Let’s Dance ins Finale und Matthias Steiner rührt zu Tränen. Eine große Favoritin scheidet dagegen aus.

Essen.. Innere Organe tanzen sich souverän ins Finale, Moderatorin Sylvie Meis verdrückt ein Krokodilstränchen, eine Favoritin ist raus und ein Phoenix kämpft sich aus der Asche. Das war das Halbfinale von Let’s Dance 2015. In der vorletzten Ausgabe der RTL-Show schafft es Publikumsliebling Hans Sarpei am Freitagabend ins große Finale nächste Woche. Enissa Amani ist nicht mehr dabei.

Dabei galt gerade sie, neben Hans Sarpei, lange als Favoritin bei Jury und Publikum. Doch ihre Fans konnten sie nicht retten: Die Jury sah sie nach drei schwachen Tänzen auf dem letzten Platz, nach dem Telefon-Voting stand fest: Die schöne Komikerin wird das Finale als Zuschauerin verfolgen müssen. Quickstepp, Hip-Hop und ein improvisierter Cha-Cha-Cha haben nicht überzeugt.

Ein Phoenix tanzt sich bei Let’s Dance aus der Asche

Let's Dance Viele dürften einen anderen Kandidaten auf der Abschussliste gesehen haben: Aber Ex-Gewichtheber Matthias Steiner kämpfte sich nach der vergleichsweise schlechten Leistung in der vergangenen Show zurück. „Wie ein Phoenix“, fand Jurorin Motsi Mabuse.

Mit seinem zeitgenössischen Tanz, dem Contemporary, arbeitete Steiner die Themen Tod und Verlust auf. Erklären musste er nichts. Er musste nicht daran erinnern, dass er 2007 seine erste Frau bei einem Autounfall verloren hat. Und wie er 2008 ihr Bild in die Kameras hielt, als er bei den Olympischen Spielen in Peking Gold holte. Seine Geschichte transportierte er übers Tanzen.

Matthias Steiner schickt seine Let’s-Dance-Fans ins Tal der Tränen

Und dabei schickte er die weiblichen Studiogäste reihenweise ins Tal der Tränen: Ehefrau Inge schluchzte im Publikum, auch Tanzpartnerin Ekaterina Leonova konnte die Tränen nicht zurückhalten. Motsi Mabuse nahm das Taschentuch von Jurorkollege Joachim Llambi gerne an, Steiners Konkurrentin Minh-Khai Phan-Thi ließ ebenfalls laufen. Da wollte Moderatorin Sylvie Meis offenbar nicht alleine dastehen. Mehr als ein Krokodilstränchen kam aber nicht.

Neben Matthias Steiner tanzen Minh-Khai Phan-Thi und Hans Sarpei im Finale. Der Ex-Schalker, der in der vergangenen Woche überraschend unter den Wackelkandidaten war, hat am Freitagabend auf ganzer Linie überzeugt. „Chico, das war bombastisch“, urteilte Juror Jorge Gonzales nach der Salsa. Und Motsi Mabuse wollte schier ausflippen, weil sie „endlich endlich“ Hans’ Zähne gesehen hat.

Hans Sarpei tanzt bei Let’s Dance mit seinen inneren Organen

Let's Dance Sarpei schwang seine Hüften zur Salsa und schwebte beim langsamen Walzer übers Parkett. Auch beim „Impro-Tanz“ überzeugte er mit einem Cha-Cha-Cha. „Hans, du hast Rhythmus im Blut“, lobte Juror Joachim Llambi, der mit seiner Kritik bekanntlich nie hinterm Berg hält.

In der Vergangenheit hatte er Sarpei oft wegen dessen Freizügigkeit kritisiert. Er solle sich lieber aufs Tanzen konzentrieren statt mit nacktem Oberkörper die Frauen zu becircen. Mit Sarpeis Körper hatte Llambi in dieser Woche kein Problem. Im Gegenteil: „Dein ganzer Körper hat sich hervorragend in der Musik bewegt."

Impro-Tanz feiert Premiere

Motsi Mabuse würde den Ex-Fußballer sogar zu einem Profiturnier schicken. „Du würdest mit einer Trophäe wiederkommen!“ Und wie fand Jorge Gonzales den Auftritt von Hans Sarpei? Der gebürtige Kubaner sorgte mit seinen spanisch-deutschen Kommentaren mal wieder für Lacher. Hans’ habe mit seinen inneren Organen getanzt, super!

Der Impro-Tanz war eine Premiere im Halbfinale von Let’s Dance: Nach ihren ersten beiden Tänzen erfuhren die Kandidaten live in der Show, welchen Tanz sie zusätzlich noch aufs Parkett zaubern mussten. Für die Proben hatte jeder im Anschluss nur 20 Minuten Zeit.

Minh-Khai Phan-Thi trotz Knieverletzung im Finale

Bei Hans Sarpei und Enissa Amani war es ein Cha-Cha-Cha, Matthias Steiner und Minh-Khai Phan-Thi mussten ihre Rumba-Kenntnisse abrufen. Bei der Moderatorin hatte das Turbo-Training Spuren hinterlassen: Sie hat sich vor dem Impro-Tanz das Knie aufgeschlagen, tanzte mit einem großen Pflaster am Bein. Jorge Gonzales und Motsi Mabuse war das egal: Sie waren begeistert von den schönen langen Beinen der 41-Jährigen.

Während sich die drei Finalisten freudig in den Armen lagen, nahm es Enissa Amani sportlich. Alles sei gut, versicherte sie, sichtlich enttäuscht über das Ausscheiden. Dabei war sie nach ihrem ersten Tanz noch guter Dinge. „Wer ist Joachim Llambi?“, fragte sie keck, nachdem der Juror ihren Quickstepp als „schwerfällig“ bezeichnete.

Katja Burkard kehrt erneut zurück zu Let’s Dance

Ihre Tänze seien „nicht so vorteilhaft“ gewesen, urteilte Llambi, die „brennende Hip-Hop-Faust“ (Daniel Hartwich) auch nach dem zweiten Tanz von Enissa Amani, dem Hip-Hop. Wir erinnern uns: Bei diesem Tanz konnte bislang kein Kandidat wirklich brillieren. Der Hip-Hop-Versuch von Katja Burkard sorgte für Hohn und Spott – sogar bei der Jury.

Die RTL-Moderatorin ist in der kommenden Woche übrigens wieder mit dabei. Keine Angst! Sie springt nicht wieder für einen erkrankten Kandidaten ein. Im Finale am kommenden Freitag um 20.15 Uhr sollen alle Kandidaten noch einmal tanzen.