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Kerkeling hat bei WDR-Chefin gute Karten, Pocher schlechte

06.06.2007 | 08:50 Uhr

Eines ist klar: Die ARD muss sich in der Unterhaltung neu aufstellen. Der WDR könnte dabei Akzente setzen. WDR-Intendantin Monika Piel skizzierte, wie die Neuausrichtung aussehen könnte. Ganz oben auf ihrer Wunschliste steht Entertainer Hape Kerkeling.

Die 56-Jährige sagte dem Berliner "Tagesspiegel", der aus Recklinghausen stammende Comedian sei jemand, den sie "im Auge habe". Er würde dem Ersten tatsächlich gut zu Gesicht stehen: Der 42-Jährige bewährte sich in zwei Jahrzehnten als vielseitiger Quotengarant. Seine Auftritte als "Horst Schlämmer" begeisterten zuletzt Zuschauer wie Kritiker. Zudem beweist Kerkeling derzeit bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance", dass er auch mit Frack und gebremstem Humor eine gute Figur macht. Nebensächlich zu erwähnen, dass Kerkeling diverese Fernsehpreise einkassierte, darunter einen Grimme in Silber zu Beginn seiner Karriere. In diesem Frühjahr wurde er von dem renommierten Medieninstitut in Marl vorgeladen, um die Besondere Ehrung des Volkshochschulverbandes entgegenzunehmen.

In dem Interview stellte ihn die WDR-Chefin, die den größten ARD-Sender seit April leitet, auf eine Stufe mit dem von ihr verehrten TV-Spötter Harald Schmidt (49).

Vom Umbau von Schmidts schwächelnder Late-Night-Show zeigte sich Piel mäßig begeistert. Den Humor des Neuzugangs Oliver Pocher (29) mag sie erklärtermaßen nicht. Piel betonte, dass Pocher von Schmidt, nicht vom WDR angeheuert worden sei.

Zudem meldete sie Zweifel an, ob es von Pocher klug gewesen sei, die bisherige Rolle von Manuel Andrack in Zweifel zu ziehen; Andrack fungiert in der Sendung bisher als Stichwortgeber und Gegenpart von Schmidt.

Piel positionierte sich in dem Interview überdies deutlich gegen ein Übermaß an Volksmusik bei den Öffentlich-Rechtlichen: "Nach meinem Geschmack haben wir zu viele Volksmusikformate."

Schließlich verkündete Piel, wer Nachfolger von Peter Voß (66) im "Presseclub" des Ersten werde. Für den gerade Ruheständler gewordenen ehemaligen SWR-Chef kommt Volker Herres (50), TV-Chef beim NDR.

Eigener Bericht

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