Kardinal Meisner lässt Kebekus mit Bewerbung als "Päpstin" auflaufen

Die Kirche ärgerte sich über eine Spaßbewerbung zur Päpstin von Carolin Kebekus, die im Rahmen der "heute-show" gezeigt wurde.
Die Kirche ärgerte sich über eine Spaßbewerbung zur Päpstin von Carolin Kebekus, die im Rahmen der "heute-show" gezeigt wurde.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Fast wäre es bei einer Spaßbewerbung von ZDF-Komikerin Carolin Kebekus als Päpstin zu einem Eklat gekommen. Für die "heute-show" sprach sie den Kölner Kardinal Meisner mit einer Bewerbungsmappe an. Der reagierte schroff: "Da haben Sie nicht die Figur dazu". Die Kirche beschwerte sich über das unfaire Verhalten des ZDF-Teams.

Köln.. Die Spaßbewerbung von ZDF-Komikerin Carolin Kebekus auf den Posten des Papstes stößt bei der katholischen Kirche nicht auf Gegenliebe. Bei einer Pressekonferenz der deutschen Bischöfe in Trier hatte Kebekus im Auftrag der "heute-show" vor laufender Kamera den Kölner Kardinal Joachim Meisner mit einer Bewerbungsmappe unterm Arm nach Aufstiegschancen von Frauen in der Kirche gefragt und bekundet, sie wolle Papst werden. "Da haben Sie nicht die Figur dazu", antwortete Kardinal Meisner.

Kurz darauf habe ein Sprecher der Deutschen Bischofskonferenz darauf hingewirkt, die Szene nicht auszustrahlen, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete. "In der Pressekonferenz war das Verhalten des ZDF-Teams gegenüber Kardinal Meisner unfair und bedrängend", sagte Sprecher Matthias Kopp am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. "Deshalb habe ich vor Ort das Team gebeten, von der Ausstrahlung der Bilder abzusehen. Eine sachliche Pressekonferenz zu nutzen, um Satire zu produzieren, ist unangemessen."

Das ZDF sendete am Freitag die Bilder in der "heute-show". Für die katholische Kirche aber kein Anlass zu weiteren Protesten: "Für uns ist die Angelegenheit im übrigen erledigt." (dpa)