Jan Böhmermann gewinnt Grimme-Preis für #Varoufake

Jan Böhmermann hat für seinen satirischen Beitrag über den ehemaligen griechischen Finanzminister Yannis Varoufakis den Grimme-Preis gewonnen.
Jan Böhmermann hat für seinen satirischen Beitrag über den ehemaligen griechischen Finanzminister Yannis Varoufakis den Grimme-Preis gewonnen.
Foto: ZDF und Ben Knabe
Was wir bereits wissen
Beim Grimme-Preis schneiden diesmal besonders die Fernsehserien gut ab. Auch vorn dabei: Die n-tv-Reihe für Flüchtlinge „Marhaba“.

Essen..  Beim Grimme-Preis können die Privatsender in diesem Jahr Erfolge verbuchen. Nachdem im vergangenen Jahr alle Auszeichnungen an öffentlich-rechtliche Sender gingen, werden am 8. April vier von 14 Trophäen des wichtigsten deutschen Fernsehpreises an Private verliehen, wie das Grimme-Institut am Mittwoch in Essen ankündigte.

Grimme-Direktorin Frauke Gerlach hob beispielhaft die Sendereihe „Marhaba - Ankommen in Deutschland“ für Flüchtlinge hervor, mit der der Sender n-tv „großes gesellschaftliches Engagement“ bewiesen habe.

ZDF-Satiriker Jan Böhmermann bekam den Grimme-Preis für seine Satire „Varoufake“ im „Neo Magazin Royale“. Olli Dittrich gewann mit der WDR-Produktion „Schorsch Aigner - der Mann, der Franz Beckenbauer war“ seinen vierten Grimme-Preis: „Das wichtigste ist, man hält den Ball flach“, sagte Dittrich am Mittwoch in Essen.

Kennzeichnend für das Fernsehjahr 2015 ist nach Gerlachs Worten die „Renaissance“ der Serien. Gleich drei Serien erhalten einen Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion. Neben der dritten Staffel von „Weissensee“ (MDR/Degeto) werden „Weinberg“ (TNT Serie) und „Deutschland 83“ (RTL) ausgezeichnet.

Recherche zu illegalem Waffenhandel ausgezeichnet

Der in diesem Jahr erstmals verliehene Preis für eine „Besondere Journalistische Leistung“ geht an den Beitrag „Tödliche Exporte“ (SWR) über illegalen Waffenhandel. Die Jury lobte die „außergewöhnliche investigative Recherche“ zum Thema illegaler Waffenhandel. In der neuen Kategorie Kinder und Jugend vergab die Jury zwei Preise. Neben der Vox-Serie „Club der roten Bänder“ wird die KiKA-Mitmachsendung „Ene Mene Bu“ geehrt.

Der undotierte Grimme-Preis, der in diesem Jahr zum 52. Mal vergeben wird, gilt als wichtigster deutscher Fernsehpreis. Die Auszeichnung würdigt Fernsehsendungen, die für die Programmpraxis vorbildlich und modellhaft sind. Die TV-Auszeichnung wird in den Kategorien Fiktion, Unterhaltung, Information und Kultur sowie in diesem Jahr erstmals in der Kategorie Kinder und Jugend verliehen. Die diesjährige Preisverleihung findet am 8. April in Marl statt. (epd)