Guido Knopp und Markus Lanz stellen Fragen zur Vergangenheit
25.05.2009 | 16:15 Uhr 2009-05-25T16:15:00+0200
Hagen. Markus Lanz und Guido Knopp präsentieren zur besten Sendezeit "History! Das ZDF-Geschichtsquiz!" mit prominenten Gästen.
Radikal neue Konzepte sind im Fernsehen eine Seltenheit. Aber bekannte Versatzstücke lassen sich munter neu kombinieren. Das zeigt das neue Geschichtsquiz History (ZDF, 20.15 Uhr).
Eine Prise „Wer wird Millionär”, ein Löffel „Wie schlau ist Deutschland?” und eine Messerspitze PISA-Quiz scheinen Pate gestanden zu haben bei der Neuentwicklung aus Mainz: Zwei prominente Gegensatzpaare treffen im Wissens-Wettstreit aufeinander, unterstützt durch jeweils eine Publikumshälfte. In Folge 1 tritt Berlin - vertreten durch Barbara Schöneberger und Thomas Hermanns - gegen Bayern - mit den Kandidaten Waldemar Hartmann und Ulrike Kriener - an, in den nächsten beiden Sendungen messen sich Männer und Frauen, sowie Protestanten und Katholiken. Es moderieren Markus Lanz und ZDF-Geschichtsexperte Guido Knopp, der die Hintergründe zu den Quizfragen erläutert.
Wissen macht Spaß
„Ich erzähle die Geschichten zur Geschichte”, beschreibt Knopp selbst seine Rolle. Der Leiter der Redaktion Zeitgeschichte arbeitet seit Jahren daran, ein Geschichtsquiz ins Fernsehen zu bringen. Ganz neu ist das für ihn nicht, hat er doch bereits vor 20 Jahren bei 3sat eine historisches Fragesendung präsentiert. Aber das neue Format ist leichter, unterhaltsamer und bietet, so der promovierte Historiker, „die Chance, neue Zuschauerschichten an das Thema Geschichte heranzuführen - nach dem Motto: Wissen macht Spaß”.
Wobei das Interesse zur Freude des Fernsehmachers „latent hoch” ist, was sich an den erfolgreichen Dokus, Serien und großen Fernsehspielen zeige. Und dass seine Abteilung nur mit deutschen Themen, und dort vor allem über die NS-Zeit punkte, will er nicht als Vorwurf akzeptieren: „Wir machen genügend Anderes. Aber da ist das Interesse eben am höchsten.” Das gelte auch für Verkäufe ins Ausland.
Im neuen Quiz aber, in dem die Promis für einen wohltätigen Zweck spielen, sind die Fragen international. Da kann eine Rubrik mal „Deutsche Traditionen” heißen, aber danach geht es um das englische Königshaus, um Fidel Castro oder den Kalten Krieg. Und man muss nicht unbedingt Spezialist sein, um die richtige Antwort zu finden. Da es immer vier Möglichkeiten gibt, ist auch kluges Kombinieren möglich. Schließlich geht es um eine Unterhaltungssendung. Da wird auch das Publikum befragt, am Ende steht eine Schnellraterunde.
Gute Ergänzung
Knopp betont, wie gut er sich mit Markus Lanz ergänzt habe - die erste Sendung wurde bereits aufgezeichnet - und dass die Zusammenarbeit schon vereinbart wurde, bevor Kerner seinen Wechsel zu Sat 1 bekanntgab. Zwei Mal soll „History!” in diesem Jahr noch laufen, wenn die Resonanz gut sei - das bedeutet laut Knopp zweistellige Marktanteile - werde im kommenden Jahr die Schlagzahl erhöht.
Zunächst aber hat die Knops Redaktion andere Projekte: Ein Dreiteiler über die Fürsten von Monaco liefert leichte Kost für den Sommer, im Herbst erzählt ein Zweiteiler von dramatischen Mauerfluchten, und gegen Jahresende dürfen die Zuschauer über „Sternstunden der Deutschen” abstimmen. Da werden dann sicher keine Nazis vorkommen.
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