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„Goldene Kamera“ blieb diesmal ohne Tränen-Moment

04.02.2012 | 23:35 Uhr
„Goldene Kamera“ blieb diesmal ohne Tränen-Moment
US-Kinostar Morgan Freeman hat jetzt auch eine „Goldenen Kamera“ im Regal: Er erhielt am Samstag dein Preis für sein schauspielerisches Lebenswerk - aus den Händen von Armin Müller-Stahl. (Foto: rtr)

Berlin.   Anders als die Verleihung 2011 blieb die Gala der „Goldenen Kamera“ 2012 am Samstagabend im ZDF ohne Schock-Moment. Mit Ehrungen für Morgan Freeman, Denzel Washington und Dionne Warwick bot die Gala viel Hollywood, manch persönliche Laudatio aber auch viel Routine.

Diesmal gab es keinen Moment der Schockstarre, wie ihn der unerwartete Auftritt der schwer erkrankten Ex-Sportmoderatorin Monica Lierhaus samt Heiratsangebot vor einem Jahr bei der 46. Verleihung der „Goldenen Kamera“ ausgelöst hatte: Die „Goldene Kamera 2012“ bot diesmal viel Hollywood und so manch sehr persönliche Laudatio auf die Preisträger. Überraschungen blieben diesmal aber aus, was nicht wundert, wenn man sich erinnert, wieviel Wirbel der Lierhaus-Auftritt ausgelöst hatte.

Große Stars und große Gefühle: Die 47. Gala der vom Springer-Verlag initiierten Preisverleihung bot beides, wenn auch das Gewicht diesmal mehr auf den großen Stars lag: US-Hollywoodstar Morgan Freeman ist am Samstagabend mit einer Goldenen Kamera für sein Lebenswerk geehrt worden. Die Auszeichnung sei für ihn „eine große Ehre, eine internationale Ehre“, sagte der 74-Jährige. Auf Deutsch fügte der Oscarpreisträger hinzu: „Guten Abend Damen und Herren, danke schön.“ Das Publikum in der Ullstein-Halle im Berliner Verlagshaus der Axel Springer AG spendete ihm stehend Beifall.

Laudator für Freeman war sein langjähriger guter Freund und Schauspielkollege Armin Mueller-Stahl. Bei der 47. Verleihung der Goldenen Kamera waren zuvor bereits die Schauspieler Scarlett Johansson, Denzel Washington, Dietmar Bär und Nina Kunzendorf, die Sängerinnen Helene Fischer und Dionne Warwick sowie die Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein ausgezeichnet worden. Auch Moderator Hape Kerkeling erhielt einen Preis. Die Leser der Fernsehzeitschrift „Hörzu“ kürten ihn zum besten Comedian.

Dank per Smartphone-Botschaft

Nina Kunzendorf (“Tatort“, „Liebesjahre“) konnte ihren Preis nicht persönlich entgegennehmen. Sie lag mit Mittelohrentzündung und Fieber im Bett, wie ihr Kollege Peter Simonischek ausrichtete, der den Preis für sie entgegennahm und dem Publikum auf seinem Smartphone eine Mail von Kunzendorf vorlas.

Der ZDF-Film „Liebesjahre“ ist mit einer Goldenen Kamera für den besten deutschen Fernsehfilm ausgezeichnet worden. Regisseur Matti Geschonneck zeigt sich „sehr glücklich“ über den Preis. Es ein großes Geschenk und Vergnügen, mit so einem Ensemble arbeiten zu dürfen, sagte er am Samstagabend in Berlin mit Blick auf die „Liebesjahre“-Schauspieler um Iris Berben.

US-Kinostar Denzel Washington wurde als bester Schauspieler international geehrt. Auf den fünffach für den Oscar nominierte Schauspieler hielt Box-Weltmeister Vladimir Klitschko die Laudatio. Washingtons Film-Kollegin Scarlett Johansson wurde als „beste Schauspielerin international“ geehrt und erhielt den Preis aus den Händen von Til Schweiger. Die deutsche Nachwuchs-Schauspielerin Liv Lisa Friers erhielt den mit 20.000 Euro dotierten Nachwuchspreis („Lilli Palmer und Curd Jürgens Gedächtniskamera“).

Neben den Sängerinnen Dionne Warwick (Lebenswerk), Helene Fischer (beste Musik national) und Caro Emerals (beste Musik international) erhielt auch Schauspieler Mario Adorf einen ‘Goldene Kamera’. Beschwärmt von seinen Laudatorinnen Iris Berben und Hannelore Elsner dankte Adorf in einer kurzen Rede, die am Ende einen kleinen politischen Seitenhieb bot: Da er seinen Namen im Zusammenhang mit einer Nachfolge von Bundespräsident Wulff gehört habe, stellte Adorf klar, „ich stehe als Kandidat nicht zur Verfügung“. Große Debatten dürfte das wohl kaum auslösen. (dapd/dae/WE)

Dagobert Ernst

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Kommentare
05.02.2012
15:21
„Goldene Kamera“ blieb diesmal ohne Tränen-Moment
von dummmberger | #3

Kein Schock-Moment?
Kann man nicht sagen.
Ich fand das Niveau des Ralf-Schmitz-Auftritts durchaus schockierend.
Ich habe mich gefragt, was wohl den internationalen Stars während dieser Peinlichkeit durch den Kopf ging und tröste mich mit der Hoffnung, dass die Simulatanübersetzen in dieser Zeit vielleicht gerade Pause hatten.

1 Antwort
„Goldene Kamera“ blieb diesmal ohne Tränen-Moment
von Angelinola | #3-1

Was war denn daran peinlich? Dass er nicht geredet hat, wie auf einer Beerdigung? Offensichtlich haben Sie noch nie amerikanisches Fernsehen geschaut - dann wüssten Sie, was peinlich ist.

05.02.2012
10:52
„Goldene Kamera“ blieb diesmal ohne Tränen-Moment
von sauerlandisse | #2

@1: Die Tränen hätten Sie sich sparen können, dafür gibt es einen Knopf am Fernseher, mit dem man das Gerät abstellen kann.

05.02.2012
09:57
„Goldene Kamera“ blieb diesmal ohne Tränen-Moment
von maribe2411 | #1

Ich habe vor Langeweile geweint

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